Gigabyte Aorus 15p im Test: Schnelles 300-Hz-Display und schnelle RTX 3070
Kurz vor Weihnachten wollen die Notebook-Hersteller noch schnell mit dem ein oder anderen Kaufanreiz um die Ecke kommen. Das Aorus 15P ist so einer und mit einer RTX 3070 und einem Intel-Achtkerner i7-11800H recht ordentlich ausgestattet. Das gilt aber nicht nur für das potente Paket aus diesen beiden Rechenchips, sondern auch den Rest des 15 Zoll großen Notebooks. Das Full-HD-Display etwa bietet eine Bildwiederholrate von 300 Hz, ist also bestens für Shooter oder allgemein Liebhaber hoher Fps geeignet. Drinnen stecken außerdem eine NVME-SSD mit einem Terabyte und 16 GB DDR4-RAM. Es scheint dem Notebook also nichts zu fehlen, sodass wir ihm mal genauer auf den Zahn fühlen, ob sich der Deal hier lohnt.
Wir fangen mit den Äußerlichkeiten an, bevor wir die Innereien zum Glühen bringen. Wir haben es hier mit einem 2,2 Kilo leichtem 15-Zöller zu tun. Das ist gar nicht mal so schwer, zusammen mit dem knapp über 700 Gramm schweren Netzteil schleppt man dann aber doch fast drei Kilo im Rucksack mit sich rum. Trotzdem: Leichter geht es in dieser Größe und mit dieser Leistung einfach nicht. Eine RTX-GPU schluckt eben gut Strom, was eben so einen kleinen Backstein von Netzteil erfordert. Leider kann da kein Hersteller die Physik aushebeln. Da sind wir auch schon beim richtigen Stichwort: Die physikalischen Maße betragen: circa 36 cm breit, 25 cm lang und 2,7 cm dünn. Damit passt es gut in fast jeden Rucksack.
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus 15p (5)
Die Anschlussausstattung kann sich sehen lassen: Mit HDMI 2.1 und Mini-Displayport 1.4 gibt es zwei aktuelle Videoausgänge. Außerdem vorhanden: dreimal USB 3.0, eine 2,5 Gigabit-LAN-Buchse und sogar der Alleskönner Thunderbolt 4 ist mit dabei.
Die Lautsprecher klingen recht brauchbar, lassen sich auf ein ziemlich hohes Niveau aufdrehen, ihnen fehlt aber etwa der Bass. Damit ist der Sound noch immer besser als die Telefonhörerqualität vieler Billigheimer, er ersetzt aber natürlich kein paar Aktivboxen.
Auf dem Notebook ist Windows 10 vorinstalliert und es lässt sich dank TPM 2.0 problemlos auf Windows 11 upgraden. Schön, dass Gigabyte das Notebook frei von Bloatware gehalten hat und nur Nützliches vorinstalliert, wie etwa die Konfigurationssoftware fürs Notebook. Dort sind neben den Leistungsprofilen einige nützliche Zusatzfunktionen geboten, die nicht unbedingt selbstverständlich sind und uns gefallen: So lässt sich etwa die Lüfterkurve manuell einstellen. Dadurch wird das 15p unter voller Last zwar nicht unbedingt viel leiser, dafür lassen sich die Lüfter dahingehend tunen, dass sie bei kleineren Lastspitzen nicht unbedingt gleich anspringen. Die Lüfterkurve ist also hier nicht nur eine Nerd-Spielerei, sondern durchaus ein sinnvolles Feature, welches sich andere Notebook-Hersteller gerne abschauen dürfen.
