"Wie schnell ist meine Grafikkarte?" - PCGH gibt Hilfestellung zur Einsortierung in Benchmarks
PC Games Hardware ist bekannt für aktuelle Hardware- und Spieletests, regelmäßig bombardieren wir Sie mit Benchmarks. Doch bei jedem Test gibt es lange Gesichter: "Ihr habt meine Grafikkarte schon wieder nicht getestet!" - und das aus gutem Grund, unsere Auswahlkriterien folgen der Maxime, mit einer begrenzten Modell-Anzahl und etwas Hirnschmalz möglichst viel Information preiszugeben. Hier versuchen wir die Frage "Wie schnell ist meine Grafikkarte?" zu beantworten.
Wissen Sie, wie viele Grafikkarten in den vergangenen Jahren erschienen sind? Zugegeben, wir haben sie auch nicht genau gezählt, aber glaubt man unseren schlauen Excel-Dateien, so umfasst allein der Zeitraum ab Direct X 10 (2007) bis heute etwa 130 Modelle. Sie alle bei jedem Spieletest zu überprüfen, hätte nicht nur einen immensen Aufwand zur Folge, sondern brächte gegenüber unserer üblichen Selektion von höchstens 20 Modellen nur einen geringen Mehrwert. In diesem Artikel wollen wir Ihnen helfen, Ihre Grafikkarte besser einzuschätzen und einzuordnen.
"Wie schnell ist meine Grafikkarte?" - Grafikkarten-Einmaleins
PC Games Hardware stützt sich bei der Grafikkartenauswahl in erster Linie auf regelmäßige Umfragen. Modelle, die besonders zahlreich vertreten sind, kommen natürlich in die engere Auswahl – vor allem Kassenschlager wie die bald drei Jahre alte Geforce GTX 460. Da Zeit bekanntlich Geld ist, folgt nach der groben Sondierung in Frage kommender Modelle die Selektion inklusive der Aufstellung einer "Treppe". Ein Beispiel: Gewöhnlich fehlt die Zeit, sowohl die Radeon HD 7970 GHz Edition als auch die HD 7970 und HD 7950 zu testen, daher wählen wir in diesem Fall die GHz Edition und die HD 7950 aus. Die Leistung der HD 7970 erschließt sich dabei ganz von selbst – sie liegt dazwischen. Das tut sie nämlich immer, wie die Erfahrung lehrt. Natürlich wäre es für Besitzer einer Radeon HD 7970 in diesem Fall schön, die genaue Fps-Zahl und vielleicht noch die Nachkommastelle zu wissen. Doch Hand aufs Herz: Diese Präzision fällt in die Kategorie "nice to have", ist für das Spielgefühl jedoch irrelevant. Ist die eigene Grafikkarte übertaktet, wird's noch komplizierter. Hier kommen Sie und Ihre grauen Zellen ins Spiel.
Ist das Leistungspotenzial einer Grafikkarte bekannt, beispielsweise nach einem Test mit dem elf Spiele umfassenden PCGH-Parcours, fällt die Einordnung einer Grafikkarte leicht – zumindest innerhalb einer GPU-Architektur. Der letztgenannte Punkt ist sehr wichtig, da sich die Merkmale unterschiedlicher Architekturen nur eingeschränkt miteinander vergleichen lassen. Nehmen wir die Geforce GTX 670, obwohl dieses Modell in den meisten PCGH-Tests neben der GTX 680 als GK104-Topmodell vertreten ist: Sie wird immer zwischen der GTX 660 Ti und GTX 680 rangieren, sie kann angesichts ihrer Spezifikation gar nicht anders. Die Leistungsdaten, errechnet aus der Anzahl an Rechenwerken, multipliziert mit den anliegenden Taktraten, geben darüber Aufschluss. Innerhalb einer Architektur gilt: Höhere Zahlen sind besser.
Infolgedessen ergeben sich eindeutige Regeln, an die Sie sich halten können, falls Ihre Grafikkarte mal nicht im Benchmark vertreten ist: Schauen Sie sich die "Nachbarn" ihres Pixelschubsers an. Eine GTX 670 wird immer in Schlagdistanz zur GTX 680 sein, vor allem dann, wenn sie übertaktet ist. Die einzige Ausnahme dieser Regel ergibt sich bei Designs, die nicht der Referenzversion entsprechen, etwa dann, wenn eine GTX 680 mit 4 GiByte gegen eine GTX 670 mit 2 GiByte gestellt wird. In diesem Fall kann es vorkommen, dass Letztere deutlich zurückfällt.
"Wie schnell ist meine Grafikkarte?" - Keine Regel ohne Ausnahme
Manche Spiele haben "Vorlieben", welche sich beispielsweise aus der Pixellast ergeben: Ein Spiel wie Skyrim mit Supersample-AA (wie wir es testen), das pro Bildpunkt viele Rechenschnitte erfordert, legt größeren Wert auf die GPU-Leistung als auf die Speichertransferrate. Ein solches Spiel zeigt beispielsweise zwischen der GTX 670 und GTX 660 Ti geringere Unterschiede als Metro 2033 mit Multisample-AA. An dieser Stelle wird es von außen schwieriger, eine nicht vorhandene Karte präzise einzuordnen, doch wie immer hilft die "Treppe": Wie verhalten sich die Modelle jeweils darunter und darüber?
"Wie schnell ist meine Grafikkarte?" - Liste: Grafikkarten und ihre Entsprechungen
Nachfolgend finden Sie eine Tabelle mit zahlreichen Grafikkarten und ihren Entsprechungen, welche teils bis ins Jahr 2007 hinunter reichen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, diese ist definitiv nicht gegeben. Enthalten sind spieletaugliche Grafikkarten der vergangenen sechs Jahre. Nicht immer stellen wir identische Architekturen gegeneinander, alle Angaben basieren jedoch auf geglätteten Erfahrungswerten über viele Jahre. "Geglättet" bedeutet: Es gibt wegen den oben erwähnten Feinheiten durchaus Abweichungen in der Platzierung der Grafikkarten, global betrachtet stimmt die Einordnung in der Tabelle jedoch.
Den PCGH-Leistungsindex mit allen Fps-Details finden Sie auf der Grafik-Startseite in jeder PC Games Hardware Print, einige von unseren Lesern oft gefragte und vermisste Grafikkarten-Übereinstimmungen in der Bildergalerie. Außerdem gibt es aktuelle Tests zu Spielen und Hardware auf der Übersichtsseite.
Eine HD5970 mit 2x1Gb ist etwa 7% langsamer als eine Referenztakt HD 7970
Eine der meistgekauften Karten der letzten Jahre, die 460 (768+1Gb Varianten), fehlt in der Liste. Die sollte man bei sowas wirklich schon mal aufführen
schon interesseant, wie weit meine alten Karten 460 und 570 sind