Drosseln Speicherhersteller den Nachschub, um Preise zu stabilisieren?
Wer den Markt für DRAM-Speicher etwas länger beobachtet und genauer kennt stellt fest, dass es sich hierbei um ein komplexes System handelt. Preise werden über DRAM Exchange gehandelt und Preisschwankungen sind so alltäglich wie an der Zapfsäule.
Xbit Labs will nun erfahren haben, dass die DRAM-Hersteller ob der galoppierenden Inflation die Produktionsmargen zurückfahren wollen, um den Preis stabil zu halten. Bisher scheiterten ähnliche Versuche an der Übersättigung des Marktes.
Nun scheinen die Hersteller wie Samsung oder Hynx Erfolg zu haben. Im vorweihnachtlichen Geschäft zogen die Preise am Spotmarkt von 1,6 US-Dollar auf 2 US-Dollar für DDR2-667 128 MiByte an. Ein kleiner Anstieg, aber der Trend könnte sich durchaus fortsetzten.
Einige große Hersteller kündigten bereits an, dass man die Produktion von DDR2-DRAM kürzen will, da der Markt übersättigt sei und jede Menge Chips in den Lägern liegen würden. Sollten Samsung und Hynx sich anschließen, wäre dies ein eindeutiges Zeichen für ansteigende DRAM-Preise. Schließlich bedienen die beiden Hersteller 50 Prozent des Marktes.
Wir empfehlen größere Anschaffungen im DDR2-Bereich noch dieses Jahr zu machen. Denn eines ist sicher: Viel günstiger kann Speicher kaum noch werden. Auch wenn schon Mehrfach von Preisanstiegen gesprochen wurde, die dann doch nicht eintraten: Ewig werden die Preise nicht im Keller bleiben.