DLSS 4.5 vorgestellt: Nvidia verbessert Bildqualität - zahlt aber mit Performance auf älteren RTX-Karten
Mit DLSS 4.5 hebt Nvidia sein KI-Upscaling auf die nächste Stufe. Bessere Bildqualität, neue Frame-Generierung und breite RTX-Unterstützung stehen jedoch spürbaren Performance-Einbußen auf älteren Grafikkarten gegenüber.
Auf der CES 2026 in Las Vegas hat Nvidia DLSS 4.5 offiziell vorgestellt und direkt für RTX‑Grafikkarten über den Treiber 591.74 aktiviert. Die neue Version der KI-gestützten Upscaling-Technologie baut auf DLSS 4 auf und will vor allem Bildqualität, Stabilität und Frame-Generierung weiter verbessern - mit breiter Kompatibilität bis zurück zu RTX-20- und RTX-30-Karten, aber auch spürbaren Performance-Trade-offs auf älterer Hardware.
Was ist neu bei DLSS 4.5?
DLSS (Deep Learning Super Sampling) nutzt künstliche Intelligenz, um Spiele in einer niedrigeren Auflösung zu rendern und in Echtzeit hochzurechnen, was höhere Frameraten bei vergleichbarer visueller Qualität ermöglicht - ein Kernpunkt der modernen Nvidia-Strategie, aber auch im gesamten Markt: AMD setzt auf FSR, Intel auf XeSS.
Mit DLSS 4.5 erweitert Nvidia diese Technologie durch folgende Schwerpunkte:
- Verbessertes Super-Resolution-Modell: Ein weiterentwickeltes Transformer-KI-Modell bietet bessere temporale Stabilität, reduziert Ghosting-Artefakte und verbessert Kanten, Beleuchtung und Partikeleffekte.
- Dynamic Multi Frame Generation: Auf RTX-50-Serie-GPUs wird im Frühjahr 2026 ein dynamischer Frame-Generator starten, der bis zu fünf zusätzliche KI-Frames pro gerendertem Frame erzeugen kann - und sich dynamisch an die aktuelle Szene anpasst.
- Breite Unterstützung: DLSS 4.5 ist per Nvidia-App-Update für alle RTX-Grafikkarten verfügbar. Allerdings profitieren insbesondere RTX-40- und RTX-50-Karten von hardwarebeschleunigter FP8-Verarbeitung, wodurch der neue KI-Upscaler dort effizienter läuft.
Insgesamt soll DLSS 4.5 bereits über 250 Spiele und Anwendungen unterstützen, wobei die dynamische Frame-Generierung erst zu einem späteren Zeitpunkt vollständig ausgerollt wird.
Leistungseinbußen auf älteren GPUs?
Ein Thema, das in der Community für Diskussionen sorgt, ist der Leistungsmalus der neuen Version auf älteren RTX-Grafikkarten. Nvidia selbst weist darauf hin, dass DLSS 4.5 deutlich rechenintensiver sei als frühere Versionen - insbesondere, weil aktuelle Tensor-Core-Optimierungen (FP8-Beschleunigung) erst ab der RTX-40/50-Serie voll greifen.
Erste Berichte und Tests deuten an, dass ältere RTX-20- und RTX-30-Karten beim Einsatz von DLSS 4.5 im Vergleich zu DLSS 4 spürbare Leistungseinbußen von teils über 20 % aufweisen können - deutlich mehr als bei bisherigen DLSS-Upgrades.
Auf X berichtet Mostly Positive Reviews in verschiedenen Szenarien von einer 14 bis 20 Prozent schlechteren Leistung auf einer Geforce RTX 3080 Ti in Cyberpunk 2077. X-Nutzer und Grafikkartenspezialist harukaze5719 empfiehlt wegen des FP8-Themas, DLSS 4.5 auf Geforce-Karten vor der RTX-40/50-Serie nicht einzusetzen.
