DDR6: Arbeitsspeicher der nächsten Generation erst 2030?

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DDR6: Arbeitsspeicher der nächsten Generation erst 2030?
Quelle: G.Skill / Montage: Sven Bauduin

DDR6-Arbeitsspeicher der nächsten Generation wird wenig überraschend deutlich schneller als aktueller DDR5-Arbeitsspeicher, doch könnte insbesondere im Desktop-PC möglicherweise noch eine ganze Zeit lang auf sich warten lassen.

DDR6 SDRAM, wird als Arbeitsspeicher der nächsten Generation wenig überraschend deutlich schneller als der aktuell gebräuchliche DDR5-Arbeitsspeicher und bei seiner Einführung mit Speichergeschwindigkeiten von 8.800 bis 17.600 MT/s spezifiziert werden. Wie bereits im Juli 2025 aus einer Dokumentation der Organisation zur Standardisierung von Halbleiter-Chips, der JEDEC, hervorgegangen ist, sollen perspektivisch einmal bis zu 21.000 MT/s ("DDR6-21000") erreicht werden.

DDR6 Quelle: JEDEC Wie aus dem Bericht der chinesischen Website China Times hervorgeht, auf den sich auch TrendForce beruft, haben nunmehr sämtliche führende DRAM-Hersteller, darunter Samsung, Micron und SK Hynix, bereits ihre DDR6-Produktion eingeleitet und konzentrieren sich derzeit auf das finale Design der Speicherbausteine ("ICs") und die Controller-Validierung sowie das Packaging. Die ersten Prototypen seien verfügbar, weshalb AMD und Intel schon für Schnittstellentests mit im Boot sitzen, so das chinesische Wirtschaftsmagazin. Der Marktstart werde bereits vorbereitet.

Startet DDR6 im Desktop-PC erst 2030?

Während TrendForce und die China Times im Juli noch von einer Markteinführung im Jahre 2026 und einer Massenproduktion ab 2027 sprachen, zeichnen die neuesten Präsentationen von SK Hynix (via 포시포시) ein anderes Bild. So sieht der südkoreanische Halbleiterhersteller den Start von DDR6 erst 2029/30.

DDR6 SK Hynix Quelle: SK Hynix (via포시포시) Die China Times ging noch im Juli 2025 davon aus, dass die ersten professionellen Systeme, wie Supercomputer für HPC ("High-Performance Computing") und KI-Server bereits im kommenden Jahr mit DDR6-Arbeitsspeicher an den Start gehen. Der Desktop-PC würde, sollte sich die Roadmap von SK Hynix bestätigen, mit vergleichsweise großem zeitlichen Abstand folgen.

Zu Beginn wird von DDR6-9600 bis DDR6-12800, später dann von DDR6-14400 bis DDR6-17600 ausgegangen. DDR6-21000 wird dann voraussichtlich als mögliche letzte Ausbaustufe gezündet werden, während solche Speicherriegel dann wohl als OC-Module gehandelt werden.

Strukturell soll DDR6 zu einem Multi-Channel-Design mit insgesamt vier 24-Bit breiten Sub-Channels übergehen, was zu einem noch höheren Speicherdurchsatz und einer verbesserten Bandbreitennutzung beitragen wird. Aktueller DDR5-Speicher nutzt hingegen nur zwei 32-Bit breite Sub-Channels und wird deutlich übertroffen.

LPDDR6 soll DDR6 deutlich voraus sein

Anders als klassischer DDR6-Arbeitsspeicher soll LPDDR6, welcher mit 10.667 bis 14.400 MT/s von der JEDEC spezifiziert wird, laut der Roadmap von SK Hynix bereits zwischen 2026 und 2028 an den Start gehen. Hiervon profitieren insbesondere leistungsstakre APUs mit integrierten IGPs, Notebooks und Mobilgeräte.

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Quelle: SK Hynix via 포시포시

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VanWayne Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Das kommt extrem drauf an was du machst. Es gibt viele Fälle wo RAM-Performance egal ist da die nötigen Daten praktisch alle in den Cache passen und/oder pro Datenpaket sehr viel CPU-Leistung erfordert wird so dass die Kernperformance selbst der Flaschenhals ist (Beispiel: Cinebench). Es gibt aber auch Fälle, die brutal Bandbreitenlimitiert sind und wo ein Aufrüsten auf schnelleren RAM die Performance sehr stark anhebt (Beispiel: Datenkompression/LZMA).
        Zitat von Thomas5010
        Zu mindestens für lokale KI könnte die Bandbreite von DDR6 wertvoll sein.