| Notebook | Gigabyte Aorus 15p |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 (Upgrade auf Windows 11 möglich) |
| CPU | Intel Core i7-11800H (8 Kerne, 2,3 GHz-4,6 GHz) |
| GPU | Nvidia Geforce RTX 3070 Laptop GPU (115 W TGP + 15 W Dynamic Boost) |
| RAM | 16 GB DDR4-3200 (2 Slots) |
| SSD | 2x M.2 SSD Slots (Type 2280, unterstützt 1x NVMe PCIe Gen3 & SATA/ 1x NVMe PCIe Gen4) |
| Display | Full HD, IPS, 300 Hz |
| Anschlüsse | 3x USB 3.2 Gen1 (Typ-A) |
| 1x Thunderbolt™ 4 (Typ-C) | |
| 1x HDMI 2.1 | |
| 1x mini DP 1.4 | |
| 1x 3.5mm Kombi-Anschluss | |
| 1x UHS-II SD Kartenleser | |
| 1x Ladeanschluss | |
| 1x RJ-45 | |
| Audo | 2x 2 Watt Lautsprecher, Mikrofon |
| LAN | RTL8125-BG REALTEK (2.5G) Ethernet |
| WLAN | Intel AX200 Wireless (802.11ax, a/b/g/n/ac/ax kompatibel), Bluetooth 5.2 |
| Webcam | HD, 720p-Auflösung |
| Sicherheit | TPM 2.0 (Intel PTT) |
| Netzteil | 230 Watt |
| Gewicht | 2,24 kg |
| Maße | 357(W) x 244(D) x 23,6 ~ 27,4 mm(H) |
Leistung: Hohe Grafikdetails in aktuellen Spielen
Für die Spieleleistung ist hier die RTX 3070 hauptsächlich verantwortlich. Gleich vorneweg: In jedem Notebook ist der Grafikchip etwas anders konfiguriert. Gigabyte genehmigt der 3070 im Aorus 15p 115 Watt plus 15 Watt Dynamic Boost, also insgesamt 130 Watt, wenn der variable Teil von 15 Watt mitgenutzt wird, den sich die GPU mit der CPU teilt. Hier handelt es sich also nicht um den Vollausbau der RTX 3070 mit bis zu 125 Watt - der GPU fehlen hier also lediglich 10 Watt. Die Laptop-Version der RTX 3080 basiert auf der gleichen GA104-GPU von Nvidia mit noch mal etwas aufgebohrten Taktraten, sie ist aber deutlich teurer als die 3070, die einfach ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis in Notebooks bietet.
Um hier nicht die Nähe zu den Desktop-GPUs zu suggerieren, aber trotzdem die gleiche Nomenklatur zu verwenden, spricht Nvidia offiziell von einer "Laptop GPU". Bei einer RTX 3080 kommt in Notebooks aber die "3070er-GPU" GA104 zum Einsatz. Der Unterschied zwischen 3080 und 3070 ist im Notebook nicht mehr die GPU selbst, sondern lediglich die Ausstattung, wie etwa Powerlimit (TGP), FP32-ALUs ("CUDA-Kerne"), Speicherinterface und -transferrate.
Max-Q sollte zunächst nicht mehr verpflichtend im Namen stehen, was zur Ankündigung der Notebook-Amperes gleich einen Shitstorm im Netz entfachte. Nvidia und die OEMs schieben sich dafür den Schwarzen Peter gegenseitig zu. Nvidia sieht die OEMs in der Pflicht, ihre Modelle hinreichend zu kennzeichnen, die wiederum berufen sich auf Nvidias Vorgaben, die eine derartige Schwammigkeit erst zulassen. Mittlerweile zeichnet sie jeder Hersteller aus, so auch Gigabyte.
An sich bleibt die TGP-Angabe kein Geheimnis, da das Power-Limit einfach zu testen und auszulesen ist. Davon abgesehen waren unterschiedliche Konfigurationen des Kühlbudgets auch unterhalb GPU-Modellen mit gleichem Namen und dementsprechend eine unterschiedliche Leistung schon in den Vorgängergenerationen üblich. Schlecht für den Verbraucher nur, dass man an der GPU-Bezeichnung nun etwas weniger die Leistung ableiten kann. Das ist wiederum gut für uns Tester, denn unsere Arbeit wird damit umso wichtiger. Wir messen bei jedem Notebook das maximale Power-Limit und nennen dieses, nicht die TGP(!), jeweils zum GPU-Namen an.
