EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

Neun Temperatursensoren auf einer Grafikkartenplatine: Der Nvidia-Exklusivpartner EVGA überrascht bei der Präsentation seiner neuen iCX-Produktlinie mit sinnvollen Innovationen. PC Games Hardware hat die EVGA Geforce GTX 1080 iCX SC2 Gaming durch den Testparcours gescheucht und verrät, ob respektive für wen sich der iCX-Aufpreis lohnt.

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EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne
Quelle: PC Games Hardware

Ist ein Sensor genug? Mit dieser Frage startete der vor allem für Geforce-Grafikkarten bekannte Hersteller EVGA die Präsentation seiner neuesten Schöpfung iCX. Hinter dem Kürzel steckt nicht bloß ein neues Kühldesign. "Interactive Cooling Xtreme" bietet zwar eine gegenüber dem Vorgänger ACX 3.0 vergrößerte Kühlfläche, möchte aber vor allem mit seinen Spezialfunktionen punkten. Das Stichwort lautet Überwachung - und zwar im positiven Sinn für den Kunden: Insgesamt neun Temperatursensoren auf der Grafikkarte sorgen dafür, dass keine Hitzequelle unbemerkt beziehungsweise unbehandelt bleibt.

Zum Einstand empfehlen wir Ihnen das folgende Video, in welchem wir die EVGA Geforce GTX 1080 iCX SC2 Gaming ausführlich vorstellen. Wer möchte, kann sich auch durch die Bildergalerie unter diesem Text klicken, in der wir nicht nur zahlreiche Impressionen der Grafikkarte bereithalten, sondern auch die iCX-Präsentation des Herstellers.

EVGA iCX: Neun Temperatursensoren für ein Halleluja

Warum hat das so lange gedauert? Auch dieser Absatz muss zwangsläufig mit einer naheliegenden Frage eingeleitet werden. Viele Jahre lang stieg die Grafikkartenleistungsaufnahme schier unaufhaltsam an, erst in den vergangenen Jahren haben sich die GPU-Schmieden gesteigerte Effizienz auf die Fahnen geschrieben. Je komplexer eine Grafikkarte und je mehr Verbraucher auf der Platine arbeiten, desto größer ist auch die Not einer umfassenden Kühlung, welche neben der GPU auch die anderen Hitzköpfe bedenkt; Hochleistungsspeicher und Spannungswandlung erzeugen eine beträchtliche Abwärme. Selbstverständlich findet deren Kühlung längst statt - mal mehr, mal minder gut -, allerdings in den meisten Fällen ohne die Möglichkeit, das Wohlbefinden mithilfe von Tools auszulesen oder es in das Belüftungskonzept einzubeziehen. Hier setzt EVGAs iCX-Idee an.

EVGA GTX 1080 SC2 iCX ausprobiert: ACX-3.0-Nachfolger setzt Maßstäbe (24) Quelle: PC Games Hardware EVGA GTX 1080 SC2 iCX ausprobiert: ACX-3.0-Nachfolger setzt Maßstäbe (24) Eine iCX-Grafikkarte trägt insgesamt neun Temperatursensoren, anstatt sich nur auf den GPU-internen Fühler zu verlassen. Die Amerikaner haben laut eigener Aussage die Hotspots auf den Leiterplatten ausgemacht und dort die Sensoren installiert. Die schwarzen Winzlinge sind mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen, befinden sich jedoch sowohl auf der PCB-Vorder- als auch auf der Rückseite. Die genaue Position und Temperatur lässt sich mithilfe des EVGA-eigenen und jüngst erweiterten Tools Precision XOC einsehen (siehe Bilder).

Da es sich bei den iCX-Platinen um Custom-PCBs mit zusätzlichen (= abstehenden) Bauteilen handelt, passen auf Referenzkarten ausgelegte Wasserkühler nicht darauf. Die Anzahl der Sensoren beträgt indessen stets neun, sowohl bei der GTX 1080 als auch bei der 1070 und 1060.

EVGA iCX: Unterteilte Lüftersteuerung

Bei der Sensorik handelt es sich nicht bloß um eine informelle Komponente, die das Herz vieler Technikfreunde höher schlagen lässt, sondern um einen elementaren Teil des Kühlkonzepts. Während das Gros der Grafikkarten die Kerntemperatur als Maß aller Dinge nimmt und anhand derer ihre Belüftung einstellt, setzt EVGA auf eine asynchrone Kühlung (vermutlich in Anlehnung an das aktuelle Schlagwort Asynchronous Compute), sprich: Die beiden Axiallüfter des iCX-Designs arbeiten nicht als Reihenschaltung mit derselben Drehzahl, sondern unabhängig voneinander. Zu diesem Zweck trägt die Platine zwei Lüfter und -anschlüsse, einen für den GPU-Fan (links, nahe der Slotblende) und einen für den PWM/RAM-Fan (rechter Lüfter). Die Firmware der Grafikkarte liest die Sensoren aus und legt anhand der jeweils höchsten Temperatur die Drehzahl pro Lüfter fest, welche sich je nach Lastzustand deutlich unterscheiden kann. Wer möchte, kann die Geschwindigkeit der Lüfter innerhalb von Precision XOC einzeln verändern oder eine eigene Kurve festlegen.

