AMD Radeon: Polaris 12 könnte Oland-Nachfolger werden
In AMDs Linux-Treibern sind neue Hinweise auf einen Polaris-12-Grafikchip aufgetaucht. Insgesamt sechs PCI-IDs werden im Zusammenhang mit der GPU genannt. Mit den Angaben lassen sich in den Weiten des Word Wide Webs bereits erste Benchmarks finden, die nahelegen, dass es sich bei Polaris 12 um eine Low-End-GPU handelt. AMD könnte damit Oland ablösen - hauptsächlich für OEMs.
Anfang des Monats war Polaris 12 bereits in einem Mac-OS-Treiber aufgetaucht. Inzwischen lässt sich die GPU auch in den Linux-Treibern AMDGPU und Radeon SI Gallium 3D finden, die sechs PCI-IDs in Zusammenhang mit Polaris 12 nennen: 0x6980, 0x6981, 0x6985, 0x6986, 0x6987 und 0x699F. In den Datenbanken von GFX Bench (Benchmark, der hauptsächlich im Mobile-Segment herangezogen wird) und Ashes of the Singularity sind bereits entsprechende Einträge hinterlegt.
Diese legen nahe, dass es sich bei Polaris 12 um eine Low-End-GPU handeln könnte. Wir erinnern uns: Die Bezifferung gibt keinen Ausschluss über die relative Größe, da die Zahlen schlichtweg chronologisch anhand des Entwicklungsbeginns gewählt werden. Die Ergebnisse liegen derweil auf einem Niveau unterhalb der Radeon RX 460 beziehungsweise können diese knapp erreichen. Die Vermutung liegt daher nahe, dass sich Polaris 12 leistungstechnisch unter Polaris 11 und 10 einordnen wird.
Das ergibt durchaus Sinn, da Polaris 12 damit Oland beerben könnte. Oland stammt noch aus der GCN-1.0-Ära und debütierte innerhalb der OEM-Serie 8000 als Radeon HD 8670 und HD 8570. Acht Compute Units (384 Shader) und ein 128 Bit breites Speicher-Interface wurden auf einer Chipfläche von 90 mm² untergebracht. Die GPU wird drei Jahre später immer noch für die OEM-Grafikkarte Radeon R5 430 eingesetzt. Polaris 12 könnte genau hier ansetzen und hauptsächlich für den OEM-Markt gedacht sein. In vielen PCs wird keine Grafikleistung benötigt, dafür gäbe es aktuelle HDMI-2.0- und Displayport-1.3/1.4-Anschlüsse. Je nachdem, wie viele Compute Units in Polaris 12 unterbringen möchte (wir halten 384 bis 640 für realistisch), könnte AMD Polaris 12 weit unter 100 mm² drücken und damit günstig herstellen. Für Einsteiger-Notebooks, in denen GPUs vom Schlage Geforce 920M stecken, und -Desktop-Rechner könnte das eine interessante Option sein - wie gesagt, wenn keine Grafikleistung benötigt wird.

Spontan würden mir Workstations als Einsatzgebiet einfallen. Wenn man nur CPU Leistung ( bei >=8 Kernen bekommt man nunmal keine IGP mehr) und eine Bildausgabe möchte sind solche low end GPUs durchaus interessant.
Die Onboardgrafik eines i5-2500 reicht schon für vieles aus; neuere CPUs dürften auch stärkte Onboardgrafik haben....
Aber bis Raven Ridge dauert es auch noch eine Weile, wenn die ersten 4 Kerner von AMD schon vorher herauskommen, ist das zumindest im OEM-Bereich relativ interessant. Letztlich könnte ein günstiger Ryzen 4Kerner mit einer solchen dGPU weniger kosten, als ein vergleichbarer Intel mit eher mieser(er) iGPU.
Vielleicht verkaufen sie da einfach den GPU-Part der kommenden APUs noch mal auf ner Platine, so teuer sollte es nicht sein.
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Die Onboardgrafik eines i5-2500 reicht schon für vieles aus; neuere CPUs dürften auch stärkte Onboardgrafik haben....
Mein Problem ist, dass ich mit schwachen GPUs nur alte Spiele spielen kann. Soweit so gut, ich spiele oft alte Spiele. Da reicht auch eine Geforce 920M für 4K Auflösung. Nun ist aber das Problem, dass viele alte Spiele nicht korrekt erkennen, dass Notebooks zwei GPUs haben und nur die iGPU nutzen. Die ist aber besonders schwach ausgelegt, weil ja eine dedizierte dabei ist. Ich entscheide mich also entweder für die stärkste iGPU in einem Notebook oder kaufe doch einen PC mit Grafikkarte, wo ich die iGPU deaktivieren kann. Also bitte lieber sehr gute APUs, das kaufe ich eher