Sammelklage gegen Nvidia wegen Verstoßes gegen US-Börsengesetz in Vorbereitung
Vor einigen Monaten gab Nvidia bekannt, dass man 150 bis 200 Millionen Dollar an Rückstellungen bildet, um mögliche Probleme mit Notebook-GPUs und -Chipsätzen abzudecken. Aufgrund dieser Thematik formieren Aktionäre in den USA nun offenbar eine Sammelklage gegen den Grafikkartenhersteller.
Wie die Xbit-Labs berichten, befindet sich in den USA eine Sammelklage in Vorbereitung. Shalov Stone Bonner & Rocco LLP bezichtigen Nvidia der bewussten Verheimlichung hoher Fehlerraten im Bereich der Notebook-GPUs und -Chipsätzen im Zeitraum zwischen dem 08. November 2007 und dem 02. Juli 2008. Angeklagt ist Nvida an sich wegen Verstoßes gegen §10(b) des Securities Exchange Act von 1934, sowie CEO Jen-Hsun Huang und CFO Marvin Burkett im Speziellen wegen Verstoßes gegen §20(a) des Securities Exchange Act.
Quelle: (Bild: Nvidia)
Nvidia unter Beschuss
Laut der Anklage hat Nvidia den Securities Exchange Act of 1934 verletzt, indem man versuchte, durch irreführende Angaben die ungewöhnlich hohen Ausfallraten zu verschleiern. Nach Bekanntgabe der Problematik brach der Aktienkurs im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel ein.
Angeblich hätten CEO Huang wie CFO Burkett von der Fehleranfälligkeit ihrer Produkte gewusst, diese Informationen aber nicht allen Investoren zugänglich gemacht, so Shalov Stone Bonner & Rocco LLP in der Anklageschrift. Michael Hara, Vice President of Investor Relations, soll zugegeben haben, dass diese Problematik bereits im August 2007 bemerkt wurde. Details zur Anklage finden Sie unter www.lawssb.com (PDF).
