Intel Alder Lake: Darum funktionieren keine VR-Headsets an vielen neuen Laptops

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Quelle: Intel

An manchen Gaming-Laptops laufen VR-Headsets wie Valve Index, Oculus Rift & Co. Mit Intel Alder Lake und Thunderbolt 4 ist damit Schluss.

Wer ein Virtual-Reality-Headset am PC betreibt, nutzt dazu den Displayport beziehungsweise einen USB-C-Anschluss mit Thunderbolt 3. Bei vielen Notebooks hingegen fehlt ein dedizierter Displayport, sodass man auf Thunderbolt zurückgreifen muss, um ein VR-Headset anschließen zu können. Wie Notebookcheck berichtet, wird es künftig bei vielen Laptops schwierig werden, VR-Headsets anzuschließen. Falls Thunderbolt 4 und eine aktuelle Alder-Lake-CPU von Intel verbaut sind, kann man daran keine Valve Index & Co. anschließen.

Augen auf beim Laptop-Kauf

Hintergrund ist, dass Intel ab der 12. Generation der Core-i-Prozessoren zwar USB-C mit Thunderbolt 4 vom Chipsatz her integriert hat, dabei aber eine folgenschwere Änderung vorgenommen hat. Der Ports-Controller bindet die Displayport-Streams ausschließlich an die Intel iGPU. Bei früheren Intel-CPUs konnten die DP-Signale an eine diskreten Grafikchip von AMD oder Nvidia weitergeleitet werden, sodass ausreichend Grafikleistung für ein VR-Headset bereitsteht. Mit der zwölften Iteration der Core-i-Chips ist das nicht mehr der Fall und so können VR-Headsets nicht mehr zum Spielen an Notebooks genutzt werden. Intel begründet die Entscheidung mit der besseren Energieeffizienz und folglich einer höheren Akkulaufzeit. Übrigens hat Intel bei Alder Lake auch die Unterstützung für Ultra-HD-Blu-rays entfernt.

Falls man dennoch am Gaming-Laptop Valve Index & Co. betreiben will, muss man auf ein Modell zurückgreifen, welches einen eigenen Displayport-Anschluss besitzt. Nur direkt am DP lassen sich VR-Headsets betreiben. Theoretisch könnten Notebookhersteller auch einen zweiten Thunderbolt-Controller auf dem Mainboard anbringen lassen, doch diese Kosten werden die wenigsten OEMs stemmen. Manche Gaming-Laptops bieten einfach gar keinen Support mehr für VR-Headsets. Das mindestens 2.000 Euro teure XMG Neo 15 mit Intel Alder Lake bietet beispielsweise keine Unterstützung von VR-Headsets. Wer ein Laptop mit AMD Ryzen besitzt, kann überhaupt nicht via USB-C ein VR-Headset anschließen, da es - offiziell - keinen Thunderbolt-Support gibt. Nur, wenn der jeweilige Laptop-Hersteller ein Mainboard mit extra Thunderbolt-Chip verbaut, dann kann man am Thunderbolt-USB-C-Port ein VR-Headset anschließen.

Ebenfalls lesenswert: Intel Alder Lake und Rocket Lake: Darum können UHD-Blu-rays nicht mehr abgespielt werden

Sammlung zu VR-Headsets bei Gaming-Laptops:

  • Falls man ein Gaming-Notebook mit Intel Alder Lake besitzt, kann man oftmals kein VR-Headset daran betreiben.
  • Zwar integriert Intel mit Alder Lake USB-C mit Thunderbolt 4 nativ in den Chipsatz, doch die Displayport-Streams können ausschließlich von der Intel iGPU angesteuert werden und nicht mehr von diskreten Grafikchips von AMD Radeon oder Nvidia.
  • Wer an einem Laptop Valve Index und andere VR-Headsets zum Spielen betreiben will, muss man auf ein Notebook zurückgreifen, welches einen eigenen Displayport-Anschluss besitzt.

