[19/09/2014] "Mein Mobilfunkvertrag vs. mobiles Surfen ..." ich hab gar keinen Mobilfunkvertrag. Und ich surfe eigentlich auch nicht mobil. Das hat einerseits damit zu tun, dass ich kein Smartphone besitze, andererseits damit, dass meine Wohnung so klein ist, dass ich mich kaum mehr als 5 Meter von meinem PC entfernen kann. Ich habe zwar ein Tablet, doch das wird über meine reguläre Internet-Leitung und WLAN mit Daten versorgt. Außerdem verstaubt es momentan ein wenig, weil es mir auf dem Balkon zu kalt geworden ist und ich drinnen lieber am großen 27-Zoll-Display surfe. Momentan brauche ich so etwas wie ein Smartphone einfach nicht zwingend und somit auch keinen Vertrag. Aber natürlich habe ich eine gewisse Meinung zum Thema: Ich finde es zum Beispiel schwer nachvollziehbar, weshalb in Deutschland die Verträge im Vergleich zum Europäischen Umland um so viel teurer, langsamer, beschränkter und ganz einfach deutlich schlechter sind. Das ganze Drama kann ich jeden Monat beim hochgradig unzufriedenen Kollegen Stöwer erleben: Ab spätestens dem 15. jedes Monats ist das Volumen verbraucht und das Internet langsamer als anno 1995 in der tiefsten Sackeifel. Dazu kostet die "Flatrate" das doppelte, was meine 100.000er-Leitung plus Telefon (das ich nicht nutze) und TV (das ich ebenfalls nicht nutze) mich monatlich kostet. Einmal völlig davon abgesehen, dass des Herrn Stöwers Datenvolumen von 15 GiByte bei meinem Internetverhalten innerhalb eines Tages verbraucht wäre - selbst wenn mal kein 60-GiByte-Spiele-Download oder 15-GiByte-Update ansteht. Die extremen Kosten und die wirklich miesen Verträge (wobei es da sicherlich etwas günstigere als das genannte Beispiel gibt) wären für mich nicht tragbar - ein weiterer Grund, weshalb ich kein Smartphone besitze. Das Ganze stinkt meiner Auffassung nach gewaltig nach erfolgreicher Lobby-Arbeit der Konzerne, statt (europäische) Konkurrenz zuzulassen und die Konsumenten zu stärken, war es wohl lukrativer nach der Pfeife einer kleinen Handvoll deutscher Firmen zu tanzen - oder auch einfach politisch angenehmer; ich würde die Positionierung der Politik gegenüber den Konzernen wohl auch ohne schlechtes Gewissen als "duckmäuserisch" bezeichnen können. Solche Art Lobbyarbeit wiederum ist eine Sache, die mir generell sehr, sehr unangenehm aufstößt und die ich keinstenfalls unterstützen will, solange es keine Not gibt. Mit solch einem Vertrag braucht mir niemand versuchen, ein Smartphone zu verkaufen. So verdient aber auch kein Mobilfunk- oder Handy-Anbieter auch nur einen einzigen Cent bei mir (abgesehen von den ca. 15 Euro alle drei, vier Monate für eine Prepaid-Karte).