Aldi macht mobil

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Ab dem 7. beziehungsweise 8. Mai wird in den Nord- und Süd-Filialen des Lebensmitteldiscounteres Aldi ein neues Notebook für 1.479 Euro angeboten. Die Geforce-FX-Go-5200-Grafik soll das Gerät auch für Spieler interessant machen. PCGH hat sich den Aldi-Desktop-Ersatz ins Testlabor geholt. Mobile Zockmaschine oder schwacher Bürozwerg?

Das Titanium MD6200 getaufte Gerät stammt wie bei Aldi üblich von der Medion AG. Als einer der ersten Notebook-Hersteller hat das Unternehmen eine DirectX-9-Grafikkarte verbaut. Die Geforce FX Go 5200 ist mit 230 MHz GPU und 513 MHz Speicher getaktet. Zudem unterstützt die Grafikkarte AGP8X und verfügt über 64 Megabyte eigenen DDR-SDRAM. Die weiteren Eckdaten: Pentium 4 2,6 GHz (Desktop-Variante), 512 Megabyte DDR-SDRAM (PC333), 40 Gigabyte Hitachi Festplatte, DVD-CD/RW-Combo-Brenner, 15-Zoll-LCD (1.024 x 768 Bildpunkte), 5.1-Sound mit optischem S/PDIF-Out und 11-Mbps-WLAN-Karte. An Schnittstellen stehen USB 2.0, Firewire, LAN und PCMCIA-Slot (Typ 2) zur Verfügung. Um beim Käufer eine Art "Centrino-Feeling" zu erzeugen, integriert Medion in das System eine 11-Mbps-WLAN-Karte. Des Weiteren legt Medion dem Gerät ein 64-MB-USB-Stick als Ersatz für das fehlende Diskettenlaufwerk bei.

Als Betriebssystem wird Windows XP Home vorinstalliert, für einfache Büroarbeiten steht die Works Suite 2003 zur Verfügung. Neben dem Brennprogramm Nero ist auch eine Version des Software-DVD-Players PowerDVD im Lieferumfang.

Etwas störend ist die hohe Geräuschkulisse des Notebook: Im Standard-/Office-Betrieb erreicht es schon 48 dB(A). Wird Prozessor und Grafikkarte richtige belastet steigt der Schallpegel auf 51 dB(A). Obwohl Medion einen Desktop-Prozessor einsetzt, erreicht das Gerät eine Akkulaufzeit von immerhin 166 Minuten. Dies liegt an der "Power Management Utility", ein Tool, das vier unterschiedliche Stromsparprofile anbietet. Diese Stufen können zudem über zwei zusätzlich Tasten angewählt werden. So können Sie für jede Anwendung den Energieverbrauch manuell steuern.

Das eigentlich interessante am neuem Aldi-Notebook ist aber der DirectX-9-Grafikchip. Die Geforce FX Go 5200 leistet im Spiel Serious Sam II (Grosse Kathedrale) mit einer Auflösung von 1.024x768 Pixeln (Standard Mode, 32 Bit) 63 Bilder pro Sekunde. Im Quality Mode erreicht das Notebook 44 fps - ein passabler Wert. Beispielsweise das Xeron Sonic Pro X50 mit Pentium M 1,6 GHz (Centrino) und Ati Mobility Radeon 9000 (64 MB DDR) leistet im Standard Mode 75 und im Quality Mode 46 Bilder pro Sekunde. Das 15-Zoll-Display des Aldi-Gerätes erreicht ein gemessene Reaktionszeit von 34 Millisekunden - für ein Notebook-LCD ist dies ein guter Wert.

Aber nicht nur die inneren Werte stimmen. Das Titanium MD6200 ist gut verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Mit 3,5 Kilogramm ist es aber kein Leichtgewicht.

Fazit: Das Aldi-Notebook kostet 1.479 Euro und bietet für diesen Preis unheimlich viel: DirectX-9-Grafikkarte, WLAN, 15-Zoll-LCD und vieles mehr. Auch die Leistungen des Gerätes sind gut und können mit so manch teuerem Notebook kongruieren. Einziger Kritikpunkt ist der laute Lüfter, der selbst im Office-Betrieb nicht abschaltet. Doch wen das nicht stört, sollte bei Aldi unbedingt zugreifen.

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