Intels Mainstram-Chip

0
News Oliver Haake Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Intels Mainstram-Chip Nachdem letzten Monat Intels neuer Mainboard-Chipsatz i875P "Canterwood" erschienen ist, kommt nun dessen Budget-Variante i865 "Springdale" auf den Markt.

Intel bietet den Springdale-Chipsatz in mehreren Varianten an. Für Spieler ist der i865PE am interessantesten, da er nur geringfügig leistungsschwächer als sein großer Bruder Canterwood ist. Der 865PE unterstützt einen Frontside-Bus von 100, 133 und sogar 200 MHz bei vierfacher Datenrate, DDR200/266/333/ 400-Speicher im Dual-Channel-Modus und durch die neue Southbridge ICH5/R sogar Serial ATA. Das Kürzel "R" bedeutet, dass die SATA-Laufwerke auch im RAID-Verbund arbeiten können. Einzig die Performance Acceleration Technology (PAT) bleibt dem Canterwood vorbehalten. PAT steht für eine Optimierung im Speicherinterface des Chipsatzes. Hier hat Intel einige Latenzen verkürzt, wodurch der i875P gegenüber dem i865PE Springdale einen Leistungsvorsprung von knapp fünf Prozent erreicht. PAT ist allerdings nur dann aktiv, wenn Sie eine CPU mit 200 MHz FSB (800 MHz effektiv durch Quad Pumped) und DDR400-Speicher einsetzen.

Darüber hinaus sind Canterwood-Platinen deutlich teurer als vergleichbar ausgestattete Springdale-Mainboards. Die anderen Springdale-Varianten im Überblick: Der i865P ist für den Einsteigermarkt gedacht und unterstützt nur 100 und 133 MHz FSB - die restliche Ausstattung entspricht dem i865PE. Der i865G unterstützt zwar 200 MHz FSB, ist jedoch zusätzlich mit Intels Onboard-Grafik "Extreme Graphics 2" ausgestattet, die zwar fast kostenlos, aber für anspruchsvolle Spieler nicht geeignet ist.

Springdale im Benchmark-Test
Intels Mainstram-Chip Für den Leistungsvergleich zwischen Springdale und Canterwood haben wir das i865PE-Mainboard P4P800 von Asus durch den Testparcours geschickt. Dabei stellte sich heraus, dass der i865PE beim Einsatz des neuen Pentium 4 mit 3,0 GHz und 200 MHz FSB (800 MHz effektiv) rund 10 Prozent schneller ist als eine i845PE-Platine mit P4 3,06 GHz und 133 MHz FSB (533 MHz effektiv). Der P4 mit 200 MHz FSB braucht allerdings DDR400-RAM im Dual-Channel-Modus, nur so wird ein ausgewogener Frontside- und Speicherbus von je 6,4 GByte/s erreicht. Die Systeme mit Sis-655- und E7205-Chipsatz (Granite Bay) rangieren etwa vier Prozent hinter dem Springdale, gleichauf mit Intels Neuem liegt der ältere i850E (RDRAM-Plattform).

i865PE mit 133 MHz FSB
Intels Mainstram-Chip Etwas anders ist die Lage, wenn Sie einen der kleineren Pentium-4-Prozessoren mit 133 MHz FSB-Takt auf dem Springdale-PE einsetzen. Mit einem P4 3,06 GHz erreichte das i865PE-System beispielsweise nur noch 6 Prozent bessere Werte als der i845PE-Vergleichsrechner. Die PE-Platine war gleich schnell wie ein E7205-Granite-Bay- und ein Sis-655-Board, aber langsamer als das i850E-System.

Fazit: Springdale
Der Mainstream-Chipsatz? Der Springdale-PE mag zwar leistungsmäßig nicht ganz an den Canterwood heranreichen und mit 133 MHz nicht seine volle Leistung entfalten, trotzdem ist er erste Wahl, wenn Sie derzeit eine günstige und leistungsstarke Intel-Plattform suchen. Vom Preis-Leistungs-Aspekt betrachtet, ist der P4 mit 2,4 GHz (200 MHz FSB, "C"-Modell) für rund 200 Euro der perfekte Partner für den Springdale-PE. Übrigens: Der Springdale-Chipsatz unterstützt auch die kommenden Prescott-Prozessoren. Wer es noch günstiger möchte, greift zum i865P (maximal 133 MHz FSB), der noch ein paar Euro billiger, aber entsprechend langsamer sein wird als der i865PE.

Bildergalerie: PC Games Hardware
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (3 Bilder)

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk