AMD: Intels Nehalem bringt keine Innovationen mit sich
Nachdem Intel am Montag in einer Telefonkonferenz (Nehalem: Acht MiByte L3-Cache und drei Speicher-Controller - neue Infos von Intel) weitere Details über die nächste Prozessorgeneration Nehalem enthüllte, gibt nun auch AMD ein Statement ab.
So hat Randy Allen, Vizepräsident des Server- und Workstationsegments bei AMD, in einem Interview mit The Inquirer verlauten lassen, dass Intel nur nachhole, was AMD bereits eingeführt hat, aber nichts wirklich Innovatives zu bieten habe. Ganz unrecht scheint er mit dieser Behauptung nicht zu haben. Beispielsweise wird Nehalem Intels erste Prozessorgeneration mit integriertem Speicher-Controller sein, jedoch kann AMD diese Technik bereits seit rund 5 Jahren sein Eigen nennen.
Auch der kommende 6-Kerner Dunnigton (Die-Shot von Intels 6-Kern-Prozessor Dunnington) blieb nicht verschont und wurde von Allen ins Visier genommen. AMD komme mit der Entwicklung sehr gut voran und sei bereits im Jahr 2009 in der Lage Prozessoren mit "acht oder mehr" Kernen zu fertigen, welche auf DDR3 und Hypertransport 3.0 fußen werden. Die Grundlage für all diese Aussagen soll AMDs 45-Nanometer-Prozessor Shanghai sein, welcher erstmals auf der Cebit präsentiert wurde (Cebit 2008: AMD zeigt System mit 16 Kernen in 45 Nanometer).
Zu guter Letzt bekam auch Intels Grafikprojekt Larrabee (Intel über Larrabee: Wir haben eine konkurrenzfähige Grafik-Hardware) sein Fett weg. So sei dieses lange nicht soweit entwickelt wie man bei AMD zunächst annahm. Probleme sieht Randy Allen schon in dem Konzept von Intel aufziehen. So basiere dieses nicht auf der x86-Architektur, wodurch Programmierer es schwierig haben dürften passende Software zu entwickeln. AMD selbst kämpft zwar mit ähnlichen Problemen, sieht sich aber in einer wesentlich besseren Lage.
Intel Nehalem: Alles nur geklaut?