DDR4-RAM: Samsung passt Produktion beliebter B-Dies an
Samsung passt im Laufe dieses Quartals die Produktion der sogenannten B-Dies an. Die DRAM-Chips sind vor allem unter Bastlern und Übertaktern beliebt, weil sie durchgehend hohe Taktraten und niedrige Timings erreichen. So drastisch, wie es zuletzt oft gemeldet wurde, scheint das Ganze aber nicht zu werden. Eine komplette Einstellung erscheint unwahrscheinlich.
Wer sich mit der Optimierung von Arbeitsspeicher auseinandersetzt, wird wahrscheinlich irgendwann mal auf den Begriff Samsung-B-Die gestoßen sein. Die DRAM-Chips des südkoreanischen Herstellers sind unter Übertaktern beliebt, weil sie quasi durchgehend hohe Taktraten zulassen. Außerdem sind sie dafür bekannt, niedrige Haupt- und Subtimings zu ermöglichen, wenn man sich mit deren Optimierung beschäftigt. Das RAM-OC inklusive straffer (Sub-)Timings kann in nicht GPU-limitierten Szenarien Leistungsverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich bringen, ist aufgrund der Stabilitätstests jedoch zeitintensiv. Speicherhersteller nutzen Samsungs B-Dies häufig auf ihren schnellsten DDR4-Modulen. G.Skill garantiert diese zum Beispiel bei DDR4-3200 CL14 und DDR4-3600 CL16. Bei DDR4-4000 und darüber hinaus sind sie häufig anzutreffen.
Keine Samsung-U- und SO-DIMMs mit B-Dies mehr
In den vergangenen Tagen machten Meldungen die Runde, dass Samsung die Produktion der B-Dies einstellen wolle. Als Quelle dient der offizielle Product Guide, der eine Anpassung der Fertigung tatsächlich schon seit fast einem Jahr in Aussicht stellt. Diese soll bis zum Juni abgeschlossen sein. Eine komplette Einstellung scheint jedoch nicht stattzufinden. Aus dem Dokument geht hervor, dass Samsung keine hauseigenen DDR4-UDIMMs und -SO-DIMMs mit B-Dies mehr anbieten wird. Diese gelangten selten in den Retail-Markt, sondern wurden hauptsächlich in OEM-PCs eingesetzt. Im Server-Bereich möchten die Südkoreaner weiterhin unter anderem entsprechende RDIMMs anbieten.
Daneben verkauft Samsung die meisten seiner DRAM-Chips einzeln. Corsair, G.Skill und Co. nutzen diese für die Produktion hauseigener DDR4-Riegel. Der Product Guide unterscheidet zwischen "DDR4 SDRAM Component Product Guide for PC/SVR" und "DDR4 SDRAM Component Product Guide for Consumer", nennt jedoch keine Details, wie unter den zwei Gruppen unterschieden wird. Im Bereich "PC/SVR" stellt Samsung den Verkauf von B-Dies ein. Für "Endkunden" sollen sich die Chips weiterhin in der Massenproduktion finden.
Verkauf an Dritthersteller sollte weitergehen
Auf Nachfrage erklärten Speicheranbieter, dass man von den Spekulationen rund um eine Einstellung gelesen, aber von Samsung selbst noch keinerlei entsprechende Benachrichtigung erhalten habe. Unterm Strich würde ein Produktionsstopp verwundern, da die Südkoreaner die B-Dies zu hohen Preisen an Drittanbieter verkaufen können. Das sollte die teurere Fertigung in einem gröberen Prozess der 20-nm-Klasse und eine für heutige Verhältnisse niedrige Dichte von 8 Gigabit kompensieren. Die Einstellung hauseigener U- und SO-DIMMs mit den B-Dies ergibt in diesem Zusammenhang Sinn, weil Samsung den Takt und die Timings bei der OEM-Ware nicht ausreizt, davon also nicht profitiert. Die Preise für DDR4-Kits mit dem beliebten Speicher sind in den vergangenen Wochen und Monaten gesunken, was untypisch für eine Einstellung wäre.
Im Product Guide nennt Samsung derweil die Massenproduktion von 16 Gbit großen B-Dies, deren Taktgüte sich aber erst einmal unter Beweis stellen muss. Außerdem schwenkt der Hersteller auf 16 und 32 Gbit große A-Dies in einem Prozess der 10-nm-Klasse um. 16 Gbit große M-Dies setzt Samsung bisher ausschließlich auf hauseigenen DDR4-Riegeln ein. Einzeln verkauft werden sie nicht.

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CB hatte vor ein paar Woche mal ne Testübersicht mit schnellen RAM und dann nochmal so Nachträge aus der Community (Ryzen-B-Die OC Gruppe oder so). Der Unterschied ist so im wesentlichen: Hynix/Micron/sonstige Samsung bei z.B. 3000/3200 CL16er Latenzen --> teuren B-dies mit CL14er Latenzen. Das ist aber nur der erste Einstieg, und auf Ryzen geht das generell nicht wirklich 24/7 tauglich über 3600 Mhz oder so (und auch nur 400er Boards, 2000er Ryzens). Jedenfalls hat man dann Leistungsunterschiede in Games von 1 - 3%, auf den fetten x470-Boards. Das ist so im Verhältnis vom Preis und Aufwand halt jetzt nicht der Killer wenn man sonst generell mit CPU/GPU im Preis/Leistungsbereich baut. Da reicht ehrlich gesagt auch der günstige Hynix M-Die mit 3200 Mhz und CL16, der mittlerweile 85€ kostet bei 16GB.
War aber bestimmt am Anfang geil als DDR4 raus kam, jemand sich 2x8GB 2133er RAM gekauf hat und durch rumprobieren plötzlich das doppelte an Mhz raus holen konnte
Ich kaufe RAM nach Bedarf, nach Anforderung, nach Bruch durch die Lebesdauer (Cent-Bereich!).
Die paar dutzend/hundert Nepsch für klassifizierten High-End-Ram sind mir ehrlich gesagt benutzes Klopapier.
Danke für den Link.