Krypto-Mining: Rare Gundam-Karten verschwinden in vietnamesischen Mining-Rigs
Grafikkarten verschwinden immer wieder in Mining-Rigs - daran hat man sich langsam gewöhnt. In Vietnam werden aber auch die ohnehin schon raren Gundam-Karten von Asus direkt bei Händlern gebündelt und in Schürfstationen ausgerüstet, weil sie noch nicht gedrosselt sind. Das gefällt nicht jedem.
Die raren, weil stark limitierten Gundam-Karten von Asus sind nun in Mining-Farmen aufgetaucht, was einmal mehr Wasser auf den Mühlen der Kritiker ist. Und auch die verbliebenen Non-LHR-Karten (Light Hash Rate) steigen im Wert, wo sie Abnehmer finden. Etwa in Vietnam: Da werden die "alten" Ampere-Karten direkt in Mining-Rigs installiert und als Paket verkauft. Hier machen die Händler das Geschäft direkt, in dem sie die Karten ohne Hash-Sperre aus dem Verkehr ziehen und daraus Schürfstationen bauen - in Vietnam kann bislang, anders als beim Nachbarn China, hemmungslos geschürft werden.
Was dabei vor allem für Diskussionsstoff sorgt ist, dass die Händler auch die doch recht seltenen Gundam-Karten von Asus in doch recht beträchtlicher Stückzahl als Farm-Equipment verwenden. Die Karten sind für Endkunden notorisch schlecht zu bekommen und erzielen auf Ebay absurd hohe Preise von gerne 2.000 Euro und mehr für eine Geforce RTX 3080 ROG Strix Gundam. Das wirft bei Enthusiasten die Frage auf, warum Asus überhaupt über seine Versorgungskette Händler mit Karten versorgt, die diese dann nicht wenigstens an den Endkunden weiterverkaufen. Rein wirtschaftlich dürfte es Asus aber recht gleich sein, wo die Karten laden, denn der Umsatz wurde gemacht. Hier einzugreifen ist vor allem ein ressourcenintensives Unterfangen fürs Image.
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Man geht immerhin davon aus, dass sich das Mining-Problem in den kommenden Wochen von selbst etwas entspannen könnte, da die Kurse im Moment auf Talfahrt sind sich die großen, stromintensiven Schürfstationen schnell nicht mehr genug Marge abwerfen oder sich gar rechnen. Insider gehen davon aus, dass die alten Non-LHR-Karten weiter gefragt bleiben, der Endkundenmarkt aber durch die LHR-Karten von dieser Preisspirale verschont bleibt.
Quelle: Nguyenconpc via Twitter (@I_Leak_VN)

Die aktuellen GPUs verkaufen sich exzellent. Von einer zurückgehenden Nachfrage kann man nicht sprechen.
Die aktuellen GPUs sind primär so teuer, weil die Verfügbarkeitslage nach wie vor schlecht ist bei immer noch hoher Nachfrage.
Wir haben mit aktuell 2 großen Herstellern von GPUs , zig Boardpartnern und hunderten Händlern auch kein Problem mit Preisabsprachen oder mangelnden Konkurrenz. Natürlich wäre es gut, wenn es noch mehr Produzenten für GPUs gäbe.
Historisch gesehen wäre es auch nicht so teuer. In den 80ern, 90ern und frühen 2000ern hielt ein Gaming PC nur maximal 3 Jahre durch, dann war er absolut veraltet. Damals dürfte man für das PC Gaming etwa 1000€ aufwärts ausgeben. Auf heutige Preise umgerechnet sind das etwa 750-1000€ pro Jahr. Es wäre also noch immer günstig, die Zeiten, in denen man mit einer 200€ RX 480 8GB auch 5 Jahre später noch absolut alles zum laufen bekommt und das sogar sehr gut, dürften dann gezählt sein
Das mit den Konsolen höre ich, seit ich denken kann, davon war schon seit 1978 (also vor meiner Geburt) die Rede. Geschehen ist wenig, der PC bietet eben eine Reihe von extremen Vorteilen.
Aktuell gibts mal wieder Lieferprobleme für alle Grafikkarten. im August sollen aber wohl vermehrt Karten in den EU Handel kommen, denke dann werden zumindest die Preise für beispielsweise 3070TI und 3080TI nochmal ein Stück sinken.
Die haben ja keine Luft, das kocht die soch durch!?
Vielleicht doch lieber nicht.