Das Paket wird von einer farblichen Temperaturanzeige komplettiert. Diese lässt sich sowohl in Precision XOC als auch an der Oberseite der Karte einsehen (praktisch für Nutzer eines befensterten Gehäuses, ansonsten nicht). Drei Temperaturwerte zeigen jeweils den Hotspot, wobei G für die GPU-Temperatur steht, P für die Spannungswandler (PWM) und M für den Speicher (Memory). Die korrelierenden Farben Blau (kalt, zwischen 20 und 60 °C), Grün (zwischen 60 und 82 °C) und Rot (ab 83 °C; Temp Target) lassen sich, ebenso wie die Temperaturschwellen, nach Gusto anpassen. Auch zu dieser Funktion erhalten Sie in unserem Video weitere Informationen und Eindrücke.

EVGA iCX: Monitoring live oder konserviert via Precision XOC

Das EVGA-Tool Precision XOC dürfte den meisten Lesern ein Begriff sein. Wie bei der Alternative, dem MSI Afterburner, kann das Programm unzählige Datenquellen der Grafikkarte auslesen, darunter die obligatorische GPU-Temperatur, Taktraten, aber auch die Speicherbelegung, Ausfüllung des Powerlimits et cetera - und neuerdings auch die acht zusätzlichen iCX-Temperatursensoren sowie den sekundären Lüfter ("Power fan tacho"). Praktisch: Welche Datenquellen ausgelesen werden, können Sie für die Graphen innerhalb des Tools und das zusätzliche On-Screen-Display getrennt voneinander festlegen. Letzteres legt sich beim Spielen auf das Geschehen und erlaubt es somit, stets einen Blick auf die Vitalfunktionen der Grafikkarte zu haben, während Precision XOC im Hintergrund weitere Dinge protokollieren und optional in eine Datei schreiben kann. Auf Wunsch können Sie auch alle Daten in das OSD packen, die Liste wird dann jedoch lang und unübersichtlich. Die ebenfalls einstellbare Schriftart hilft dabei, das optimale Ergebnis zu erhalten.

Randnotiz: Der Hersteller hat während unserer mehrtätigen Testphase zwei Updates von Precision XOC bereitgestellt, welche neue Funktionen einführten. Wie wir im Testvideo zeigen, ließ sich mit der Betaversion 5 die Drehzahl des sekundären Lüfters noch nicht protokollieren respektive im OSD anzeigen. Seit Version 6 ist das möglich. Wir testen derweil mit Version 7 und gehen davon aus, dass die öffentliche Version bei Release weiteren Feinschliff erhalten wird.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Einleitung
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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pixy Software-Overclocker(in)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        Meine EVGA GTX 1070 FTW ist am Wochenende tatsächlich abgeraucht, im wahrsten Sinne.
        Der Spannungswandler bzw. die Caps haben sich wahrscheinlich verabschiedet.
        Das ganze ohne zu übertakten oder jemals übertaktet zu haben.

        Dank Caseking, konnte ich mir gleich die hier vorgestellte FTW 2 bestellen, muss jetzt noch zwei Tage darauf warten.
        Alles in Garantie versteht sich, musste dadurch keine 99€ Aufpreis bezahlen, wie das EVGA verlangt.

        Soviel mal zum Support.
        Meine normale FTW raucht ab, und ich hätte dennoch 99euro auf das iCX Modell draufzahlen müssen.
        Dann hätte ich am Ende über 600€ bezahlt insgesamt.

        Für das Geld, hätte ich mir auch eine GTX 1080 bestellen können.
      • Von Pixy Software-Overclocker(in)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        Meine EVGA GTX 1070 FTW ist am Wochenende tatsächlich abgeraucht, im wahrsten Sinne.
        Der Spannungswandler bzw. die Caps haben sich wahrscheinlich verabschiedet.
        Das ganze ohne zu übertakten oder jemals übertaktet zu haben.

        Dank Caseking, konnte ich mir gleich die hier vorgestellte FTW 2 bestellen, muss jetzt noch zwei Tage darauf warten.
        Alles in Garantie versteht sich, musste dadurch keine 99€ Aufpreis bezahlen, wie das EVGA verlangt.

        Soviel mal zum Support.
        Meine normale FTW raucht ab, und ich hätte dennoch 99euro auf das iCX Modell draufzahlen müssen.
        Dann hätte ich am Ende über 600€ bezahlt insgesamt.

        Für das Geld, hätte ich mir auch eine GTX 1080 bestellen können.
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        oder eine Auswahl zwischen 2 und 3 Slot anbieten...
      • Von Shutterfly Software-Overclocker(in)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        Zitat von JoM79
        EVGA sollte zumindest ab der FTW auf nen 3 Slot Kühler setzen.
        Bitte nicht, dann passt sie bei mir nicht ins System
      • Von Lios Nudin BIOS-Overclocker(in)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        Zitat von lenne0815
        Es sei denn man kauft ne karte bei der es von anfang an nicht zur debatte steht ob sie später abbrennt.

        Zum asus thema, nachdem ich täglich lese wie extrem die usb implementierung bei den high end x99 boards von asus versaut wurde kommen die genau wie evga auch nicht mehr in frage.
        Wakü FTW.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: EVGA GTX 1080 iCX SC2 ausprobiert: Totale Überwachung und Kontrolle - im positiven Sinne

        Naja, für mATX und ITX Gehäuse stimmt das schon.
        Aber die meisten werden eher weniger Probleme mit 3 Slot haben.
        Und selbst bei mATX hat normalerweise genug Platz.
        Hatte da selbst mit 4 Slot keine Probleme.
      Direkt zum Diskussionsende
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