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Endlich ist es so weit: Einige Mainboard-Hersteller wollen noch im Oktober erste Hauptplatinen mit Nvidias nForce-Chipsatz präsentieren. Endlich ist es so weit: Einige Mainboard-Hersteller wollen noch im Oktober erste Hauptplatinen mit Nvidias nForce-Chipsatz präsentieren. Noch in diesem Monat sollen die ersten Mainboards mit Nvidias nForce auf den Markt kommen. Wir klären, was der Chipsatz für Spieler bringt.
Vier Monate ist es mittlerweile her, dass Nvidia den "Wunder"-Chipsatz nForce auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat (PC Games Hardware berichtete). Doch erst jetzt scheinen Platinen mit diesem Chipsatz serienreif zu sein. MSI kündigte vor kurzem das K7C12 an, vermutlich das erste Mainboard mit den Nvidia-Chips. Die Platine soll noch im Oktober ausgeliefert werden.
Der Chipsatz besitzt eine ganze Reihe neuer Features. Zur Erinnerung: Nvidia spendiert dem nForce ein neuartiges Speicher-Interface, das mit der so genannten "TwinBank"-Technik arbeitet. Zwei Memory-Controller in der Northbridge können bis zu 4,2 Gigabyte Daten über die Leiterbahnen pumpen. Das sind deutlich mehr als die zwei Rambus-Kanäle des 850-Chipsatzes von Intel (3,2 GB/s). Allerdings müssen sich Onboard-Grafik und Prozessor den Speicher teilen. Nach Angaben von Nvidia soll der integrierte Grafikchip mit dieser Speicherbandbreite die Leistung einer GeForce2 MX-400 erreichen. Diese Geschwindigkeit dürfte jedoch etwas zu optimistisch sein. Ein weiteres Feature wird bei den meisten Boards verwendet: Wenn eine AGP-Grafikkarte eingesteckt wird, schaltet sich die Onboard-Grafik automatisch ab. Das ist zum einen gut, denn dadurch fallen lästige Jumper weg. Zum anderen ist aber an einen "integrierten" Dual-Bildschirm-Betrieb leider nicht zu denken. Wer auf die Onboard-Grafik verzichtet, dürfte trotzdem noch einen Leistungsgewinn spüren. Die IGP-Northbridge (Integrated Graphic Processor) beherrscht einen Speicher-Prefetch; damit kann der Chipsatz Daten spekulativ in einen separaten Cache laden, wo sie dem Prozessor im Erfolgsfall schneller zur Verfügung stehen. Nvidia nennt diese Einheit "DASP" (Dynamic Adaptive Speculative Pre-Processor).
Ähnlich gut lesen sich die Southbridge-Eigenschaften: Der MCP-Baustein (Media and Communications Processor) enthält einen Dolby-Digital-Dekoder. Damit ist es erstmals möglich, Kino-Sound ohne zusätzliche Soundkarte zu genießen. Außerdem an Bord: ein integrierter Netzwerk-Baustein, sechs USB-Ports und DMA/100. North- und Southbridge sind über AMDs Hyper-Transport mit einer Bandbreite von 800 MB/s verbunden.
Der nForce-Chipsatz wird nur mit AMD-Prozessoren arbeiten und in vier Varianten erhältlich sein: einmal mit/ohne TwinBank und einmal mit/ohne Dolby-Digital-Unterstützung. Nach unseren Informationen werden die ersten nForce-Boards voll ausgestattet sein, also alle Features beherrschen. Neben MSI wird Asus eine nForce-Platine auf den Markt bringen. Das A7N266 soll ebenfalls im Oktober erhältlich sein. Über die Preise ist noch nichts bekannt. Mit dem nForce wagt Nvidia den Sprung ins kalte Chipsatz-Wasser, wo VIA, AMD und Sis um die ohnehin schon knappen Marktanteile kämpfen. Bleibt zu hoffen, dass sich der neue Mitstreiter schnell freischwimmen kann - ein zusätzlicher Konkurrent kann den Verbrauchern nur recht sein. Im nächsten Heft werden wir den Chipsatz genau unter die Lupe nehmen und durch unseren Benchmark-Parcours treiben.

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