Aqua Exhalare 2.0 Nvidia Edition: der8auer versenkt Titan RTX
Roman "der8auer" Hartung hat ein neues Aqua-Exhalare-System 2.0 im Rahmen der Nvidia Garage gebaut. Auch hier kommt 3M-Novec-Kühlflüssigkeit zum Einsatz, allerdings wird ausschließlich die verbaute Titan RTX darin versenkt. Mit dabei sind jetzt Peltier-Elemente. Der Core i9-9990XE wird klassisch per Custom-Wasserkühlung auf Temperatur gehalten.
Im Sommer 2017 hatte Roman "der8auer" Hartung das erste Aqua-Exhalare-System vorgestellt. Damals gab es noch Pläne, das Ganze über Caseking zum Verkauf anzubieten. Mittelpunkt des Builds war die Novec-Kühlflüssigkeit von 3M, damals in Form der 7000er-Lösung - diese hat einen Siedepunkt von 61 Grad Celsius und leitet keine Elektrizität. Per Zwei-Phasen-Prinzip wurden Prozessor, Grafikkarte, Mainboard und die sonstigen Komponenten gekühlt. Das Ganze zeigte sich wegen der schwierigen Handhabung, dem teuren Zusammenbau und rechtlicher Schwierigkeiten als nicht praktikabel für den Handel. Der8auer entwarf daraufhin das überarbeitete Aqua Exhalare Nvidia Edition als reines Showcase-System.
Neues Aqua Exhalare 2.0 Nvidia Edition mit Peltier-Elementen
Inzwischen hat der Bastler über das Nvidia-Garage-Format das Aqua Exhalare 2.0 Nvidia Edition vorgestellt, das mit einem neuen Ansatz daherkommt. Anstatt die komplette Hardware unter "Wasser" zu setzen, beschränkt sich der8auer auf die Grafikkarte. Dies macht das Unterfangen deutlich simpler, weil nicht mehr das halbe Gehäuse abgedichtet werden muss, sondern nur noch ein kleiner Tank. Zum Einsatz kommt hier Nvidias Titan RTX, die schnellste Turing-Grafikkarte mit TU102-Vollausbau und 24 GiByte GDDR6-Speicher. Als Gehäuse dient Raijinteks Enyo. Das X299-Mainboard, Asus' ROG Rampage VI Extreme Omega, sitzt mit dem Core i9-9990XE auf der Rückseite.
Bei der Kühlflüssigkeit setzt der8auer nunmehr auf das 3M Novec 7000 mit einer Siedetemperatur von 34 statt 61 °C. Das ermöglicht niedrigere Temperaturen bei der GPU, dem Speicher und den Spannungswandlern, erschwert aber auch das Kondensieren - ohne Letzteres funktioniert das Zwei-Phasen-Prinzip nicht. Um das Gas auf unter 34 °C zurückzukühlen, kommen zwei Peltier-Elemente zum Einsatz, die an einem eigenen 1.300-Watt-Netzteil von Seasonic hängen (die genaue Kühlleistung wird nicht präzisiert). An den Peltier-Elementen sind auf der einen Seite Aluminiumkörper befestigt, um die Oberfläche zum Kondensieren zu maximieren. Auf der anderen befindet sich je ein CPU-Wasserkühler, der das Peltier-Element auf Temperatur hält. Zwei 480-mm-Radiatoren übernehmen den Wärmeaustausch. Zwei weitere 480er kümmern sich ganz klassisch um die Kühlung des Core i9-9990XE, der eine Verlustleistung von mehreren Hundert Watt aufweist.
Nicht für Zuhause gedacht
Das Konzept bleibt weiterhin ausschließlich für Showcases interessant. Mit den Peltier-Elementen ist das Aqua Exhalare 2.0 Nvidia Edition wahrscheinlich noch weniger für den Alltag geeignet als die Vorgänger-PCs. Eine der beiden Kühleinheiten bleibt selbst im Leerlauf aktiv, was die Idle-Leistungsaufnahme in die Höhe schießen lässt. Die Titan RTX lässt sich nicht ohne Weiteres ausbauen.

Die Sicherheitsdatenblätter der Firma sagen jedenfalls was anderes, aber das kann auch übertriebene Vorsicht sein.
.
Und da könnte man auch dann mal von Innovation sprechen, bezüglich der elektrischen Isolierung mit Plug an Play Kontakten. Einen Acryl Behälter zusammen kleben, etwas löten und Kältemittel einfüllen, naja wer das besonders findet, bleibt jeden selbst überlassen.
Liegt vielleicht am Generationenwechsel, nicht nur der Computer-Hardware...