        Wenn die PCs der Zukunft verstärkt mit KI arbeiten werden, dann wird der Arbeitsspeicher nicht unwichtig, sofern keine superteure GPU im PC werkelt.
        Hier gilt halt: Wieviele Leute machen denn das in Relation zu den meisten Kunden? Spieler sind in der Regel nur an der Spieleperformance interessiert, nicht an lokaler KI. Und ich bezweifele sehr stark, dass die Devs da mehr machen werden, als die Engines ihnen vorkauen. Die sind ja schon froh, dass die Leute auf eine neue GPU gezwungen werden, die dann eben FSR bzw. DLSS kann. Der Markt sieht nicht mehr so rosig aus, was die Spiele-Käufer betrifft. Jetzt stell dir mal vor, die brauchen dann noch mindestens DDR 6 als normalen RAM, wenn der 1. gerade erst rausgekommen ist und 2. 70 Mrd. € / GB kostet (bedenke die kommende Hyperinflation von 2026 - 2029 )

        Und ich denke, hoffe, bin mal naiv zu glauben, dass die Spiele-Entwickler das schon kompensieren. Ich kenne mich (noch) nicht so gut mit der Zuständigkeit aus, was für Daten nun wo gespeichert werden, aber ich habe das Gefühl, dass momentan höchstens der VRAM wichtig ist. Es gibt sicherlich ein paar Spiele, die massiv RAM brauchen, aber muss der dann schnell sein? Also peak performance? Wie gesagt, es gibt sicherlich ein paar Spiele, aber ich glaube, das interessiert eher so 0,0x der Leute.

        Ich meine das nicht so abwertend, bin selber einer der 0,0x

        Wie dem auch sei, hat sich ja eh erledigt, da man nicht mehr großartig gucken kann, was man kauft, sondern ob man überhaupt was kaufen kann.
      • Von VanWayne Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Das kommt extrem drauf an was du machst. Es gibt viele Fälle wo RAM-Performance egal ist da die nötigen Daten praktisch alle in den Cache passen und/oder pro Datenpaket sehr viel CPU-Leistung erfordert wird so dass die Kernperformance selbst der Flaschenhals ist (Beispiel: Cinebench). Es gibt aber auch Fälle, die brutal Bandbreitenlimitiert sind und wo ein Aufrüsten auf schnelleren RAM die Performance sehr stark anhebt (Beispiel: Datenkompression/LZMA).
        Zitat von Thomas5010
        Zu mindestens für lokale KI könnte die Bandbreite von DDR6 wertvoll sein.

        Wenn die PCs der Zukunft verstärkt mit KI arbeiten werden, dann wird der Arbeitsspeicher nicht unwichtig, sofern keine superteure GPU im PC werkelt.
        Hier gilt halt: Wieviele Leute machen denn das in Relation zu den meisten Kunden? Spieler sind in der Regel nur an der Spieleperformance interessiert, nicht an lokaler KI. Und ich bezweifele sehr stark, dass die Devs da mehr machen werden, als die Engines ihnen vorkauen. Die sind ja schon froh, dass die Leute auf eine neue GPU gezwungen werden, die dann eben FSR bzw. DLSS kann. Der Markt sieht nicht mehr so rosig aus, was die Spiele-Käufer betrifft. Jetzt stell dir mal vor, die brauchen dann noch mindestens DDR 6 als normalen RAM, wenn der 1. gerade erst rausgekommen ist und 2. 70 Mrd. € / GB kostet (bedenke die kommende Hyperinflation von 2026 - 2029 )

        Und ich denke, hoffe, bin mal naiv zu glauben, dass die Spiele-Entwickler das schon kompensieren. Ich kenne mich (noch) nicht so gut mit der Zuständigkeit aus, was für Daten nun wo gespeichert werden, aber ich habe das Gefühl, dass momentan höchstens der VRAM wichtig ist. Es gibt sicherlich ein paar Spiele, die massiv RAM brauchen, aber muss der dann schnell sein? Also peak performance? Wie gesagt, es gibt sicherlich ein paar Spiele, aber ich glaube, das interessiert eher so 0,0x der Leute.

        Ich meine das nicht so abwertend, bin selber einer der 0,0x

        Wie dem auch sei, hat sich ja eh erledigt, da man nicht mehr großartig gucken kann, was man kauft, sondern ob man überhaupt was kaufen kann.
      • Von Thomas5010
        Zitat von VanWayne
        Ich habe das Gefühl, dass der RAM seit mindestens DDR4 für die Performance das unwichtigste Rad am Wagen ist
        Zu mindestens für lokale KI könnte die Bandbreite von DDR6 wertvoll sein.

