Raptor Lake: Overclocking-Weltrekorde für CPUs und DDR5-RAM gebrochen
Intels neue CPU-Generation, die 13. Core-Generation mit dem Codenamen Raptor Lake, mischt derzeit die Overclocking-Welt auf. Dank der hohen Tuning-Reserven des Topmodells Core i9-13900K haben Übertakter bereits mehrere neue Weltrekorde aufgestellt - darunter einen, der zuletzt vor zehn Jahren gebrochen wurde.
Ein auf 8.812,85 MHz übertakteter Core i9-13900K ist seit Kurzem der neue Spitzenreiter beim höchsten CPU-Kerntakt. Hochgeladen wurde das Ergebnis vom schwedischen Übertakter elmor, der bei seinem Projekt von den Übertaktern Shamino, Safedisk und hocayu unterstützt wurde. Bei dem OC-Event des Asus-ROG-Teams kam flüssiger Stickstoff (-192 °C) zur Kühlung und ein neuer Container ("ElmorLabs Volcano LN2 pot prototype") zum Einsatz. Beim genutzten Mainboard handelt es sich um ein Asus Maximus Z790 Apex. Wie die CPU-Z-Validierung zeigt, waren alle acht P-Kerne des 13900K aktiv, allerdings wurde nur Kern #06 mit dem Rekordtakt von 8.812,85 MHz betrieben. Damit wurde erstmals die 8,8-GHz-Hürde genommen und ein beinahe zehn Jahre alter Rekord eingestellt: Am 19.11.2012 validierte Andre Yang (damals ebenfalls für Asus aktiv) einen Kerntakt von 8.794,33 MHz, die ein mit zwei Kernen betriebener AMD FX-8350 für kurze Zeit erreichte. Für Interessierte hat Elmor einen Videomitschnitt der zweistündigen OC-Session veröffentlicht (eingebunden weiter unten), bei Hwbot ist das Ergebnis selbstverständlich auch zu finden.
Quelle: valid.x86.fr
Neuer CPU-Weltrekord: 8.812,85 MHz von elmor
Auch beim RAM-Takt wurde mit einem Raptor-Lake-Setup ein neuer Weltrekord aufgestellt. Übertakter lupin_no_musume aus Hong Kong war bereits der bisherige Spitzenreiter mit 5.300,3 MHz (DDR5-10601), die mit einem Alder-Lake-System erzielt wurden. Der neue Rekordwert sind 5.564,8 MHz (DDR5-11130), die mit einem 16 GiByte großen Modul mit SK-Hynix-Chips erreicht wurden. lupin_no_musume nutze hierfür einen Core i9-13900K und ein Asus Maximus Z790 Apex. Auch dieses Ergebnis wurde via CPU-Z validiert und bei Hwbot hochgeladen.
Beim Benchmark-Klassiker Super Pi hat sich durch Raptor Lake ebenfalls einiges geändert: Aktueller Rekordhalter ist Safedisk aus Südkorea, der mit einem auf 8.362 MHz übertakteten Core i9-13900K den 1M-Test in 3,831 Sekunden abschließen konnte. Für den 32M-Weltrekord mit einer deutlich längeren Laufzeit von immerhin 3 Minuten 4,054 Sekunden musste der Übertakter die Taktfrequenz nur geringfügig auf 8.340 MHz reduzieren. Die G.Skill-Module mit SK-Hynix-Chips wurden hierfür bei DDR5-8039 (30-43-43-28) betrieben, der Ringbus-/L3-Cache-Takt lag bei 6.632 MHz. CPU-Z zufolge lag die CPU-Kernspannung bei 1,785 Volt.
Tatsächlich wurden noch zahlreiche weitere neue Weltrekorde aufgestellt, die wir Ihnen aber unmöglich alle einzeln vorstellen können. Am besten schauen Sie sich hierfür direkt bei Hwbot um. Eine gute erste Anlaufstelle ist die Zusammenfassung von OC-Ergebnissen zum Raptor-Lake-Launch, die allerdings keine 3D-Benchmarks beinhaltet, die durch Raptor Lake teilweise ebenfalls auf den Kopf gestellt wurden.
Bildergalerie
Tipp: Falls Sie es noch nicht getan haben, dann werfen Sie doch einen Blick auf den umfangreichen Online-Test der Raptor-Lake-Modelle Core i9-13900K, Core i7-13700K und Core i5-13600K. Darin informieren wir Sie über alle technischen Besonderheiten der 13. Core-Generation und zeigen unter anderem auf, wie schnell die Sockel-1700-Prozessoren in Spielen und Anwendungen wirklich sind.


1,870 Watt im Durchschnitt, 1,129 Watt minimal. Bei diesem System zumindest ist es ein neuer Rekord. An die 0,5W (0,362 minimal) vom 2 Kern Comet Lake Celeron G5900 (14nm, Sockel 1200) komme ich mit dem Hybriden nicht ganz heran, vielleicht klappt das mit Modellen ohne E Kernen, wobei Windows 10 zu diesem Zeitpunkt gefühlt weniger Hardwareanforderungen hatte. Der Fertigungsprozess spielt so gut wie keine Rolle, sondern die Last die anliegt und das Power Management.
Eigentlich wollte ich nur 30 Minuten lang messen, dann kam aber etwas dazwischen. Gemessen wurde alle 2 Sekunden mit Windows 11 22H2 im Schlepptau bei 1920 x 1080 Bildpunkten @ 75 Hz. Wie allerdings der kleine GA107 Chip der Grafikkarte RTX 3050 auf die Idee kam, sich maximal 749,673 Watt zu gönnen, ist mir ein Rätsel. Das wäre heutzutage der Unterschied zwischen ein Programm läuft gut und es läuft gar nicht.
Dass die Ryzen Master Werte stimmen und HWiNFO64 nicht, wusste ich auch nicht. Bei Intel Extreme Tuning Utility war mein letzter Stand, die geben da nur ganze Wattwerte an und im MSI Afterburner 1 Stelle nach dem Komma.
Jedenfalls habt ihr hier einen Grund, warum die meisten Bürorechner Intel CPUs nutzen...vielleicht ist es das Bewusstsein um niedrigeren Stromverbrauch beim NIchtstun...oder Knebelverträge.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]