In der ersten Community-Analyse bestätigt sich, dass die erhöhte Rechenlast für das neue KI-Modell auf "älteren" GPUs schwieriger zu kompensieren ist und damit die Performance stärker belastet, als Nvidia in einigen Fällen kommuniziert hatte. Wie die Wetterlage genau ist, wird sich mit tiefergehenden Analysen in den kommenden Wochen zeigen. Die Presets J, K, L und M werden wohl eine große Rolle spielen.
Spannender Fortschritt - aber nicht ohne Kompromisse
DLSS 4.5 markiert einen weiteren Evolutionsschritt im KI-Upscaling und zeigt, wie Nvidia versucht, FPS-Gewinne und Bildqualität weiter zu steigern, ohne die reine Rasterleistung massiv erhöhen zu müssen - ein Ansatz, der angesichts physikalischer und wirtschaftlicher Grenzen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Integration eines neuen Transformer-Modells und einer dynamischen Multi Frame Generation verspricht visuelle Vorteile in kompatiblen Spielen, und seit DLSS 2 gilt die Technik auch unter Enthusiasten nicht mehr als pauschal verpönt.
Gleichzeitig sollten Nutzer älterer RTX-Grafikkarten berücksichtigen, dass DLSS 4.5 deutlich stärkere Performance-Einbußen verursachen kann als frühere Versionen. DLSS war lange ein Mittel, um alternder Hardware ein zweites Leben zu ermöglichen - durch die zunehmende Hardware-Spezialisierung geraten ältere Generationen jedoch zunehmend ins Hintertreffen. Eine Entwicklung, die die Diskussion um KI-Upscaling weiter anheizen dürfte.
Quellen: Mostly Positive Reviews auf X, 포시포시 auf X, Github, Wulfric05 auf Reddit, frostN0VA auf Reddit, Nestledrink auf Reddit

Ach ja: FPS bedeutet Frames pro Sekunde, also wieviel Frames werden in einer Sekunde erzeugt und in dem Dokument werden Millisekunden angegeben. Jetzt rechnet man die Differzenz von Preset K zu M auf eine Sekunde hoch und hat den Frameverlust
Unterer Abschnitt - Nett, das du mich aufklären wolltest. Trotzdem sind die ms Angaben theoretische Werte die man dann erst umrechnen muss und dann bleiben sie auch theoretische Durchschnittswerte weil es in keinen Games praxisnah getestet wurde.
Ach ja: FPS bedeutet Frames pro Sekunde, also wieviel Frames werden in einer Sekunde erzeugt und in dem Dokument werden Millisekunden angegeben. Jetzt rechnet man die Differzenz von Preset K zu M auf eine Sekunde hoch und hat den Frameverlust
Wenn einfach mehr Leistung erzielbar wäre, warum sehen wir kein Intel, keine China GPU, kein AMD die "mal eben" diese Leistung bieten und damit Nvidia vom Markt fegen?
Vielleicht weil es doch nicht möglich ist?
Für meinen Teil kann ich nichts schlechtes an den zusätzlichen(!) Software Optionen sehen. Was nicht gefällt wird halt nicht benutzt und fertig ist der Lack
Nochmal: Wenn die Karten potent genug wären, was sie technisch sein könnten, dann bräuchte man keine Upscaling-Techniken, da nativ + max AA (egal welches) alles butterweich laufen würde.
Wir haben uns einfach nur daran gewöhnt, den gestreckten Fortschritt mitzumachen.
Der Performancegewinn bei GPUs nach der Pascal-Generation wurde größtenteils mit der Brechstange erkauft, indem man die Leistungsaufnahme massiv erhöht hat. Während eine GTX 1080 Ti noch mit rund 250 Watt auskam, liegen aktuelle Spitzenmodelle wie eine RTX 5090 inzwischen bei nahezu 600 Watt. Effizienzgewinne spielen dabei eine immer geringere Rolle.
Und genau aus diesem Grund gewinnen Upscaler zunehmend an Bedeutung. Da klassische Leistungssteigerungen durch höhere Taktraten und mehr Rechenleistung immer ineffizienter werden, ist intelligentes Upscaling der sinnvollere Weg, um höhere Auflösungen und Bildraten zu ermöglichen.