Nvidia zeigt offiziell Geforce FX 5900 (Ultra) - alle Details

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Nach langen Tagen des Wartens und vieler Gerüchte lüftet Nvidia nun offiziell den Schleier um den Geforce-FX-5800-Ultra-Nachfolger auf der E3 in Los Angeles.

Das neue Grafikflaggschiff, die Geforce FX 5900 (Ultra) (Codename: NV35), bietet in erster Linie eine 256-Bit-Speicheranbindung statt einem 128-Bit-Bus (NV30). Die FX-5900-Ultra-GPU ist mit 450 MHz getaktet. Für den 256 MByte großen Speicher werden Hynix- und Samsung-Module mit einer Taktfrequenz von 425 MHz DDR verwendet. Im Gegensatz zur Radeon 9800 Pro/256 MByte setzt Nvidia bei seinem Flaggschiff aber auf DDR-I-Speicher. Die GPUs werden von TSMC in 0,13-Micron-Fertigungstechnik gefertigt und sollen bereits Anfang Juni 2003 im Handel erhältlich sein (PC Games Hardware berichtete). Die Produktion ist im Gegensatz zum NV30 in großen Stückzahlen geplant. Weitere Neuerungen der NV35-Architektur sind unter anderem eine integrierte Z-Buffer-Kompression (wichtig für kommende Titel wie Doom 3) sowie die laut Nvidia 2fache Geschwindigkeit bei Shaderberechnungen im Fließkommaformat.

Zwei weitere Versionen mit NV35-Chip kommen im Juni/Juli. Die FX 5900 hat 128 MByte DDR-I-RAM und einen niedrigeren Chip- und Speichertakt (steht noch nicht fest). Die FX 5900 Value soll ebenfalls ohne Einschränkungen bei Pipelines oder Speicheranbindung erscheinen, dafür deutlich niedriger getaktet sein. Als Preise gibt Nvidia 499 Euro für die FX 5900 Ultra, 399 Euro für die FX 5900 und 299 Euro für die FX 5900 Value an.

Für die Ohren bietet das neue Grafikflaggschiff ein saniertes Kühlungssystem, das im 2D-Betrieb komplett passiv und bei 3D-Anwendungen mit sehr geringer Lautstärke arbeitet. Der seitlich versetzte Radiallüfter arbeitet dabei mit reduzierter Spannung und bläst seitlich über die massive Kühlplatte hinweg, die auch alle RAM-Bausteine bedeckt. Die uns von Nvidia zur Verfügung gestellte Referenzkarte ist 24 cm breit, allerdings zeigen die Pressebilder eine deutlich kompaktere Platine. Eine Stellungnahme von Nvidia steht noch aus.

Keine Änderungen gibt es bei der Kantenglättungsqualität und beim anisotropen Filter. Allerdings hat Nvidia beim uns zur Verfügung gestellten Detonator 44.03 die Systemsleistungsschalter verändert und vereinheitlicht. In der Standard-Schalterstellung "Quality" (Detonator 43.45: "Anwendung") bieten alle FX-Karten die bekannt gute Texturqualität. "Leistung" (Detonator 43.45: "ausgeglichen") schaltet dagegen das trilineare Texturfiltern ab, außerdem werden nicht mehr alle Winkel wie bei "Quality" mit dem vollen Wirkungsgrad anisotrop gefiltert. "Hohe Leistung" (Detonator 43.45: "aggressiv") geht noch weiter, hier wird weder trilinear noch korrekt anisotrop gefiltert.

Die Spielebenchmarks zeigen, dass die FX 5900 Ultra bei einigen Spielen durchaus deutlich zulegen kann gegenüber dem direkten Vorgänger FX 5800 Ultra. Je nach Settings (Auflösung, AF-Grad, Kantenglättung) sind es zwischen 11 und 30 Prozent. Beim direkten Vergleich mit der Radeon 9800 Pro/128 MB gibt es keinen eindeutigen Gewinner. Mehr dazu finden Sie in der kommenden Ausgabe von PC Games Hardware (erscheint am 4.6.).

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