Grafikkarten-Speicher: Trendforce rechnet mit 8-13 Prozent Preisplus auf Quartalsbasis
Trendforce rechnet mit weiter steigenden Preisen für Grafikkartenspeicher. Solange sich die Nachfrage dort nicht entspannt, rechnet man auch nicht mit einer Besserung, da die DRAM-Hersteller an der Kapazitätsgrenze operieren.
Schwankende RAM-Preise sind immer mal wieder ein Thema und nun sagt Trendforce voraus, dass die Preise insbesondere für auf Grafikkarten verbauter DRAM um 8-13 Prozent im Q3 auf Quartalsbasis steigen sollen. Hintergrund sei die angespannte Versorgungslage für die Chips. Aktuell gebe es mehr Nachfrage als die Hersteller liefern können und die Unterversorgung soll sich noch durch das dritte Quartal 2021 ziehen.
Hauptverursacher für die hohe Nachfrage sind erwartungsgemäß die Grafikkarten; da laut Trendforce vor allem die durch Kypto verursachte hohe Nachfrage nach Modellen für das ETH-Mining. Dadurch geht die Preisschere am Markt für Speicher auf; auf dem Spot-Markt waren zu Boom-Zeiten 200 Prozent Aufschlag auf Speicher zu bezahlen. Durch die hohen Spot-Mark-Preise rechnet man damit, dass sich die Preise auch auf dem längerfristigen Contract-Markt verändern werden.
Quelle: Trendforce
Grafikkarten-Speicher: Trendforce rechnet mit 8-13 Prozent Plus auf Quartalsbasis (2)
Der Gesamtmarkt kann kurzfristig auch nicht gut auf solche Spitzen reagieren, da sich Kapazitäten bei den Herstellern nicht eben ausbauen lassen und die Nachfrage nach Grafikkarten wird mit oder ohne Krypto 2021 wohl hoch bleiben, da es im Endkundenbereich Nachholbedarf gibt. Dazu kommen einerseits Spezialitäten wie die von Nvidia, wo Speicher an den Verkauf der GPUs gekoppelt ist, wenn Bord-Partner ihre Ware bestellen. Nvidia nimmt also große Mengen bei den DRAM-Herstellern ab, was auch zulasten von kleineren DRAM-Abnehmern geht. Anderseits sind da dann noch die Bedürfnisse der Konsolen-Hersteller, wo große Mengen 16-GBit-Chips statt 8-GBit-Chips verbaut werden und diese Kapazitäten sind woanders nicht verfügbar. Am Ende ist da noch das revitalisierte Server-Geschäft, dass man als Anbieter natürlich aufgrund der besseren Margen bevorzugt behandelt, wenn es um Fertigungskapazitäten geht.
Entspannend auf die Preissituation wirkt sich laut Trendforce vor allem eine mögliche Entspannung bei der Nachfrage von Grafikkarten aus. Sollte die nicht eintreten und die Preise für GDDR6-Speicher hoch bleiben, dürfte sich das langfristig auch auf die ohnehin schon angespannte Preissituation bei Grafikkarten auswirken.
Quelle: Trendforce

Das nennt sich Kapitalismus und Angebot vs Nachfrage.
Deshalb ist es für die Hersteller besser, wenn die Miner zur Konkurrenz greifen. AMD hatte während des ersten Miningbooms massive Probleme, da ihre schönen RX 400 und 500 Karten überwiegend in irgendwelche Miningrigs gewandert sind, statt in Zocker PCs. Die ganze schöne offensive ist größtenteils wirkungslos verpufft.
Von wem, ist denen sicherlich nicht wichtig, d.h. wenn die Miner massenweise die Karten bereits ab Werk abkaufen, ist das doch gut. Nicht für die PC-Spieler, aber für den Hersteller. Also was wollt Ihr ? Die Karten werden von Spielern auch noch mit total überteuerten Preisen aus den Händen gerissen, ist dann alles perfekt gelaufen.