DDR6: Next-Gen-RAM soll wohl ab 2028 eingeführt werden

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DDR6: Next-Gen-RAM soll wohl ab 2028 eingeführt werden
Quelle: G.Skill / Montage: Sven Bauduin

DDR6-Arbeitsspeicher der nächsten Generation wird wenig überraschend deutlich schneller als aktueller DDR5-Arbeitsspeicher, doch könnte insbesondere im Desktop-PC möglicherweise noch mehrere Jahre lang auf sich warten lassen.

DDR6-SDRAM wird als Arbeitsspeicher der nächsten Generation wenig überraschend deutlich schneller als der aktuell gebräuchliche DDR5-Arbeitsspeicher und bei seiner Einführung mit Speichergeschwindigkeiten von 8.800 bis 17.600 MT/s spezifiziert werden. Wie bereits im Juli 2025 aus einer Dokumentation der Organisation zur Standardisierung von Halbleiter-Chips, der JEDEC, hervorgeht, sollen perspektivisch einmal bis zu 21.000 MT/s ("DDR6-21000") erreicht werden.

DDR6-JEDEC Quelle: JEDEC Wie das südkoreanische Medienunternehmen The Elec jetzt berichtet, erwarte die Branche eine Kommerzialisierung von DDR6-Speichermodulen, welche zuerst im Enterprise- und Server-Segment starten wird, zwischen 2028 und 2029. Die Markteinführung kann aber auch noch länger auf sich warten lassen.

DDR6 nicht vor 2028 und möglicherweise erst 2030

Während die Marktforscher von TrendForce und die China Times im Juli 2025 noch von einer Markteinführung im Jahre 2026 und einer Massenproduktion ab dem Jahre 2027 sprachen, zeichnen die Präsentationen von SK Hynix ein anderes Bild. So sieht der südkoreanische Halbleiterhersteller den Start von DDR6-Speicher ab 2029/30.

DDR6 und LPDDR6 Quelle: SK Hynix Im Massenmarkt, wie dem Desktop-PC, wird DDR6 mit 8.800 bis 17.600 MT/s nicht vor 2028/29 durchstarten, wenn die entsprechenden Plattformen verfügbar sein werden. AMDs nächste Desktop-Plattform mit dem Sockel AM6 sowie Intel Titan Lake könnten wohl hier den Anfang machen. DDR6 soll dabei sowohl bei der Leistung als auch in der Architektur große Fortschritte liefern, so TrendForce.

DDR6-JEDEC Quelle: JEDEC Strukturell soll DDR6 zu einem Multi-Channel-Design mit insgesamt vier 24-Bit breiten Sub-Channels übergehen, was zu einem noch höheren Speicherdurchsatz und einer verbesserten Bandbreitennutzung beitragen wird. Aktueller DDR5-Speicher nutzt hingegen nur zwei 32-Bit breite Sub-Channels und wird deutlich übertroffen.

KI-Boom könnte Markteinführung beschleunigen

Wie The Elec anmerkt, könnte der KI-Boom und die schier unstillbare Nachfrage nach immer mehr und immer schnellerem RAM die Kommerzialisierung von DDR6-Speicher mitunter beschleunigen. Demzufolge könnten AMD und Intel ihre Enterprise- und Server-Plattformen möglicherweise bereits ab 2028 auf DDR6 umstellen, die Consumer-Plattformen würden dann ab 2029 oder 2030 folgen.

LPDDR6 startet deutlich früher in den Markt

Anders als klassischer DDR6-Arbeitsspeicher soll LPDDR6, welcher mit 10.667 bis 14.400 MT/s von der JEDEC spezifiziert wird, laut der Roadmap von SK Hynix bereits zwischen 2026 und 2028 an den Start gehen. Hiervon profitieren insbesondere leistungsstarke APUs mit integrierten IGPs, Notebooks und Mobilgeräte.

Kundenvalidierung ab 2027 möglich

Aktuell ist davon auszugehen, dass die Kundenvalidierung ab 2027 erfolgen wird, während der erste DDR6-Speicher in freier Wildbahn wohl erst ab 2028 aufschlagen dürfte. Desktop-PCs könnten dann ab 2029 folgen, doch in Stein gemeißelt ist das alles nicht. Selbst Marktforscher und Produzenten sind sich noch uneins.

