Nvidia: Absturz bei Geforce-Verkäufen, Preisanpassungen und RTX 4000 im September
Nvidia hat neue Geschäftszahlen vorgelegt, die einen regelrechten Absturz bei Geforce-GPUs zeigen. Nvidia verweist auf Preissenkungen und die neue GPU-Generation, die im September vorgestellt werden soll.
Die bei Nvidia erwarteten schlechteren Finanzzahlen haben sich letztendlich bestätigt, wie man den neuen Quartalsergebnissen entnehmen kann.
Nvidia: Gaming-Sparte stürzt ab
Der Umsatz für das zweite Quartal lag bei 6,7 Mrd. US-Dollar, drei Prozent unter Vorjahr und 19 Prozent unter dem Vorquartal. Schlimmer lief es beim Nettogewinn: Mit 656 Mio. US-Dollar bleibt Nvidia zwar im grünen Bereich, liegt aber heftige 72 Prozent unter Vorjahr und 59 Prozent unter dem Vorquartal. Unter anderem drückten Abschreibungen auf das Ergebnis - so sank die Brutto-Gewinnmarge von zuletzt 65,5 Prozent auf 43,5 Prozent. Für das kommende Quartal sieht Nvidia lediglich einen Umsatz von 5,9 Mrd. Die Umsätze für Gaming und Professional Visualization sollen dabei gegenüber dem Vorquartal weiter zurückgehen, "da OEMs und Vertriebspartner ihre Lagerbestände reduzieren, um sie an die aktuelle Nachfrage anzupassen und sich auf die neue Produktgeneration von Nvidia vorzubereiten".
Geforce kaufen: Nur für kurze Zeit - über 80 Grafikkarten zu stark reduzierten Preisen
Gerade die viele Jahre glänzende Gaming-Sparte legte einen regelrechten Absturz hin. Die Umsätze lagen hier bei 2,04 Mrd. US-Dollar, das bedeutet ein Rückgang von 44 Prozent zum Vorquartal und 33 Prozent zum Vorjahresquartal. Der ohnehin schon erwartete Rückgang fiel laut Nvidia noch stärker aus, da der "makroökonomische Gegenwind auf der ganzen Welt zu einer plötzlichen Verlangsamung der Verbrauchernachfrage" führte (siehe auch Transkript bei Seeking Alpha). Die nun umgesetzten Wertberichtigungen sind teilweise auf Einkäufe zurückzuführen, die man vor mehr als einem Jahr getätigt hat, als noch extreme Lieferengpässe bei fast allen Produkten vorherrschten.
So steuert Nvidia dagegen
Nvidia möchte unter anderem mit Programmen gegensteuern, die auf "Preisanpassungen im Vertrieb und eine Preispositionierung aktueller High-End-Desktop-GPUs setzen", während man sich auf die Einführung einer neuen Architektur vorbereitet. Die Strategie sieht vor, die Verkäufe "in diesem und im nächsten Quartal zu reduzieren, damit sich die Bestände in den Kanälen korrigieren können". Weiter heißt es: "Unsere Strategie besteht darin, deutlich unter den aktuellen Verkaufszahlen auf dem Markt zu verkaufen, um dem Vertrieb die Möglichkeit zur Korrektur zu geben. Das werden wir etwa ein paar Quartale lang tun. Wir glauben, dass wir bis zum Ende des Jahres in einer guten Verfassung sein werden, um ins nächste Jahr zu gehen".
Neben Preisanpassungen ist für Nvidia auch der Ausblick auf neue Produkte wichtig: Ampere sei "der beliebteste Grafikprozessor, den wir je entwickelt haben. Sie gehört zu den 15 beliebtesten Gaming-GPUs auf Steam. Und sie ist nach wie vor die beste GPU der Welt und wird noch einige Zeit sehr erfolgreich sein". Aber: "Wir haben jedoch eine aufregende neue Generation im Anmarsch, die darauf aufsetzen wird". Nvidia plant, mit der neuen Architektur ins nächste Jahr zu gehen. Auf der nächsten GTC, die von 19. bis 22.09. stattfindet, möchte Nvidia mehr darüber erzählen. Nvidia-CEO Huang schließt mit folgenden Worten: "Ich freue mich auf die GTC-Konferenz im nächsten Monat, auf der wir die neuen Fortschritte von RTX vorstellen werden, die 3D-Grafik und Spiele neu erfinden".

RTX ist KEIN(!) Raytracing, sondern ein Markenname für RT Beschleunigende GPUs von Nvidia.
Manche hier tun so als wenn ohne 4k Gaming mit möglichst hohen Details die Welt untergehen würde. Neue Spielen müssen natürlich mit allen Reglern auf Anschlag nach rechts gezockt werden. Wo kommen wir denn da hin? Ich bin Gamer! Ich habe ein Anrecht auf günstige neue Grafikkarten die mind. pro Generation 50% höhere Performance liefern. Und dabei selbstverständlich auch noch 30% weniger Strom fressen.
Grafikkarten, vor allem Highend für Gaming, sind ein Luxusgut. Das wird manchem leider erst jetzt bewusst wo die Lebenshaltungskosten in die Höhe steigen.
Die 1080Ti hatte AFAIK eine UVP von 699$ ohne Steuern. Für rund 100€ mehr bekommt man jetzt nach dem Preissturz eine 3080 10gb Karte.