DDR5-RAM-Preise im Detail geprüft: Ab dieser Taktstufe wird es teuer

Je höher der Takt und die Kapazität, desto mehr kostet DDR5-RAM, oder? Unsere Analyse zeigt, dass das nicht immer der Fall ist und der Aufpreis für hohe Taktstufen abhängig davon, ob das Kit 32, 48 oder 64 GiByte Kapazität bietet, unterschiedlich ausfällt.

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DDR5-RAM-Preise im Detail geprüft: Ab dieser Taktstufe wird es teuer
Quelle: Erzeugt mit DALL-E 3; Amazon.de, Alternate.de, Corsair, Crucial, G.Skill., Patriot; Montage: PCGH

DDR5-RAM wird am Markt in einer großen Vielfalt angeboten, vom einzelnen Modul mit 8 GiByte Kapazität bis hin zu 256-GiByte-Kits Registered-RAM und vom braven DDR5-4800-Sticks bis zu selektierter DDR5-8400-Ware reicht die Auswahl. Für diesen Vergleich treffen wir daher eine Vorauswahl, die für viele PC-Spieler derzeit die interessantesten Optionen sein dürften, nämlich Speicher-Kits, die sich aus je 2 Modulen zusammensetzen und eine Gesamtkapazität von 32, 48 oder 64 GiByte bieten. Die einzelnen DIMMs fassen dementsprechend also 16, 24 oder 32 GiByte an Daten. Während wir beim Takt nach oben hin keine Limits setzen, ziehen wir die Grenze nach unten bei DDR5-5600 ein: Niedrigere Taktfrequenzen spielten schon in der Vergangenheit kaum eine Rolle in der PCGHX-Community. Zwei wichtige Hinweise vorab: 1. Die folgende Analyse berücksichtigt ausschließlich den Takt und den Preis; andere Kriterien wie z. B. die Timings, welche die Komplexität stark erhöhen würden, sind nicht enthalten. 2. Preise und Verfügbarkeit wurden am Abend des 24. Mai über den PCGH-Preisvergleich ermittelt und können sich seitdem geändert haben.

DDR5-Kits mit 32 GiByte: Günstig bis DDR5-7200, danach wird es teuer

Der Einstieg in die DDR5-Welt gelingt bei 2× 16 GiByte Kapazität bereits für unter 100 Euro, sofern man sich mit DDR5-5600 begnügt. Mit etwas Glück kann man für diese Summe hin und wieder auch DDR5-6xxx-Kits abstauben, wenn man die Augen offen hält. Im Zeitraum der Erfassung der folgenden Daten konnten wir allerdings kein derartiges Angebot erspähen. Wer sich nicht sklavisch an die offiziellen Takt-Limits von AMD und Intel halten möchte, bekommt zum geringen Aufpreis Kits mit einer Freigabe für DDR5-6000 und DDR5-6400.

Danach wird es etwas kurios: Es gibt kein gelistetes DDR5-6600/6800/7000-Set, welches günstiger als das günstigste DDR5-7200-Kit ist. Der Aufpreis für das Patriot-Set ist mit 24,10 Euro bemerkenswert gering, wenn man sich vor Augen hält, welche Mehrleistung man durch Nutzung von DDR5-7200 gegenüber DDR5-5600 außerhalb des GPU-Limits erhält und welchen Aufwand man für ein vergleichbares Leistungsplus etwa durch CPU-Tuning betreiben müsste. Danach steigen die Preise für die RAM-Kits aber relativ steil an, zumindest bis zur Taktstufe DDR5-7800. Ab dieser Taktfrequenz werden die Aufpreise interessanterweise wieder geringer: So trennen DDR5-7400 und DDR5-7800 exakt 50 Euro, zwischen DDR5-7800 und DDR5-8200 beträgt die Preisdifferenz hingegen lediglich 12,10 Euro.

DDR5-Kits mit 48 GiByte: Recht lineare Aufpreise, aber einige Anomalien

Wer auf den Preis pro GiByte schielt, kommt zumindest bei DDR5-5600 und DDR5-6000 ein wenig günstiger als beim Griff zu einem 32-GiByte-Kit weg, von DDR5-6400 bis DDR5-7400 sind die 32-GiByte-Sets günstiger und ab DDR5-7600 zahlt man wieder in der 48-GiByte-Klasse etwas weniger pro GiByte. Ganz für sich steht G.Skills derzeit bei DDR5-8400, Kits anderer Hersteller mit diesem Takt sind noch gar nicht gelistet - dementsprechend teuer ist der Spaß.

