Auf der Überholspur

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Auf der Überholspur Neue Festplatten werden immer leistungsfähiger, die DMA/100-Schnittstelle stößt an ihre Grenzen. DMA/133 und SerialATA kämpfen um die Nachfolge.
Die Übertragungstechnik SerialATA soll neue Performance-Rekorde ermöglichen, doch sie lässt noch auf sich warten. Ein schnelleres IDE-Interface wird allerdings von aktuellen Festplatten benötigt. In diese Lücke stößt Maxtor. Dort hat man die bewährte DMA/100-Schnittstelle weiterentwickelt. Bereits auf der Computex, die Anfang Juni in Taiwan stattfand, zeigte der Festplattengigant erste Prototypen der neuen Ultra-ATA/133-Hostadapter. Die Übertragungsrate der IDE-Schnittstelle steigert sich mit der neuen Generation um 33 Megabyte pro Sekunde und garantiert trotzdem volle Auf- und Abwärtskompatibilität. So können Festplatten, die diese Technologie unterstützen, auch mit UDMA100 betrieben werden. Ein wichtiger Grund für Maxtors UDMA133-Vorstoß ist also die Schaffung einer Übergangslösung, welche die Integration neuester Festplatten nicht ausbremst.
Obwohl schon mit Ultra-ATA/100 das Ende der parallelen ATA-Schnittstelle eingeläutet werden sollte, entschied man sich bei Maxtor für die Produktion des neuen Standards. Offensichtlich war die Entwicklung bei dem kürzlich akquirierten Hersteller Quantum schon weit fortgeschritten, so dass die Serienreife bereits erreicht wurde. Die ersten Produkte für die neue Technologie werden noch im vierten Quartal 2001 erwartet. Laut Maxtor haben bereits Adaptec, Promise, Sis und VIA die neue Interface-Technik lizenziert. Allerdings distanzieren sich mit Intel und Seagate noch zwei Branchenriesen von Maxtors IDE-Vorstoß. Beide Unternehmen geben Serial ATA den Vorzug.
Der offizielle Nachfolger des UDMA-Standards sollte eigentlich direkt mit SerialATA eingeführt werden. Dieser erreicht Übertragungsraten von bis zu 190 Megabyte pro Sekunde, die sich später noch erheblich steigern sollen. Außerdem fällt die Beschränkung auf vier Laufwerke weg, mit Serial ATA lassen sich acht oder mehr Geräte anschließen. Auch das Jumpern der Laufwerke wird überflüssig, da diese nicht mehr an einem gemeinsamen Bus hängen. Das vieradrige Kabel (UDMA nutzt 80 Adern) macht außerdem Schluss mit dem Kabelsalat im PC, selbst die Stecker sind nur noch ein Schatten der UDMA-Vorgänger. Doch die Marktreife von SATA liegt noch in weiter Ferne: Erst im nächsten Jahr sollen die ersten Produkte in den Handel kommen.

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