Quelle: PC Games Hardware
RTX 3070 Laptop GPU TGP
Welche Leistung die RTX 3070 hier bietet, haben wir natürlich auch gemessen, sowohl in synthetischen Benchmarks als auch in praktischen Spieleszenen: Im 3DMark Time Spy, dem allseits beliebten DirectX12-Benchmark, kommen wir auf eine maximale Grafik-Punktzahl von 9.668, was insofern schon mal recht ordentlich ist, da 3DMark hier für Battlefield V in WQHD mit Ultra Details über 95 Fps schätzt. In Full HD dürfte es hier also dreistellig sein.
Cyberpunk 2077 zwingt selbst starken Gaming-Rechnern wie diesen hier einiges an Demut ab. Ohne Raytracing und ohne DLSS aber mit maximalen Grafikdetails in nativer Full-HD-Auflösung kommen wir hier schon mal auf brauchbare 50 Fps. Mit Raytracing und DLSS liegen wir hier auf einem ähnlichen Niveau. Immerhin hat man hier die Wahl, ob man mit Raytracing auf cineastische Grafik, aber ebensolchen 24 Fps spielt, oder lieber auf Raytracing verzichtet und dafür mit DLSS geschmeidig flüssig über den 60 Fps bleibt.
Deutlich flüssiger laufen Shooter wie Call of Duty Warzone: Selbst mit höchsten Grafikeinstellungen kratzen wir knapp an dreistelligen Fps-Werten, bekommen aber im Schnitt um die 90 Fps. Das ist schon mal eine gute Basis, aber auch hier lässt sich mit mittleren Details ein guter Kompromiss aus ansehnlicher Grafik und hohen, dreistelligen Fps hinschrauben.
Außerdem haben wir das neue Forza Horizon 5 ausprobiert, das sowohl schicke Auto-Grafik als auch hohe Fps-Werte liefert. Wieder in Full HD und höchsten Details kommen wir deutlich über 80 Fps in der integrierten Benchmark-Szene.
Bildergalerie
Display: Schnelle 300 Hz und auch gute Farbqualität
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus 15p im Test: Schnelles 300-Hz-Display und schnelle RTX 3070 (1)
Was nützt die leistungsfähigste Grafikeinheit, wenn Display nichts taugt? Gleich vorneweg: Die Messwerte passen durch die Bank und ein besseres Panel für ein Gaming-Notebook gibt es kaum. Full HD reicht auf der Diagonale von 15,6 Zoll absolut aus und die 300 Hz sind ein Traum! Ich rieche schon jetzt einige Kommentare, die behaupten, dass das doch viel zu viel sei und an sich unnütz. Deswegen sei hier gesagt: Es gibt keine zu hohe Bildwiederholrate fürs Gaming. Zum einen: Doch, es gibt Spiele wie Counter Strike, in denen sich auch 300 Fps einfach einstellen lassen. Und selbst wenn nicht, bietet es Vorteile: etwa grundsätzlich einen geringeren Input Lag oder weniger Screen Tearing. Klar ist der Unterschied zu 240 Hz oder auch 120 bzw. 144 Hz da nicht allzu groß. Aber man nimmt die doch gerne mit. Vor allem, wenn sie keine Nachteile bieten und auch die restlichen Eigenschaften des Displays passen.
Es ist also nicht nur schnell, sondern auch schön. Die Farbqualität überprüfen wir mit unserem Kolorimeter und wir messen am blickwinkelstarken IPS-Panel einen guten Kontrast über 1.000:1. Die Farbtreue ist auch nahezu perfekt, da Gigabyte das Display löblicherweise vorkalibriert. Außerdem wird der sRGB-Farbraum nahezu vollständig abgedeckt. Es ist also rundum ein richtig gutes Display, das sich nicht nur zum Zocken eignet, sondern auch für Bildbearbeitung herhalten kann.