Quelle: Notebookcheck

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fischkai Schraubenverwechsler(in)
        Hallo MFC3389,

        ich habe meine Oculus Quest mit einen Link Kabel am USB-C Display Port links am Laptop angeschlossen. Das funktioniert gut, solange das Laptop am Stromnetz hängt. Mit Akku ist die VR Ausgabe zu langsam. Per Airlink geht es auch. Aber auch nur mit Netzteil. Ich musste die interne Grafikkarte nicht deaktivieren.

        Kannst Du mir sagen, welchen HDMI zu USB-C Adapter du nimmst? Es muss ja hdmi In und USB-C Output haben. Daran müsste ich das Oculus Link Kabel abschließen.

        Ich mache VR Entwicklung für die Oculus Quest. Der Import meines Projekts dauert statt 1:30h nur noch 9 Minuten.
        Ich hatte es bisher 2x dass das Laptop den Lüfter voll aufgedreht hat. Dann ist es schon recht laut.

        Viele Grüße
        Fischkai
      • Von fischkai Schraubenverwechsler(in)
        Hallo MFC3389,

        ich habe meine Oculus Quest mit einen Link Kabel am USB-C Display Port links am Laptop angeschlossen. Das funktioniert gut, solange das Laptop am Stromnetz hängt. Mit Akku ist die VR Ausgabe zu langsam. Per Airlink geht es auch. Aber auch nur mit Netzteil. Ich musste die interne Grafikkarte nicht deaktivieren.

        Kannst Du mir sagen, welchen HDMI zu USB-C Adapter du nimmst? Es muss ja hdmi In und USB-C Output haben. Daran müsste ich das Oculus Link Kabel abschließen.

        Ich mache VR Entwicklung für die Oculus Quest. Der Import meines Projekts dauert statt 1:30h nur noch 9 Minuten.
        Ich hatte es bisher 2x dass das Laptop den Lüfter voll aufgedreht hat. Dann ist es schon recht laut.

        Viele Grüße
        Fischkai
      • Von MCF3389 Schraubenverwechsler(in)
        Liebe Alle,

        ich habe heute morgen eine HTC-Vive ohne große Probleme auf dem neuen Legion Pro 5 mit Alderlake-CPU (i512700h) und Geforce RTX 3070Ti zum Laufen gebracht. In Viveport gibt es noch einen Fehler (läuft aber trotzdem) und vor allem lief Steam VR ohne Probleme. Angeschlossen habe ich die VIVE Brille (Gen. 1) mit einem HDMI-zu USB-C Adapter (für die Bildwiedergabe) sowie einem normalen USB-Kabel (für die Einbindung der Base Stations und Controller der Brille). Davor habe ich über Lenovo-Vantage die onboard Grafikkarte ausgeschaltet, und die Grafikwiedergabe vollständig auf die Geforce RTX 3700Ti gelegt, ich weiß aber nicht ob das für das Gelingen der VR überhaupt nötig war.

        Wenn ich in den nächsten Tagen ein bisschen Zeit habe, zeige ich ein paar Fotos und dokumentiere den genauen Weg die Vive zum Laufen zu bringen.

        Für mich ist der Notebookcheck/PC-Games Hardware Artikel, der die Alderlake und VR-Probleme bemängelt, also ein bisschen täuschend. In der Praxis kann ich mit meinem neuen Alderlake-Notebook anscheinend gut und ohne Probleme VR betreiben . Für mich war die Einbindung der Brille nicht schwieriger, als mit einem AMD-Notebook (Ryzen 5800) und einer Geforce RTX3070 (Modell TUF-A15). Wenn jemand weitere Erkenntnisse (gerade zur Einbindung der Quest) hat, die meine Ergebnisse bestätigen oder widerlegen, freue ich mich sehr.
      • Von MCF3389 Schraubenverwechsler(in)
        Hallo Fischkai,