        Wenn die PCs der Zukunft verstärkt mit KI arbeiten werden, dann wird der Arbeitsspeicher nicht unwichtig, sofern keine superteure GPU im PC werkelt.
      • Von dudellino Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich schätze etwa so:
        Zen 6 auf AM 5-> Q1 2027
        Zen 7 auf AM 5 -> mind. Q1 2029
        Zen 8 auf AM 6 -> mind. Q1 2031

        Das würde bedeuten, bei AMD hätten wir 2031 DDR6 drin.
        CAMM2 wird doch ziemlich sicher mit DDR6 kommen. Ich denke DDR6 wird keine DIMMs mehr unterstützen, wegen den hohen Taktraten.
      • Von Dwalinn Freizeitschrauber(in)
        Zitat von VanWayne
        Ich habe das Gefühl, dass der RAM seit mindestens DDR4 für die Performance das unwichtigste Rad am Wagen ist. Muss halt okay, sein, aber selbst eine schnellere SSD hat mehr Auswirkungen auf das Gefühl für Geschwindigkeit, als der RAM. Ich habe nichtmal die BIOS-Voreinstellungen für eine Weile benutzt, weil der RAM bei den angegebenen OC Mhz mir Bluescreens beschert. Nun habe ich mal wieder weniger Mhz in Kombination mit den empfohlenen Werten gesetzt und ehrlich gesagt merke ich so ziemlich keinen Unterschied von 2000 Mhz zu 3600, ebenso zwischen auto Timings und empfohlenen Timings.

        Für die letzten FPS sicher wichtig, aber das Angebot für RAM ist sowieso zu wenig, er ist unverschämt teuer und für die grobe Masse halt ab "okay" einfach nicht wichtig, wenn man roh genug hat.

        Also wen interessiert's ob der 2026 oder 2030 kommt. Wenn er 2030 kommt, dann könnte Intel ja bis dahin wieder gut geworden sein. Ich habe aber das Gefühl, dass bis 2030 es nur noch 8 Leute gibt, die sich einen "high-end" PC leisten können. Also mal schauen.
        Also gerade bei Zen 1 war schon noch relativ wichtig wenn auch im Verhältnis zur GPU das er zweitrangig war. Seit den 3D Chips ist das aber wirklich nebensächlich
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Dasselbe was wir im Miningboom/Chipkrise bei Grafikkarten vor ein paar Jahren hatten gibts jetzt bei RAM und SSDs. Wie lange es gedauert hat bis die Grafikkartenpreise wieder runterkamen ist bekannt
        GPU-Flaggschiff für 800 Euro wo?

        Zitat von ToZo1
        Ok, also haben wir hier noch ungelegte Eier.
        Dann reden wir in 5 Jahren nochmal drüber, was es da neues und spannendes so am Markt gibt. DDR7?
        Hab sowieso dieses Jahr erst auf 128GB DDR5 aufgerüstet. Wie ist eigentlich der Stand der Entwicklung bei den CAMM2-Modulen und wann werden die flächendeckend eingeführt? Da hört man irgendwie garnichts mehr.
        DDR5-CAMM scheint tot zu sein. Selbst die LPDDR-Ausgabe in Notebooks wird nur zögerlich übernommen und im Desktop gibt es das Henne-Ei-Problem von aus "keine Boards" und "keine Module". Solange AMDs Speichercontroller so langsam und Intels Specs so niedrig sind, wie sie sind, fehlt auch einfach der Bedarf. Nur für ein paar DIY-Übertakter führt niemand ein neues Format ein; als Großverbrauchern kommen derzeit einzig MCR-Xeons auf >>8.000 MT/s. Deren Mainboard-Layouts dürften mit CAMM aber ein Flächenproblem bekommen.

        Wenn die JEDEC wirklich vier Kanäle pro Modul zum Standard für DDR6 erklärt (und nicht nur für LP, was schon immer etwas eigenes war), dann wird das rein aufgrund der Kontaktdichte aber nicht mehr als DIMM möglich sein. Vielleicht ist das ein Grund für die Zurückhaltung bei den Speicherherstellern: Der gesamte Maschinenpark ist seit drei Jahrzehnten auf DIMMs ausgelegt. Warum da investieren, solange die KI-Bubbler einem die alte Technik aus den Händen reißen?
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