Pentium 4 im Galopp

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Im Gegensatz zum verfügbaren Canterwood kommen die Springdale-Platinen wahrscheinlich erst Mitte Mai in den Handel. Wer sich für einen Canterwood entscheidet und PAT nutzen will, muss einige Regeln beachten: Die schärferen Latenzen bei PAT werden nämlich nur beim Betrieb mit 800 MHz FSB und PC400 DDR-SDRAM im Dual-Channel-Betrieb aktiv. Verändern Sie nur eine der Variablen, indem Sie zum Beispiel den Speicher auf PC333 takten, wird PAT automatisch ausgeschaltet. PAT lässt sich auch nicht von Hand aktivieren oder deaktivieren, da es fest an diese spezifischen Settings gebunden ist.

SATA im i875P integriert
Alle Canterwood-Mainboards sind serienmäßig mit Serial ATA ausgestattet, da Intel SATA in der neuen Southbridge ICH5 integriert hat. Die Southbridge wird sogar als RAID-Variante unter dem Namen ICH5/R angeboten. Hier können Sie zwei SATA-Laufwerke zu einem bootfähigen RAID-System verbinden. Vorteil der SATA-Implementierung ist, dass die Laufwerke nicht wie bislang über den PCI-Bus angeschlossen sind, sondern direkt mit der Hub-Architektur des Chipsatzes. Auf diese Weise liegt der PCI-Bus nicht mehr als Flaschenhals (maximaler Datendurchsatz 133 MByte/s) dazwischen, so dass hohe Burst-Raten von bis zu 250 MByte/s erreicht werden können.

Gigabit-LAN und CSA
Die Communication Streaming Architechture (CSA) ist die letzte große Neuerung des i875P. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein Gigabit-Onboard-LAN-Adapter. Allerdings ist der LAN-Adapter nicht wie bis- lang über die Southbridge angeschlossen, sondern wie die AGP-Schnittstelle direkt mit der Northbridge verbunden. CSA entlastet den PCI-Bus damit merklich.

Fazit: Lohnt der Canterwood?
Die Testergebnisse des neuen Intel-Chipsatzes sind eindeutig: Der i875P stellt derzeit das Beste dar, was man für einen Intel-Desktop-PC bekommen kann. Er ist stabil, reich an technischen Neuerungen und schnell - allerdings sind entsprechende Mainboards teuer. Der kleine Bruder Springdale wird das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wie schlägt sich das Duo Canterwood-P4/3,0 GHz im Vergleich zur Konkurrenz? AMDs Athlon XP 3000+ auf Nforce2-Basis ist zwar leistungsschwächer, aber wegen des Preises ein ernst zu nehmender Gegner. Schließlich kostet das High-End-AMD-Gesamtpaket (CPU plus Mainboard) derzeit rund 300 Euro weniger als ein P4 mit 3,0 GHz und i875P-Mainboard. Spannend wird es, wenn AMD den Athlon XP Barton 3200+ mit 200 MHz FSB veröffentlicht - wir rechnen für das nächste Heft mit einem ausführlichen Test.

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