Abgesehen davon werden auch für hohe Taktraten keine übermäßig hohen Aufpreise fällig. Beispiel: Während das DDR5-800-Taktplus von DDR5-5600 auf DDR5-6400 das Budget um 39,53 Euro zusätzlich beansprucht, ist der Aufschlag von DDR5-6400 auf DDR5-7200 mit 51,24 Euro nicht erheblich größer. Von DDR5-7200 auf DDR5-8000 fallen wiederum 43,44 Euro extra an. Gegenüber 32 GiByte gibt es mehr "Frequenzlöcher", in denen für einen geringeren Takt mehr bezahlt werden muss.

DDR5-Kits mit 64 GiByte: Preiskurve mit klassischem Anstieg

Nein, wir haben bei dieser Kapazität nicht die Taktstufen oberhalb von DDR5-6800 ignoriert, sondern es gibt sie schlicht nicht. Ursächlich dürfte das geringere Taktpotenzial bei der Verwendung von 32-GiByte-Sticks sein, da hier im Vergleich zu Riegeln mit 16 oder 24 GiByte doppelt so viele Chips und ein Dual-Rank-Aufbau zum Einsatz kommen.

Die Preiskurve steigt in dieser Kapazitätsklasse sanft, aber doch spürbar an. Beispiel: Während das DDR5-400-Taktplus von DDR5-5600 auf DDR5-6000 mit 15,89 Euro vergütet wird, werden beim Schritt von DDR5-6000 auf DDR5-6400 nur 23,02 Euro zusätzlich fällig. Von DDR5-6400 auf DDR5-6800 muss man schon 39,10 Euro Aufpreis berappen. Das führt dazu, dass die günstigsten DDR5-5600/6000-Kits weniger Euro pro GiByte kosten als die günstigsten Gegenstücke mit 32 GiByte. Legt man Wert auf eine Freigabe für DDR5-6400/6600/6800, kommen 64-GiByte-Kits wiederum etwas teurer pro GiByte als Sets mit 32 GiByte.

Fazit

Gelegenheitsübertakter erhalten bei 32 GiByte zu einem sehr fairen Aufpreis OC-RAM bis zur Taktstufe DDR5-7200, erst danach steigen die Preise spürbar an. Das ist aus mehreren Gründen erfreulich: Einerseits ist DDR5-7200 eine Taktstufe, die sich oft auch noch mit Mittelklasse-Boards erzielen lässt, während man für DDR5-8000+ über High-End-Komponenten verfügen sollte, idealerweise 2-DIMM-Boards und akzeptieren muss, dass nicht jede CPU über einen entsprechend potenten RAM-Controller verfügt. Andererseits vergeudet man kein Geld, falls die Plattform in der Praxis dann doch nur DDR5-6xxxx (mit geschärften Timings) mitmacht. Bei 48 GiByte ist keine Taktstufe zu erkennen, ab welcher der Preis sprungshaft ansteigt, die Aufpreise für ein bestimmtes Taktplus bleiben bis in den DDR5-8xxx-Bereich konstant. Nur für DDR5-8400 wird noch einmal ein erheblicher Aufschlag gegenüber DDR5-8200 fällig. Bei 64-GiByte-Kits steigt die Preiskurve steiler an, bei höheren Taktfrequenzen erhöht sich also auch der Aufpreis gegenüber vorherigen Frequenzschritten.

Nutzen Sie noch DDR4-RAM oder sind Sie bereits auf DDR5-Arbeitsspeicher umgestiegen? Welche Kapazität und Taktrate peilen Sie beim nächsten RAM-Kauf an? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Hört hört Mädels nur noch 5200/5600 dürfter fahren alles andere ist wumpe .
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Hört hört Mädels nur noch 5200/5600 dürfter fahren alles andere ist wumpe .
      • Von pbStoRm Freizeitschrauber(in)
        Man kauft einfach das, was der Spezifikation der CPU entspricht und gut ist''s. Die Angaben auf den Boards kann man getrost ignorieren, denn die sind nicht primär für einen stabilen Betrieb relevant, sondern der Speichercontroller in der CPU. Und alles was über die Spec der CPU hinausgeht, ist nunmal OC. Da ist es auch wumpe, was in den Kompatibilitätslisten steht.
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Der beste Einkauf ist jenes Kit welches bei günstigem Basispreis noch gute Timing und Frequenz Reserven bietet.

        Was CPU und Mainboard tatsächlich gehen können ist natürlich vorher immer relativ schwer zu sagen.
      • Von TausendWatt
        Zitat von McFly_76
        5600 und DDR5-8400 ( 7,66 €/GB )
        Und die Tatsache, dass nur ne Handvoll CPUs gibt die das mitmachen. Stabil bekommt man die eher nicht zum laufen mit 8400...
      • Von Edding PC-Selbstbauer(in)
        Bei AM4 war es ja so das ab 3300Mhz der Stromverbrauch sich um etwa 10W erhöht hat wegen dem SoC.
        Ist das bei AM5 auch so und falls ja ab welcher Marke setzt der Effekt dort ein ?
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