Aorus 15p: Temperaturen und Kühlleistung
Wir werfen ein Auge auf die Temperaturen und ein Ohr auf den Lüfterlärm. Ohne beides nun groß breitzutreten: Beides fällt ziemlich moderat aus und hält sich in Grenzen, auch ohne ein Herumfummeln an der bereits erwähnten Lüfterkurve in den Einstellungen. Klar ist der Lüfter unter Spielelast hörbar und pfeift auch gelegentlich etwas, aber der abhebende Düsenjet bleibt aus. Mit Stresstests messen wir Temperaturspitzen von knapp 80 Grad, was schon relativ niedrig ist. In der Spielepraxis bleibt die GPU laut den Sensoren aber stets darunter.
Aorus 15p: Akkulaufzeit
Quelle: PC Games Hardware
Gigabyte Aorus 15p im Test: Schnelles 300-Hz-Display und schnelle RTX 3070 (6)
Zunächst mal freuen wir uns, dass Gigabyte das Aorus 15p mit der maximal möglichen Akkukapazität von 99 Wattstunden ausstattet. Mit mehr dürfte ein Notebook nicht ins Flugzeug. Wir messen unsere Stichprobe mit der Anwendung PCMark 10. Dort lassen wir das Szenario "Modernes Office" laufen, welches etwas Surfen, Videochat und Office-Arbeiten simuliert. Das Display ist auf halber Helligkeit, die Tastaturbeleuchtung aus und WLAN entsprechend aktiviert. Wir kommen hier auf eine Laufzeit von etwas über fünf Stunden. Das ist bei so einer intensiven Nutzung schon ganz gut, ehrlicherweise haben wir aber bei der üppigen Kapazität etwas mehr erwartet. Die Intel-CPU ist zwar recht potent, aber die aktuelle Tiger-Lake-Generation ist einen Hauch weniger effizient als die Vorgängergeneration. Klar lässt sich in der Praxis die Akkulaufzeit noch etwas strecken, indem das Display noch weiter gedimmt und lediglich 60 Hz verwendet wird.
Fazit: Schnell in jeder Hinsicht
Gut gemacht, Gigabyte! Mit einem Display mit 300 Hz lässt es fürs rasante Gaming keine Wünsche offen. Mit einer guten Farbtreue und genug CPU- und GPU-Leistung besitzt es zwar Allrounder-Qualitäten, jedoch so ein schnelles Display macht es umso mehr für rasante Shooter-Spiele geeignet, aber eben nicht nur. Das Notebook ist insgesamt gut konfiguriert, die Ausstattung mit einer RTX 3070, einem i7, 16 GB RAM und einem Terabyte an SSD ergeben insgesamt Sinn.
Das Aorus 15p lässt im Test auch keine Schwachstellen erkennen, die uns bei so einem Gerät aus der Gaming-Oberklasse für eine Empfehlung Bauchschmerzen bereiten würde.

Mein Legion 5i Pro, ebenfalls mit 3070 und 11800h:
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Vs Aorus
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Da hat Gigabyte ja mal nen ordentlichen Krüppel produziert.
Das Fazit von PCGH ist ebenfalls für die Tonne.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] vor allem der wahnsinnig schlechte cpu Score deutet auf 16R Müll RAM hin. Warum fällt so etwas im test nicht auf? Wie kann man da nur so ein Fazit hinterlassen?
Wir sind alle technikverliebt in diesem Forum und sind bereit für gute Hardware gutes Geld hinzulegen...
Kann man sich damit auch im Urlaub aufdringliche Stiere auf der Alm vom Hals halten? Ich glaub ich hab da so ein Foto in Erinnerung... ^^