Erster Test: Geforce RTX 4090D kaum langsamer als originale RTX 4090

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Quelle: Zotac

Als Reaktion auf US-Sanktionen hat Nvidia die RTX 4090D speziell für den chinesischen Markt entwickelt. Im Vergleich zur regulären RTX 4090 verliert der "Drache" jedoch kaum an Leistung, vor allem KI-Workloads sind betroffen.

Nvidias neues China-Topmodell RTX 4090D ("Dragon") wird ab Ende Januar zu Preisen ab umgerechnet 1.650 Euro (12.999 Yuan) ausschließlich in Custom-Varianten in China und Vietnam erhältlich sein. Doch trotz der reduzierten Leistungswerte der RTX 4090D hält sich der Performanceverlust offenbar in Grenzen, wie die chinesische Webseite Expreview in ersten Benchmarks herausgefunden hat.

Im Mittel nur 5 Prozent langsamer als reguläre 4090

Die FP32-Shader-Einheiten reduzieren sich bei der RTX 4090D von 16.384 (RTX 4090) auf nur noch 14.592 Shader Units durch den Einsatz des AD102-250 anstelle des AD102-300 als GPU-"Die" bei einer um 25 Watt reduzierten Total Graphics Power (TGP). Entsprechend verringern sich die Tensor-Kerne von 512 auf 456 Cores und statt 128 RT Cores (RTX 4090) gibt es nur noch 114 RT Cores.

  Geforce RTX 4090 Geforce RTX 4090 D
Architektur Ada Lovelace Ada Lovelace
Grafikprozessor AD102-300 AD102-250
FP32-Shadereinheiten 16.384 14.592
Basistaktfrequenz 2.235 MHz 2.280 MHz
Boosttaktfrequenz 2.520 MHz 2.520 MHz
Grafikspeicher 24 GiByte GDDR6X 24 GiByte GDDR6X
Speicher-IF 384-Bit 384-Bit
TGP 450 Watt 425 Watt
OC

Trotz dieser Reduktionen bei gleichem Videospeicher (24 GiB GDDR6X an 384 Bit) konnte Expreview in Benchmarks eine durchschnittliche Leistungsreduktion von nur 5,5 Prozent bei der Rasterleistung (ohne Raytracing) feststellen. Mit aktiviertem Raytracing ergibt sich ein ähnliches Minus von 5,8 Prozent. Damit ist die Spiele-Leistung im Vergleich zu einer regulären RTX 4090 nur relativ gering beeinträchtigt.

KI-Workloads verlieren durchschnittlich 10 Prozent an Leistung

Da die US-Handelsbeschränkungen insbesondere auf den KI-Bereich abzielen, zeigt sich der Performance-Malus der RTX 4090D vor allem in diesem Bereich. So sinkt die KI-Performance in der Animationssoftware Blender um fast 10 Prozent, was auch für den Deep-Learning-Text-zu-Bild-Generator Stable Diffusion gilt, hier allerdings nur bei einer Bildauflösung von 512 x 512 Pixeln. Bei höheren Auflösungen verschwindet der Performanceverlust in Stable Diffusion fast vollständig.

Quelle: Expreview

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Supie12 Freizeitschrauber(in)
        Sie hatten eine Plan was nicht nach China darf, und NV hat versucht sich dumm zu stellen, und es zu unterlaufen. Dann hat NV halt die klare Ansage bekommen, so nicht.
        Ach komm, die sind ein Mrd schweres Unternehmen, und dann sollen die zu dumm sein, zu identifizieren, was das Gesetzt bezwecken soll?
        Kannste deiner Oma erzählen. Da NV sich bockig zeigt, wird es halt so kommen müssen.
      • Von Supie12 Freizeitschrauber(in)
        Sie hatten eine Plan was nicht nach China darf, und NV hat versucht sich dumm zu stellen, und es zu unterlaufen. Dann hat NV halt die klare Ansage bekommen, so nicht.
        Ach komm, die sind ein Mrd schweres Unternehmen, und dann sollen die zu dumm sein, zu identifizieren, was das Gesetzt bezwecken soll?
        Kannste deiner Oma erzählen. Da NV sich bockig zeigt, wird es halt so kommen müssen.
      • Von shaboo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Supie12
        Jetzt verstanden was ich meinte?
        Das zeigt doch nur, dass das US-Handelsministerium nicht weiß, was es tut, sondern einfach nur wilden Aktionismus mit geratenen Leistungsgrenzen betreibt. Und welche Konsequenzen soll Nvidia deiner Meinung daraus ziehen? In vorauseilendem Gehorsam einfach gar nichts mehr nach China verkaufen? Zur Freude aller Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre? Nur weil irgendein Ministerium keinen Plan hat?
      • Von Supie12 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von shaboo
        Allerdings hatte sich die 3080Ti auch erst dann gut verkauft, als der Handel die von anderen Karten gewohnten UVP-Preisaufschläge deutlich gesenkt hatte, weil der MSRP mit $1199 jenseits von Gut und Böse lag.

