"DGX Station": Nvidia bringt Blackwell Ultra in einen Desktop-Formfaktor
Nvidia treibt seine KI-Pläne weiter voran. Mit der "DGX Station", die auf der laufenden GTC 2025 präsentiert wurde, will CEO-Huang das "neue Aussehen eines PCs" definieren.
Nvidia hat auf der vom 18. bis 21. März laufenden GPU Technology Conference (GTC 2025) eine neue Workstation für KI-Anwendungen vorgestellt. Die DGX Station mit Blackwell Ultra bringt Rechenzentrumsleistung in ein Desktop-Format und soll Entwicklern und Forschern lokale Ressourcen für KI-Projekte bieten. Das System erreicht eine Rechenleistung von 20 PetaFLOPS bei dünnbesetzten Matrizen - oder 15 PetaFLOPS ohne diese Sparsity-Optimierung.
Die DGX Station basiert auf dem GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip, der eine Blackwell Ultra GPU mit einer Grace CPU auf einem E-ATX-Mainboard kombiniert. Das System verfügt über einen Gesamtspeicher von 784 GB, aufgeteilt in 288 GB HBM3e-Speicher der GPU und 496 GB LPDDR5X-Speicher, verteilt auf 16 Module. Die Speicherbandbreite liegt bei 8 TB/s für den HBM3e-Speicher und 396 GB/s für den LPDDR5X-Speicher. Die Netzwerkanbindung erfolgt über einen ConnectX-8-Chip, der Infiniband-Verbindungen mit bis zu 800 Gbit/s unterstützt. Für Erweiterungen bietet die DGX Station drei PCIe-x16-Slots sowie drei NVMe-Slots für SSDs.
Mit diesen Werten übertrifft die DGX Station das zur C ES 2025 vorgestellte "Project Digits", das inzwischen unter dem Namen "DGX Spark" geführt wird, deutlich. Der Anwendungsbereich liegt laut der Nvidia-Mitteilung bei KI-Entwicklern und -Forschern, die mit großen Modellen arbeiten. Auch Datenwissenschaftler und Bildungseinrichtungen sollen von der DGX Station profitieren.
Allerdings nennt Nvidia bisher weder eine Leistungsaufnahme noch eine unverbindliche Preisempfehlung, die für das System aufgerufen wird. Entsprechend bleibt auch abzuwarten, ob die markante Aussage von Nvidia-Chef Jensen Huang, dass "so ein PC aussehen sollte", auch in der Endabrechnung gilt. Die Komplettsysteme mit der DGX Station sollen indes von altbekannten Herstellern wie Asus, Dell, HP oder Lenovo auf den Markt gebracht werden.