        ich habe das Legion Pro 16 gen 7 (alderlake 12700h, 3070ti) heute ebenfalls erhalten.
        Ich weiß leider noch nicht mehr, beabsichtige aber in den nächsten
        Tagen eine HTC Vive (1. Generation) über HDMI anzuschließen, die derzeit in
        der Arbeit liegt. Dazu habe ich vorhin Viveport und Steam installiert und ebenfalls
        die Meldung kassiert, dass die Anforderungen nicht erfüllt/oder unbekannt (weiß ich leider nicht mehr) sind.
        Trotzdem gebe ich noch nicht auf, als ich in der Arbeit eine Vive auf einem ASUS-TUF-A15 (5800 Ryzen + 3070) zum Laufen bringen musste, hat das auch ein bisschen gedauert.

        Deiner Beschreibung entnehme ich, dass du ein Bild vom Laptop auf der Oculus siehst. Das ist ja schon einmal ein gutes Zeichen! Die Anzeige scheint irgendwie anzukommen. Die Langsamkeit könnte daher stammen, dass die onboard Grafik hauptsächlich für die Anzeige genutz wird. Vielleicht hilft schon der einfache Vorschlag, den ich im nächsten Absatz schildere!

        Eine hilfreicher Schritt beim Einrichten von VR-Headsets an Laptops kann es manchmal sein, die onboard Grafik ganz auszuschalten. Dann müssten ja hoffentlich irgendwelche Ports (egal ob HDMI oder USBC mit Displayport ) direkt auf die aktive diskrete GPU zugreifen können. Vorhin konnte ich herausfinden, dass man über das vorinstallierte Programm Lenovo Vantage die onboard Grafik ganz ausschalten und alles auf die diskrete Grafik stellen kann. Also probiere das gerne mal und teile uns dann mit, ob es deine VR-Anzeige auf der Quest verbessert.
      • Von fischkai Schraubenverwechsler(in)
        Hallo MFC,

        ich habe mir das genannte Laptop gekauft und frage mich nun, ob das Laptop betroffen ist.
        Weißt Du inzwischen mehr?
        Wenn ich Oculus Link starte, sagt er mir, dass das Laptop nicht die Mindestanforderungen für VR erfüllt und deshalb es zu Einschränkungen im VR Erlebnis kommen kann. Vielleicht kontaktiere ich noch mal den technischen Support von Lenovo.
        Das Menü bei Oculus Link in der Brille ist auch sehr langsam.

        Ich kann das Laptop ja 14 Tage zurückschicken.

        Liebe Grüße
        Fischkai
      • Von MCF3389 Schraubenverwechsler(in)
        Hallo an alle,

        ich bin noch eher Neuling und etwas verwirrt. Was bedeutet das nun konkret für die neuen Legion-Laptops? Sind diese, mithilfe von Adaptern oder ähnlichem, für diverse VR-Brillen (v.a. Oculus Quest aber gerne auch HTC Vive Pro II) nutzbar?

        Die Anschlüsse der neuen Legions:
        USB-C-Thunderbolt™ 4 (DisplayPort 1.4)
        USB-C 3.2 Gen 2 (DisplayPort™ 1.4)
        USB-A 3.2 Gen 1
        2 x USB-A 3.2 Gen 1 (1 Always-On)
        USB-C 3.2 Gen 2 (DisplayPort 1.4, Stromversorgung)
        HDMI
        RJ45
        Netzanschluss

        Hier der Link zum ganz neuen Legion 5 Pro:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        In der Arbeit habe ich eine HTC-Vive über einen ASUS-TUF A15 Gaming Laptop mit Ryzen 5800 und einer RTX3070 am laufen. Dort habe ich es mich mit einigem Gefrickel und einem Adapter ( HDMI nach Displayport) am Displayport zum Laufen gebracht

        Liebe Grüße
        M
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