Lebenszeichen von Pascal: Nvidias Supercomputer Drive PX 2 für autonome Autos [Update: Aktuell noch mit Maxwell]

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Drive PX 2: Nvidias "Supercomputer" für autonome Autos mit Pascal-GPUs (7)
Quelle: Nvidia

Nvidia hat auf der CES 2016 das Drive PX 2 vorgestellt, das genügend Leistung aufbringen soll, um autonomes Fahren zu ermöglichen. Zum Einsatz kommt dafür ein Verbund aus jeweils zwei kommenden Tegra-SoCs sowie Pascal-Grafikchips. Insgesamt 8 TFLOPS soll das Modul auffahren können, die Kühlung erfolgt mit Flüssigkeit.

Update vom 08.01.15:

Durch das bisher verfügbare Bildmaterial hat es sich bereits angedeutet, ein Besuch der Kollegen von Golem bei Nvidia auf der CES bestätigt es: Aktuelle Muster des Drive PX 2 werden noch nicht mit Pascal-, sondern mit Maxwell-Grafikchips bestückt. Die Aufschrift zeigt "1503A1"-GPUs, also welche die im März 2015 in einer A1-Revision hergestellt wurden. Vorzeigbare Pascal-Chips sind da garantiert noch nicht vom Band gefallen, sehr wahrscheinlich handelt es sich noch um GM204-GPUs. Solche könnten auch noch auf den Vorserienmodellen des Drive PX 2 verwendet werden - die finalen Chargen sollen erst zum Jahreswechsel ausgeliefert werden.
Update: Das Drive PX 2 wird aktuell noch mit Maxwell-GPUs bestückt Quelle: Golem Update: Das Drive PX 2 wird aktuell noch mit Maxwell-GPUs bestückt


Originalartikel vom 05.01.15:

Ein Jahr, nachdem Nvidia auf der CES 2015 das Drive PX vorgestellt hat, erfolgt auf der CES 2016 die Ankündigung des Nachfolgers. Anstelle von Tegra-X1-SoCs mit Maxwell-GPUs setzt Nvidia beim Drive PX 2 auf die Nachfolger-Architektur Pascal. Die kommenden Tegra-Prozessoren - wahrscheinlich mit dem Codenamen Parker - beherbergen jeweils vier Cortex-A57- sowie zwei selbstentwickelte Denver-Kerne. Die GPU sollte auf der Pascal-Architektur basieren, wobei Nvidia keinerlei genauere Angaben diesbezüglich macht. Zwei solcher Tegra-SoCs befinden sich auf einer Seite des Drive PX 2.

Auf der anderen Seite finden nun zwei dedizierte Grafikchips auf MXM-Steckmodulen ihren Platz. Nvidia gibt an, dass die der Pascal-Familie entstammen und in einem 16-nm-Prozess, also bei TSMC, gefertigt werden. Insgesamt soll das Drive PX 2 eine Rechenleistung von 8 TFLOPS (Single-Precision) bei einer Verlustleistung von 250 Watt erreichen. Lässt man die Tegra-SoCs für eine einfache Rechnung außer Acht (deren Rechenleistung dürfte ohnehin einen Bruchteil der Gesamt-Performance betragen), bräuchte es zwei Geforce GTX Titan X (3.072 Shader) mit einem GPU-Takt von etwa 650 MHz, um zwei Mal 4 TFLOPS zu erreichen. Unklar ist allerdings die Angabe der von Nvidia mit "DL TOPS" (Deep Learning Tera-Operations) bezeichneten Rechenleistung. 24 DL TOPS soll das Drive PX 2 schaffen; dafür bräuchte es eigentlich zwei Mal 3.072 ALUs mit jeweils 1,0 GHz Takt. Um die 250 Watt zuverlässig abführen zu können, setzt Nvidia übrigens auf eine Wasserkühlung. Die kann wahlweise in einen bestehenden Kreislauf im Auto integriert oder mit einem eigenen Radiator versehen werden.

Interessant ist derweil noch ein Blick auf die beiden Pascal-GPUs, die noch mit GDDR5(X)-Speicher gepaart werden. Jeweils acht Speicherchips werden mit einer GPU kombiniert, was für ein 128 oder 256 Bit breites Interface spricht. In Anbetracht der Größe und des Stromverbrauchs von maximal 125 Watt (abzüglich der SoCs wären 120 Watt möglich) könnte es sich um den GP106-Chip handeln oder um niedriger taktende GP104-GPUs. In letzterem Fall würde Nvidia ausschließlich die Topmodelle mit HBM ausliefern. Laut den Kollegen von anandtech.com, die auf der CES bei der Präsentation anwesend waren, soll Nvidia übrigens keine Demos mit dem Drive PX 2 gezeigt haben. Diese liefen stattdessen auf einer Geforce GTX Titan X. Das Drive PX 2 soll im zweiten Quartal an ausgewählte Partner verschickt und bis zum Jahresende frei erhältlich sein.

