[04/05/2018] Amperes Kondensatorproblem... ist ein Zeichen von zu wenig Zeit für Tests der Hersteller. Somit werden diese auf die Käufer "ausgelagert" und Probleme werden im Nachhinein behoben. Wobei man natürlich auch sagen kann, dass Ampere kein Einzelfall ist. Sei es der Speicher bei Turing, Arbeitsspeicher bei frühen Ryzen-CPUs mit haufenweise UEFI-Updates oder gar Temperaturprobleme mit Devils-Canyon-CPUs wie dem 4790K. All diese Probleme haben einen ähnlichen Grund. Zum Problem selbst: Es wird größer geredet als es letztendlich ist. Nur wenige Karten haben die Konfiguration mit günstigeren Kondensatoren. Folglich sind dies auch meist günstige Karten, die sowieso nicht besonders hoch takten. Dadurch sollte die Stabilität nicht allzu sehr negativ beeinflusst werden, lediglich Overclocking-Ergebnisse leiden darunter. Teurere Karten nutzen meist den Kompromiss mit vier günstigen POSCAPS und MLCCs in der Mitte, was vollkommen in Ordnung ist und darüber gibt es nur wenig Verbesserung. Dennoch werden viele Hersteller mit Sicherheit etwas nachbessern, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Und wie immer gilt: Als Early-Adopter muss man in der heutigen Zeit oft mit gewissen Problemen rechnen. Sei es Hardware, Spiele oder Autos (Elektro, Wasserstoff usw.). Das heißt für diejenigen mit Problemen nun: Abwarten, Karte etwas heruntertakten, auf bessere Verfügbarkeit warten und die problembehaftete Ampere-Karte dann unter Garantie einschicken.