        Naja, warten wir's mal ab. Nvidia ist ja immer für eine Überraschung gut, von daher kann man auch eine 4080Ti nicht gänzlich ausschließen. Allerdings erschien die 3080Ti nur achteinhalb Monate nach der 3080, während die 4080 mittlerweile schon 14 Monate auf dem Markt und eine 4080Ti nicht mal angekündigt ist.

        Wenn das so wäre, hätte man schlicht die Ausfuhr dieses Chips verboten, anstatt zu irgendwelchen Leistungsgrenzwerten zu greifen.
        Und sie fügte noch hinzu das man das ändern werde, so das NV die Chips nicht weiter verkaufen können wird.
        Lies halt einfach mal DAS hier:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat:
        Zitat

        "Wenn Sie einen Chip um eine bestimmte Schnittlinie herum umgestalten, die es ihnen ermöglicht, KI zu betreiben, werde ich ihn gleich am nächsten Tag entsprechend kontrollieren lassen."
        - Gina Marie Raimondo, US-Handelsministerin -
        Jetzt verstanden was ich meinte?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Bei den Anlagen-Sanktionen reden wir über einen Rückschritt von mindestens 10 Jahren, den China aufholen muss, ehe sie den Rückschritt von ebenfalls 10 Jahren bei den Chip-Designs wirkungsvoll in Angriff nehmen können. Vielleicht schneiden sie durch parallele Entwicklung 5 Jahre aus dem Gesamtrückstand raus, aber so etwas pflanzt sich fort und der Rest der Welt steht nicht still: Wenn China 2039 eine "4090" aus Eigenproduktion vorlegen kann, ist der Rest der Welt schon bei der 11090. Vielleicht kann China die dann schneller, bis 2050 nachlegen. Aber dann nutzen alle anderen die 17090. Ehe Gleichstand bei der Hardware zu erwarten ist, haben wir 2060-2070. Und während dieses gesamten Zeitraums fehlt es in China an vergleichbarer Infrastruktur, auf deren Basis man die neueste KI-Software entwickeln könnte. (Oder was auch immer in drei Jahren als nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.) Das heißt in dieser physischen Aufholphase baut sich ein neuer Rückstand bei der Logik auf, den Abzubauen dann noch einmal 20-30 Jahre dauern könnte, weil sich alle Techkonzuerne und auch alle Experten zu dem Thema zwangsweise woanders angesiedelt haben.

        Ein einmal bestehender Rückstand hängt einem in der IT ewig nach. Linux zum Beispiel ist gerade einmal 10 Jahre jünger als MS-Dos und war zum erscheinen weitaus leistungsfähiger, der Rückstand zum Start hat also nur 5-8 Jahre betragen. Aber wo steht das Aufholrennen heute, 32 Jahre später? Das die US-Sanktionen, sofern sie durchgezogenn werden, eine deutliche negative Wirkung auf die chinesische High-Tech-Wirtschaft haben werden, ist daher in meinen Augen gesichert. Umgekehrt muss man sich nur die Herstellung von Fortbewegungsmitteln jeglicher Art angucken um zu sehen, wie schnell China aufholt, wenn Importe und Kooperationen frei möglich sind.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die USA verhängen Handelsbeschränkungen auf ähnlicher Grundlage seit langem. Der erste Fall, der mir aufgefallen ist, war IBMs Cell-Prozessor und damit einhergehend die PS3. Trotzdem ist China noch immer weit davon entfernt, bei High-End-Prozessoren mitzureden und aktuell wird die dortige Industrie eine weitere Stufen zurückgeworfen, da mittlerweile auch die benötigte Fertigungstechnik direkt sanktioniert wird.
        Das Problem ist nicht das hier und jetzt. Kurzfristig wird das ganze Effekt zeigen und zumindest die Kosten für die Chinesen in die höhe treiben. Strengere Sanktionen werden aber langfristig wenig bewirken. Vermutlich eher das Gegenteil da nun einheimische Produkte attraktiv werden und damit mehr Geld für die Eigenentwicklung bereitgestellt wird. Es stärkt am Ende die Chinesischen Firmen und wird die Gefahr erhöhen dass Amerikanische Produkte in diesem Bereich garkeinen Absatz mehr finden.
        Zudem schadet man sich auch selbst da andere Staaten die nicht dem Westen angehören dieses Verhalten sehr genau beobachten und ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen werden.
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