Quelle: Nvidia (Blog #1, #2)

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jooschka Freizeitschrauber(in)
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        Wie schwer wäre das eigentlich für NVidia gewesen, einfach einen z.B. größeren/kleineren/KeinPlan Heatspreader mit anderer Aufschrift auf das VorzeigeBoard zu packen? oder einfach einen von einigen hier spekulierten nicht funtionsfähigen "neuen" Chip? Und schon wäre die Sache spekulationstechnisch gelöst ...
        Zum Thema "das ist kein Prototyp" ....
        Wenn XY bei einem Board versuchsweise für eine Serie einen Kondensator um 90° Dreht, haste schon nen Prototypen...
        Wenn du eine GraKa das erste mal für Aufgabe XY benutzt... haste dafür schon n Prototypen ... für diese Aufgabe ...
        Sobald du irgendwas änderst, haste n Prototypen ...
        Auch wenn NV das Ding das erste mal AutoPC nennt, haben die dafür n Prototypen, egal, ob das selbe Board schon 10 oder 20 Jahre alt ist... sogar wenn's unverändert ist, da sich einfach die Aufgabe geändert hat.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Jooschka Freizeitschrauber(in)
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        Wie schwer wäre das eigentlich für NVidia gewesen, einfach einen z.B. größeren/kleineren/KeinPlan Heatspreader mit anderer Aufschrift auf das VorzeigeBoard zu packen? oder einfach einen von einigen hier spekulierten nicht funtionsfähigen "neuen" Chip? Und schon wäre die Sache spekulationstechnisch gelöst ...
        Zum Thema "das ist kein Prototyp" ....
        Wenn XY bei einem Board versuchsweise für eine Serie einen Kondensator um 90° Dreht, haste schon nen Prototypen...
        Wenn du eine GraKa das erste mal für Aufgabe XY benutzt... haste dafür schon n Prototypen ... für diese Aufgabe ...
        Sobald du irgendwas änderst, haste n Prototypen ...
        Auch wenn NV das Ding das erste mal AutoPC nennt, haben die dafür n Prototypen, egal, ob das selbe Board schon 10 oder 20 Jahre alt ist... sogar wenn's unverändert ist, da sich einfach die Aufgabe geändert hat.
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      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        Ohweia, warum sollte man sich darüber aufregen? Was sich hier wieder für Grabenkriege anbahnen.

        Nvidia hat halt vermutlich ein Devkit mit Maxwell in die Kamera gehalten und gelogen, es sei ein Pascal. Finde ich extrem unsympathisch, aber auch nicht so dramatisch. Ich sehe Nvidia auch (leider) nicht so sehr in Zugzwang wie AMD. Und ehrlich gesagt finde ich es überhaupt nicht wichtig welches Siliziumstück dort in die Kamera gehalten wird.

        bye
        Spinal
      • Von K12_Beste
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        Zitat von IronAngel
        Der Polaris Chip war ja auch nur ein Prototyp.
        Was heist da bitte "auch nur"?
        Auch nur würde bedeuten, daß NVIDIA auch einen Prototypen gezeigt hat, haben sie aber NICHT!

        AMD hat eine funktionierende 14nm FinFET GPU gezeigt, NVIDIA hat keine funktionierende 16nm FinFET GPU gezeigt!
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        das kennen wir doch irgendwo her oder ? "Nvidia bestätigt: Karte mit Fermi war Attrappe, Demos nicht" haha.

        Ne mal ernsthaft, vielleicht hatten sie noch keinen Funktionsfähigen Chip fertig und das ganze dauert noch einen Monat oder so. Der Polaris Chip war ja auch nur ein Prototyp.
      • Von Schaffe89
        AW: Lebenszeichen von Pascal: Nvidias "Supercomputer" Drive PX 2 für autonome Autos

        Die Quelle für die Tapouts der AMD Karten, kam damals von Globalfoundries bzw von AMD selbst, bei Nvidia isses wohl wieder ne Klitscheseite, oder haben die irgendwas offiziell gesagt?
        Wenn das bei der Vorstellung keine Pascal Chips waren, könnte sich das vll etwas verzögern.
        Im 3D Center tippt Hübie auf AMD +3 Monate was kaufbare Karten angeht, könnte so kommen.
      Direkt zum Diskussionsende
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