Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

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Neues Jahr, neue Grafikeinheiten: Nvidia vollzieht die Umstellung auf die Geforce-500M-Nomenklatur. Dabei ist traditionell nicht alles neu, auch wenn es danach aussieht. Ein Überblick.

Geforce 400M

Nachdem Nvidia Ende letzten Jahres zwei Geforce-GTX-500-Karten einführte und noch für diesen Monat eine GTX 560 erwartet wird, hält die neue Namensgebung nun im Mobilbereich Einzug. Das bedeutet: Existente Einheiten der Geforce-400M-Reihe werden nicht nur umbenannt, sondern auch minimal anders spezifiziert. Mit dem Update des Lineups verschwinden alle 400M-Chips aus dem Mainstream-Segment, die Oberklasse hingegen verbleibt vorerst bei ihrer Namensgebung - und erhält mit der Geforce GTX 485M sogar ein neues Flaggschiff in alter Nomenklatur. Dieses ist nicht nur aufgrund seiner Stellung als Topmodell interessant – dazu später mehr.

Nvidia bewirbt die Geforce-500M-Reihe als idealen Partner für Intels neue Sandy-Bridge-Prozessorserie. Letztere bietet zwar ausnahmslos integrierte Grafikchips, Nvidia sieht die eigenen GPUs jedoch klar im Vorteil: Neben deutlich höherer Anwendungskompatibilität bieten selbst die kleinen Geforce-Chips laut Nvidia die doppelte bis vierfache Rechenkraft von Intels HD 3000. Alle aktuellen Geforce-Mobilchips basieren auf der Fermi-Architektur und beherrschen daher nicht nur Direct X 11, sondern auch reichlich Tessellationsleistung. Nvidias Optimus-Technologie, welche Geforce-Notebooks das Stromsparen lehrt, wird ebenfalls von der gesamten Mobilflotte unterstützt.

  GPU Shader-ALUs TMUs GPU-/ALU-Takt Speichermenge RAM-Takt RAM-Interface RAM-Typ DX-/Shader-Modell
Neu: Geforce GTX 485M GF104 384 64 575/1.150 MHz 2.048 MiByte 1.500 MHz 256 Bit GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GTX 480M GF100 352 44 425/850 MHz 2.048 MiByte 1.200 MHz 256 Bit GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Geforce GTX 470M GF104 288 48 535/1.070 MHz 1.536 MiByte 1.250 MHz 192 Bit GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Geforce GTX 460M GF106 192 32 675/1.350 MHz 1.536 MiByte 1.250 MHz 192 Bit GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Neu: Geforce GT 555M GF106 144 24 590/1.180 MHz 1.536 MiByte 900/1.800 MHz 192 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GT 445M GF106 144 24 590/1.180 MHz 1.536 MiByte 800/1.250 MHz 192 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Neu: Geforce GT 550M GF108 96 16 740/1.480 MHz 1.024 MiByte 900/1.800 MHz 128 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GT 435M GF108 96 16 650/1.300 MHz 1.024 MiByte 800 MHz 128 Bit DDR3 Direct X 11/SM 5.0
Neu: Geforce GT 540M GF108 96 16 672/1.344 MHz 1.024 MiByte 900/1.800 MHz 128 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GT 425M GF108 96 16 560/1.120 MHz 1.024 MiByte 800 MHz 128 Bit DDR3 Direct X 11/SM 5.0
Neu: Geforce GT 525M GF108 96 16 600/1.200 MHz 1.024 MiByte 900/1.800 MHz 128 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GT 420M GF108 96 16 500/1.000 MHz 1.024 MiByte 800 MHz 128 Bit DDR3 Direct X 11/SM 5.0
Neu: Geforce GT 520M GF108 48 8 700/1.400 MHz 1.024 MiByte 800/1.600 MHz 64 Bit DDR3/GDDR5 Direct X 11/SM 5.0
Alt: Geforce GT 415M GF108 48 8 500/1.000 MHz 512 MiByte 800 MHz 128 Bit DDR3 Direct X 11/SM 5.0

Die Grafikchips sind alte Bekannte: Vom GF104, über den GF106, bis zum GF108 kommen alle Fermi-Chips moderater Größe zum Einsatz. Die Unterschiede zwischen den SKUs betreffen die Taktraten, die Anzahl der Recheneinheiten und die Speicherbestückung. Gemeinsamkeiten gibt es beim 40-Nanometer-Fertigungsprozess sowie der Unterstützung für CUDA, Physx, 3D Vision und Optimus. Letzteres wird zwar von allen Geforce M unterstützt, das bedeutet aber nicht, dass alle Notebook-Hersteller die nötige Verdrahtung vornehmen.

