[26/11/2021] Gaming-Headsets für 450 Euro, Konsolen für 800 Euro, Tastaturen für 600 Euro und Co. ... sollten den Herstellern so viel Budget für zielgruppenspezifische Print- und dezente Online-Werbung in die Kassen spülen, dass ich nächstes Jahr eine richtig dicke Gehaltserhöhung erwarte! Dann kann ich mir auch mal wieder etwas davon leisten; vielleicht ist sogar eine aktuelle GPU drin?
Im Ernst: Gerade bei Peripherie gebe ich gerne etwas mehr für Qualität aus. Anforderungen an zum Beispiel Eingabegeräte (aber auch an Audio-Ausgabe) verändern sich schließlich kaum und ein Produkt, dass die eigenen Ansprüche perfekt erfüllt, kann einem lange Freude bereiten. Meine Tastatur feiert bald 20. Geburtstag und dass ich im gleichen Zeitraum ein zweites Mal die Maus gewechselt habe, lag auch nur an der mangelnden Haltbarkeit des 2006 erworbenen Exemplars. Allerdings finde ich schon die aktuellen 200-Euro-Tastaturen gnadenlos überteuert; sehe gegenüber früher teils für 50 Euro angebotenen Mechas ohne „Gaming“-Brand nicht selten mehr Nach- denn Vorteile und statt Qualität jede Menge Bling-Bling. Was ich bislang aus der nicht-für-Redakteure-Preisklasse Probetippen konnte, besinnt sich zwar wieder stärker auf physische Verbesserungen (mehr Bling-Bling ging vermutlich nicht mehr), aber über 200 Euro Aufpreis für ein solides Chassis unter halb so viel Tastatur? Lägen die bisherigen Preise bei inflationsgemäßen 70-75 Euro für ein solides 100-Prozent-Keyboard, würde ich eine Verdoppelung für ein extra leises (und bitte kabelloses) Exemplar bereitwillig akzeptieren. Ausgehend von >200 Euro können sich die Hersteller ihre Wahre genau dahin schieben lassen, wo Headsets und Konsolen meiner privaten Meinung nach allgemein hingehören. (Torsten Vogel)