Nvidia-CEO über das Geforce Partner Program: Die meisten hätten es geliebt
Nachdem das im März vorgestellte Geforce Partner Program (GPP) aufgrund zahlreicher Vorwürfe von Spielern zwischenzeitlich wieder eingestellt wurde, hat nun Nvidias CEO Jensen Huang dazu Stellung bezogen: Der Großteil des Ökosystems hätte das GPP geliebt, Nvidia hätte sich von der Kritik aber nicht "ablenken" lassen wollen.
Das von Nvidia im März vorgestellte Geforce Partner Program wurde aufgrund von Kritik vieler Spielern bereits eingestellt, bevor offizielle Details darüber bekannt wurden. Der Ankündigungstext ist recht kurz, weshalb wir insoweit nochmals auf unseren ursprünglichen Artikel verweisen möchten. Nvidia wurde jedenfalls beschuldigt, dass die erstrebte Transparenz bei Produktbezeichnungen dazu führen könnte, dass Geforce-Partner ihre etablierten Markennamen möglicherweise nicht mehr für AMD-basierte Grafikkarten nutzen dürfen. Gesichert sind diese Vorwürfe ausdrücklich nicht.
Bei einer Quartalskonferenz wurde nun Nvidias CEO Jensen Huang dazu befragt, weshalb man sich dazu entschieden habe, dass GPP zu beenden und was man sich von vornherein von dem Programm versprochen habe. "Im Kern", so Huang, "sollte das Programm sicherstellen, dass Spieler, die sich Grafikkarten kaufen, genau wissen, welcher GPU-Hersteller dahintersteht. Der Grund dafür ist, dass [...] die Gaming-Erfahrung so stark von der Wahl der GPU abhängt."
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Huang führt weiter aus: "Wir hatten das Gefühl, dass der Wechsel der GPU bei derselben Grafikkarten-Marke es undurchsichtiger [...] für Spieler gemacht hat, die GPU des Herstellers zu wählen, den sie wollten. Der größte Teil des Ökosystems hat das geliebt." Trotzdem hätten "einige Leute" das aber überhaupt nicht gemocht und Nvidia gehe es laut Huang auch ohne GPP gut. Der Trubel um das Partner Program hätte damit nur für Ablenkung gesorgt, weshalb Nvidia sich dann dazu entschieden hätte, das Programm zu beenden.
Huang bezieht sich mit seiner Aussage, die meisten hätten es geliebt, möglicherweise auf einen Absatz der ursprünglichen Ankündigung, wo es hieß: Partner registrieren sich bereits, und das schnell. Sie sehen den Vorteil von einer konsistenten und transparenten Marken- und Kommunikationspolitik."
Für den gesamten Hintergrund über das umstrittenen Geforce Partner Program möchten wir auf unsere Geforce-Themenseite verweisen, wo alle Artikel zum Thema gesammelt sind.
Quelle: Reddit

Ich würde mich schämen.
Moral von der Geschichte finde die Taktiken von NV zwar ******* ihre Produkte sind aber eigentlich ganz gut.
Würde einigen seiner Kunden bestimmt helfen
Gut so,
Nvidia hätte das nicht freiwillig beendet, ich nehme an, die haben schon gewaltig Druck von Wettbewerbsbehörden bekommen, zurecht!
Es ist schön, dass das ein so "friedliches" Ende genommen hat.
Natürlich will Nvidia sich jetzt als großzügig und "auf Kritik reagierend" darstellen, ein Kluger Schachzug, um noch das beste draus zumachen. Aber warum nicht, ich hab nichts gegen Nvidia, solange die bald gute GPUs rausbringen..
Vielleicht wird dieses Jahr ja doch noch ausreichen, um meine hässlichen Not-GPUs (2x R9 270X) dauerhaft zu ins Regal zu verbannen...
Zumindest scheint sich der Markt langsam zu relativieren, und Gerüchte für neue GPUs sind auch schon da...
Ich hoffe auf einen Abverkauf der 1070Ti und aufwärts
Aber um das Ganze mal zu relativieren: Dass Huang im Nachgang wenig souverän damit umgeht, sollte nicht den Blick darauf verstellen, dass das Ganze ein relativ normaler Vorgang war. Also nicht schmutziger oder in einer rechtlichen Grauzone befindlich als andere Dinge, die höchstwahrscheinlich täglich über die Bühne gehen und nicht in den Fokus von uns Endverbrauchern geraten, weshalb es auch ohne Shitstorm durchgeht. Und vom jeweils Betroffenen geklagt wird auch nicht immer, weil man im Regelfall einfach bei nächster Gelegenheit zurück "bescheißt". Nividia hat's halt versucht und es ging in die Hose. AMD hätte es in der selben Position vermutlich auch versucht.
Dass Huang sich jetzt gerade nicht entblödet, ist halt einfach das saure Sahnehäubchen. Dass er Asche über sein Haupt streuen würde, hat wohl niemand ernstlich erwartet, aber die Sache sang- und klanglos aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden zu lassen wäre sicher klüger gewesen, als hanebüchene Rechtfertigungen auszugraben. Da ist eine kleine Extraportion Häme einfach wohlverdient. Ist ja nicht so, dass er sich deswegen einen Strick nehmen und/oder Nvidia in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würde.