Geforce Mobile vs. Sandy -Bridge-IGP: Nvidia deckt Intels Schwächen auf. Quelle: Nvidia Geforce Mobile vs. Sandy -Bridge-IGP: Nvidia deckt Intels Schwächen auf. Geforce 500M: die neue Performance-Klasse
Unterhalb der Geforce GTX 460M fängt das "Performance"-Segment mit der GT 555M an, signalisiert durch das fehlende X (GT anstatt GTX). Nvidia ersetzt hier alle 400M-Einheiten durch solche mit 500er-Benennung. Wie Sie der Tabelle entnehmen, verfügen die meisten Neulinge über einen höheren Chiptakt. Beim Kauf eines Geforce-Notebooks ist besondere Vorsicht angebracht, da Nvidia nicht nur den Einsatz verschieden breiter Interfaces, sondern auch alternativ GDDR5- oder DDR3-Speicher erlaubt.

Geforce 500M: GTX 485M, GTX 470M, GTX 460M, die Oberklasse
Die neue Geforce GTX 485M nimmt über der GTX 470M Platz, während die GTX 460M mit ihrem voll ausgebauten GF106 den unteren "Enthusiast"-Bereich bedient. Die GTX 485M tritt das Erbe der GTX 480M an. Letztere basiert noch auf dem stromhungrigen GF100 und entspricht einer stark untertakteten Geforce GTX 465 (Desktop). Die neue Mobilspitze wartet mit einer Überraschung auf: Das Herz besteht aus einem voll ausgebauten GF104 mit 384 Shader-ALUs und 64 Textureinheiten – jenem Chip, welcher nach wie vor nicht auf dem Desktop erschienen ist und dem man nachsagt, dass er auch die Geforce GTX 560 befeuern wird. Die GTX 485M arbeitet zum Wohle der Leistungsaufnahme nur mit 575/1.150 MHz Chip- und 1.500 MHz Speichertakt und kann auf satte 2.048 MiByte GDDR5-RAM zurückgreifen. Mit diesen Daten erreicht die GTX 485M etwa 85 Prozent der Rechenkraft einer Geforce GTX 460/1G (Desktop). Ob das gegen AMDs ebenfalls neue Radeon HD 6900M genügt, werden Benchmarks klären.

Doch damit ist das Notebook-Portfolio von Nvidia noch nicht erschöpft. Unter den genannten DirectX-11-Chips bleibt das DX10.1-Modell Geforce G 310M bestehen.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ReaCT Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        Zitat von push@max
        Beide Giganten möchten sich zusammenlegen und sprechen von der besten Kombination
        Solange es der Weltmacht Apple nicht gefällt wirds wohl nix. Die bauen (warum auch immer) auf Intel+Amd.

        Supreme Commander 4? WTF
      • Von ReaCT Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        Zitat von push@max
        Beide Giganten möchten sich zusammenlegen und sprechen von der besten Kombination
        Solange es der Weltmacht Apple nicht gefällt wirds wohl nix. Die bauen (warum auch immer) auf Intel+Amd.

        Supreme Commander 4? WTF
      • Von push@max Volt-Modder(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        Beide Giganten möchten sich zusammenlegen und sprechen von der besten Kombination
      • Von X-Ben Kabelverknoter(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        So dann ergänzen wir in der Tabelle mit den Fails der IntelGrafik noch ein paar erfundene Spiele ... SupremeCommander 4 ... ach ne haben wir ja schon
      • Von kuer BIOS-Overclocker(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        Na ja, das NV umbennent ist ok. Ist leichter für den Kunden, die neuen mit den alten zu vergleichen. Was ich aber nicht verstehe ist, warum sie nicht komplet die 5XXer Reihe genommen haben sondern die 4XXer. So sind die 4XXer schneller als die 5XXer. Aber nun ja, NV wird es wissen. Mich würde ein Vergleich zu einer alten GTX260m interesieren.
      • Von der_flamur Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce 500M & GTX 485M: Nvidia überarbeitet sein Grafikkarten-Portfolio für Notebooks

        Erwischt!
        Der GF104 wird wohl auch ein GF104 bleiben und kein GF114 werden. (Siehe GTX485M mit 384 Shadern ergo Vollausbau)
      Direkt zum Diskussionsende
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