Festplatten-Freiheit

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Controller: Zurzeit ist für Serial ATA noch ein separater Controller auf dem Mainboard erforderlich. Zwei SATA-Anschlüsse sind damit realisierbar. Controller: Zurzeit ist für Serial ATA noch ein separater Controller auf dem Mainboard erforderlich. Zwei SATA-Anschlüsse sind damit realisierbar. Für unseren Testrechner haben wir das neue Asus P4S8X mit Sis-648-Chipsatz verwendet. Auf dem Mainboard arbeitet ein Promise-Controller (PDC20376), der zwei Serial-ATA-Anschlüsse zur Verfügung stellt. Die Installation der Festplatte war sehr einfach: Das Datenkabel wird wie gewohnt mit dem Mainboard verbunden. Für den umgestalteten Stromanschluss auf der Festplatte ist dagegen ein Adapterkabel nötig, das meist der Hauptplatine beiliegt. Nach dem ersten Start des Rechners müssen Sie ins BIOS des Mainboards wechseln und den SATA-Controller aktivieren. Speichern Sie die BIOS-Einstellungen und starten Sie den Rechner neu. Wundern Sie sich dabei nicht, dass die gewohnte Laufwerkserkennung des BIOS die SATA-Festplatte nicht erkennt.

Nach den "normalen" BIOS-Bildschirmen meldet sich dann der Promise-Controller. Mit der Tastenkombination "Strg+F" kommen Sie an dieser Stelle in das Controller-Menü. Dort werden Ihnen verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Festplattenerkennung angeboten. Nutzen Sie einfach die erste angebotene Option "Auto Setup". Die Platte wurde in unserem Test sofort gefunden und eingebunden. Speichern Sie die Einstellungen und starten Sie den Rechner erneut. Die SATA-Platte ist jetzt einsatzbereit. Nachdem das Betriebssystem komplett geladen wurde, zeigte sich ein weiterer Vorteil der SATA-Technologie: Die neue Technik ist 100 % kompatibel mit allen aktuellen Softwarelösungen. Es sind keine neuen oder zusätzlichen Treiber für den Betrieb einer SATA-Festplatte nötig - in der Nutzung unterscheidet sich eine Serial-ATA-Lösung nicht von einer herkömmlichen ATA-Platte.

Bleibt die Frage nach der Performance der neuen Festplattengeneration zu klären. Dazu testeten wir die Seagate Barracuda SATA V gegen eine aktuelle ATA100-Festplatte von Western Digital. Als Testtool verwendeten wir das bekannte Programm HD Tach. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Beim Lese-Test schafft die SATA-Platte mäßige 36,4 MB/s. Beim Schreib-Test waren es gute 25,9 MB/s. Die mittlere Zugriffszeit der Festplatte lag bei guten 13,8 Millisekunden. Die ATA-100-Platte von WD konnte ähnlich gute
Ergebnisse erzielen und schlug die SATA-Lösung beim Lese-Test mit 46,2 MB/s mehr als deutlich.

Fazit: Serial ATA ist vor allem praktisch. Die neuen Kabel schaffen Platz im Rechner und vereinfachen die Laufwerksanbindung erheblich. In puncto Performance kann die neue Technologie noch keine Vorteile für sich verbuchen. Das liegt aber vor allen an den Laufwerken selbst. Das SATA-Interface wurde einfach nur auf vorhandene Festplattentechnologie übertragen. Die Limitierungen liegen bei der Platte und nicht bei der Laufwerksanbindung. Die Zukunft gehört aber klar SATA: In den nächsten Monaten werden alle Mainboard-Chipsatzhersteller konsequent an der Integration der SATA-Technologie in ihre neuen Chipsätze
arbeiten. Wenn die Laufwerkshersteller dann noch mit passenden Geräten die mächtigen Datenübertragungsraten der kommenden SATA-Ausbaustufen nutzen können, steht dem Siegeszug von Serial ATA nichts mehr im Weg.

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