Praetorians HD Remastered: Ein erstaunliches tiefgehendes Echtzeit-Strategiespiel

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Quelle: Kalypso

Echtzeitstrategie ohne Ressourcensammelei: In Praetorians HD Remastered übernehmen wir die Rollen von Cäsar und Crassus, die gegen allerlei Barbaren in Gallien, Britannien und Parthien antreten.

Neben Commandos 2 ist Praetorians der zweite Titel der Pyro Studios, dem Publisher Kalypso Media derzeit eine Generalüberholung verpasst. Die HD-Fassung des 2003 veröffentlichten Echtzeitstrategiespiels wird von Torus Games in Australien entwickelt. Auf der E3 2019 in Los Angeles konnten wir einen Kampf der Römer gegen einen Barbarenstamm miterleben.

Angriff der Barbaren

Okay, so ganz ohne Ressourcen kommt selbst Praetorians HD Remastered nicht aus. Allerdings sind das weder Holz noch Steine noch Gold - nur Einwohner zählen für die Römer in der Kampagne beziehungsweise die drei Fraktionen Römer, Gallier und Ptolemäer im Mehrspielermodus. In der Kampagne geht es in 24 Missionen in Gallien, Ägypten und dem römischen Reich gegen Barbaren, Ptolemäer und sogar italienische Widersacher.

Je mehr Dörfer und Städte wir erobern, umso mehr Einheiten befehligen wir. Deshalb müssen wir in der E3-Demo nicht nur eine Brücke bauen, um den geschichtlich belegten Druiden Diviciacus in unsere Reihen aufnehmen, sondern auch die Dörfer Dubis und Pons einnehmen. Die erste Siedlung der Helvetier bietet unseren Soldaten allerdings keinen großen Widerstand - insbesondere, da wir zuvor berittene Truppen rekrutiert haben.

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Getrennt kämpfen, vereint siegen

Wichtig: Unser General Caius Titus muss überleben, sonst ist das Spiel schneller vorbei, als Sie "Die G-G-G-Gallier" rufen können. Auf dem Weg zum Druiden im Südwesten der Karte - deren Schlachtennebel können wir zeitweilig mit dem Falken eines Spähers auflösen - treten uns ein paar Bogenschützen aus dem Wald entgegen. Doch da ihnen der Zaubertrank abhandengekommen ist, machen wir fix Kleinholz aus den Barbaren.

Während die Hälfte unserer Truppe nun bei Diviciacus angekommen ist und sich über den Buff freut, den er ihnen durch seine Anwesenheit verleiht, bekommen die Jungs, die wir im eroberten Dorf zurückgelassen haben, leichte Probleme: Denn die Gallier können es nicht verknusen, so den Römern so einfach ihr Dorf zu überlassen. Wir eilen zurück, um ihnen zu helfen, werden aber unterwegs unsererseits angegriffen. Mit der Schildkrötenformation nehmen wir zwar weniger Schaden, sind aber deutlich langsamer unterwegs.

Über diese Brücke müsst ihr gehen

Irgendwie haben wir es geschafft, beide Truppenteile zu vereinen und die Gallier zurückzuschlagen - nun geht es an den Brückenbau, denn das zweite einzunehmende Dorf liegt auf der anderen Seite des Flusses, der die Karte durchzieht. Dazu setzen wir die Infanterie ein. Hätten nicht genug Soldaten überlebt, um den Hammer zu schwingen, hätten wir auch ein paar Legionäre degradieren können.

Schließlich ist die Brücke fertig und wir sind auf dem Weg zum zweiten Dorf, doch immer wieder greifen uns Barbaren aus den Wäldern an. Wir können sie leider nicht vorbeugend ausmerzen, sondern müssen auf der Straße bleiben - und noch dazu wollen unsere Legionäre nicht einen winzigen Wasserlauf hinter der Brücke überqueren, um unserem Anführer zu Hilfe zu kommen. So nehmen unsere Abenteuer in Gallien ein vorzeitiges Ende - und einen Spielstand laden, das macht man in diesen Echtzeitstrategiespielen nun mal nicht.

Dreiparteiensystem

Den Mehrspielermodus konnten wir auf der E3 nicht ausprobieren, sondern müssen uns auf die Auskünfte von Kalypso Media verlassen, was die Fraktionen angeht. Die Römer sind prächtige Defensivkämpfer und haben mit den Legionären die besten Standardkämpfer am Start. Die Gallier sind deutlich offensiver, wie wir in der Kampagne erleben konnten. Berserker und Krieger sowie Kavallerie machen ihren Gegnern das Leben schwer.

Bleiben die Ptolemäer, seit 2003 etwas unscharf Ägypter genannt: Sie überrennen ihre Gegner mit hurtig rekrutierten Einheiten, die dafür weniger viel aushalten. Immerhin bieten ihre berittenen Truppen den Kontrahenten etwas mehr Kopfzerbrechen - so diese sich den Zerg-artigen Angriffen der Standardeinheiten erwehren können.

Vergleich: Alt gegen neu

Original Remaster

Fazit: Praetorians HD Remaster

Sicher, Praetorians HD Remaster mag nicht so sexy wie StarCraft 2, DOTA und League of Legends aussehen. Doch wer es deswegen links liegen lässt, begeht einen großen Fehler. Denn hinter der etwas spröden Optik verbirgt sich ein erstaunlich tiefgehendes und knackiges Echtzeit-Strategiespiel, das sich explizit an Genre-Experten richtet.

Spektakuläre Zwischensequenzen Marke Blizzard dürfen wir nicht erwarten, doch dafür ist der Verzicht auf Ressourcenmanagement ein großer Pluspunkt. Das hält uns in der Kampagne und im Mehrspielermodus den Rücken frei, damit wir uns voll und ganz auf das Überleben unserer Einheiten konzentrieren können. Wer der historischen Herausforderung mutig ins Auge sehen will, hat dazu ab November dieses Jahres die Gelegenheit.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        Klingt ganz spaßig, aber ich hätte noch lieber ein Remake von Centurion - Defender of Rome (1990), da ist Rundenstrategie plus Pausierbare Echtzeit in den Kämpfen.

        Wer will kann ja da mal rein gucken: Download Centurion - Defender of Rome | Abandonia
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        Klingt ganz spaßig, aber ich hätte noch lieber ein Remake von Centurion - Defender of Rome (1990), da ist Rundenstrategie plus Pausierbare Echtzeit in den Kämpfen.

        Wer will kann ja da mal rein gucken: Download Centurion - Defender of Rome | Abandonia
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