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Quelle: The Elec via TechPowerUp

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    • Kommentare (46)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Das gilt aber wenn dann für alle Hardware und wenn man keinen neuen Prozessor braucht, dann braucht man natürlich auch keine höhere Speicherbandbreite.
        Natürlich, meine Aussage war plakativ
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Das gilt aber wenn dann für alle Hardware und wenn man keinen neuen Prozessor braucht, dann braucht man natürlich auch keine höhere Speicherbandbreite.
        Natürlich, meine Aussage war plakativ
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BiTbUrGeR
        Ich weiß was du meinst. Ich geh aber noch nen schritt weiter. Ich behaupte wir kämen schon länger mit der vorhandenen Bandbreite aus wenn die ein oder anderen Softwareriesen mal damit aufhören würden vorhandene Leistungsreserven mit irgendwelchen schnörkeleien und ineffizientem Code bis an die Grenzen zu treiben um wieder eine neue Nachfrage auf dem Markt zu generieren.
        Das gilt aber wenn dann für alle Hardware und wenn man keinen neuen Prozessor braucht, dann braucht man natürlich auch keine höhere Speicherbandbreite.
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Ja. Ich denke man übersieht schnell, wie viel Bandbreite nötig ist, weil immer grob dafür gesorgt wird, dass sie eben verfügbar ist....
        Ich weiß was du meinst. Ich geh aber noch nen schritt weiter. Ich behaupte wir kämen schon länger mit der vorhandenen Bandbreite aus wenn die ein oder anderen Softwareriesen mal damit aufhören würden vorhandene Leistungsreserven mit irgendwelchen schnörkeleien und ineffizientem Code bis an die Grenzen zu treiben um wieder eine neue Nachfrage auf dem Markt zu generieren.

        Diese Symbiose zwischen soft und Hardware sorgt für endlose Halden von elektroschrott. Aber Hauptsache wir sind nach einheitlichen Ladegeräten und tauschbaren Akkus bemüht und Elektromobilität usw... Aber will nicht zu sehr vom Thema abkommen

        Deshalb wieder zurück, wenn der Mangel an Speicher auf dem Markt wieder für bessere Software sorgt, was ich persönlich hoffe, hat es letztendlich was gutes... Also abwarten!
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] warum Leute schnellere CPUs haben um schneller bei ihren Programmen unterwegs zu sein ,ist doch klar . Hier und da lässt sich schon noch was raus holen. Ich gehöre halt auch zu der Sorte. Ich will das Maximum raus holen. Für den 9950x3d mag es zwar nicht gereicht haben. Mit Zen 6 bin ich ungefähr bei den selben Kosten unterwegs nur halt mit maximaler Leistung wo aktuelle die CPU nur mit Optimierung dort gelangt ist. Ich habe dann die Option ebenso zu optimieren bei gleichen Verbrauch mehr Leistung als aktuell oder weniger stromverbauch bei gleicher Leistung. Das letze sollte eigentlich angestrebt werden aber wenn es mehr Leistung bei gleichen stromverbrauch da sagt man ja auch nicht nein oder ? RAM wird bei CPU Leistung eine Rolle spielen. Darum erreicht der 265k auch trotz Optimierung nicht die Leistung des 9950x3d der ebenso optimiert ist. Da geht halt bei AMD mehr als bei Intel. Ich könnte nur den RAM Takt erhöhen und hoffen das die e Kerne damit mit einem Plus an Mehrleistung belohnen. Aber angesichts der Tatsache mache ich mir da nix vor. Gegen AMD komme ich nicht an.
        Ich warte daher auf Zen 6. Ich könnte zwar auch warten bis die aktuellen günstiger sind und damit auch mein Ziel erreichen . Aber ich nehme wenn dann lieber die optimierungen mit.
        Wie du siehst hat der Gedanke schon was. Ich weiß wegen rund 17 % machen manche definitiv kein Fass auf. Das ist ein sehr hoher Aufwand bei diesen geringe Mehrleistung. Man ist jedoch gestrebt die letzen Prozente raus zu holen was geht. Wenn ich das erreicht habe ,keine Ahnung was ich dann mache aber jedenfalls mehr wird wohl nicht gehen. Wie denkst du denn darüber so. Hast bestimmt auch eine Meinung zu dem ganzen oder nicht ?
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BxBender
        Man sollte aber schon drauf achten, dem Prozessor genügend Bandbreite zur Verfügung zu stellen, um da nicht unnötig in entsprechenden Situationen vollständig auszubremsen.
        Beim Kauf ist ein gesundes Mittelmaß zu finden, was preislich tragbar ist.
        Ja. Ich denke man übersieht schnell, wie viel Bandbreite nötig ist, weil immer grob dafür gesorgt wird, dass sie eben verfügbar ist. Ob es jetzt DDR5-4800 oder DDR5-6000 ist, macht im Schnitt wohl einen eher geringen Unterschied aus, aber wenn da noch DDR3-1333 am Werk wäre, würde man das wohl durchaus deutlich merken.
        Zitat von BxBender
        Die sollen umgestellt werden, obwohl die Auslastung bei Anwendungen im Normalfall, zumindest über dem Tag hinweg, die meiste Zeit im niedrigen Bereich ist.
        Das ist das Los ungefähr aller Recheneinheiten in Endgeräten.
        Eigentlich auch fast aller Geräte, die man so zuhause hat. Das meiste liegt die allermeiste Zeit einfach nur blöd rum.
      Direkt zum Diskussionsende
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