Port Royale 3: Screenshots, Grafikvergleiche, Tutorial-Video und mehr aus der Wirtschaftssimulation

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Obwohl Port Royale 3 grafisch mit Genre-Vertretern wie Siedler 7 oder Anno 2070 nicht mithalten, geht die Optik für eine Wirtschaftssimulation völlig in Ordnung. Dafür ist der Titel auch schon mit weniger potenter Hardware mit allen Details spielbar. PC Games Hardware macht den Praxis-Test, zeigt Screenshots, Grafikvergleiche, ein Tutorial und mehr.

Port Royale bietet eine frei dreh- und zoombare Kamera, ein Wettersystem und einen Tag-/Nachtwechsel sowie ein Beleuchtungssystem, das sich an den Stand der Sonne als Lichtspender anpasst. Dazu kommt eine hübsche Rauch- und teils detaillierte Vegetationsdarstellung sowie schön gerenderte Gebäude mit plastisch wirkendem Mauerwerk. Das Grafik-Highlight von Port Royale 3 aber sind die sehr realistisch in Szene gesetzten und mit vielen Details ausstaffierten Schiffe sowie die hochwertige Wasserdarstellung mit Spiegelungen, Objektschatten, Wellenbewegungen, Gischt und Lichtbrechungen. Dem gegenüber stehen stellenweise grob-pixelige Schatten, nur mäßig aufgelöste und detailarme Bodentexturen sowie Äste und Blätter, die ohne das Zuschalten von MSAA respektive SSAA/Transparenz-AA stark flimmern.

Port Royale 3: Ein Mittelklasse-System reicht
Ein Wunderwerk ist die Grafik von Port Royale 3 sicher nicht, dafür lässt sich die Wirtschaftssimulation schon mit einem PC der unteren Mittelklasse passabel und vor allem mit allen Details in einer Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) spielen. Mit unserem Test PC (Phenom II X6 1100T [zwei Kerne! @ 3,3 GHz], GTX 460, und 4 Gigabyte RAM) lief Port Royale 3 in der höchsten Zoomstufe in einer Szene mit viel Vegetation, Gebäuden, umherwuselnden Pixelpersonal sowie ein paar Schiffen im Hafen mit rund 40 Bilder pro Sekunde. Das Zuschalten einer zweifachen Supersampling-Kantenglättung reduzierte die Bildrate auf 34 Fps, selbst mit dieser Framerate ist noch ein flüssiges Wirtschaften möglich. Die GTX 460 war erst mit den Einstellungen 4x und 8x im Grafik-Optionsmenü überfordert. Hier reicht dann eine GTX 560/560 Ti oder HD 6870/7850.

Port Royale 3: Wenig Tuning möglich
Abgesehen von den vier Kantenglättungsmodi und dem Schalter für den anisotropen Texturfilter - wir empfehlen immer die Einstellung "x16" - hat das Grafik-Optionsmenü von Port Royale 3 wenig Tuning-Möglichkeiten auf Lager. Lediglich ein Schalter steht zur Festlegung der grafischen Güte bereit, der Spieler hat nur die Wahl zwischen "Sehr hoch", "Mittel" und "Sehr niedrig". Wie bei unseren Vergleichsbildern zu sehen ist, kommt es vor allem beim Wechsel von "Mittel" nach "Sehr niedrig" zu massiven Detailschwund: alle Schatten verschwinden, die Beleuchtung ist schlicht, die Qualität der Texturen nimmt ab und bei der Wasserdarstellung fehlen viele Details. Zu dieser drastischen Tuning-Maßnahme brauchen aber nur Spieler mit einer sehr schwachen Grafikkarte zu greifen. Eine achtfache Kantenglättung inklusive Transparenz-AA ist im Gegenzug die einzige Möglichkeit für Besitzer eines 3D-Beschleunigers der Oberklasse die Optik aufzuhübschen, denn Downsampling ist bei Port Royale 3 leider nicht möglich.

Port Royale 3: Tutorial-Trailer
Außerdem hat Publisher Kalypso ein erstes Video-Tutorial zu Port Royale 3 veröffentlicht. Im Video werden die Grundlagen des Strategiespiels genau erklärt, damit aus jedem Handelsgehilfen ein Händler der Karibik werden kann. Unter anderem wird die Steuerung erklärt, welche Gebäude zentral für den Spielablauf sind und wie Spieler das komplex simulierte System von Angebot und Nachfrage für größtmöglichen Profit für sich ausnutzen können. Das Video finden Sie am Ende des Artikels.

Port Royale 3: Hintergrund
Die Karibik im turbulenten 17. Jahrhundert. Die Seemächte Spanien, England, Frankreich und die Niederlande kämpfen um die Vorherrschaft in den Kolonien. Der Spieler übernimmt die Rolle eines jungen Kapitäns, dessen einziges Ziel darin besteht der mächtigste Mann der Neuen Welt zu werden. Dabei stehen zwei Kampagnen zur Wahl: die des Abenteurers und die des Händlers. Entscheiden man sich für den Pfad des Abenteurers, führt man Eroberungsfeldzüge auf See, in denen man zu Mitteln wie Überfällen, Piraterie, Kopfgeldjagd, Plünderung und Eroberung von Städten greifen muss, um das karibische Imperium aufzubauen. Aber auch den normalen Handel dürfen Sie dabei nicht vernachlässigen. Die Route des Händlers hingegen verlangt wirtschaftliches Können ab. Um zum mächtigsten Händler in der Neuen Welt zu werden, müssen der Spieler Handelsrouten errichten, Produktionsanlagen bauen und die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonien vorantreiben. Im Endlosspiel darf eine Kombination beider Wege einschlagen werden. Erstmals geht das auch im LAN oder Internet mit vier Mit-/Gegenspielern.

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