Deal: Günstigster Laptop mit RTX 4060 kostet nur 806 Euro - wo sind die Schwächen?
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Wer beim Gaming-Laptop eine gute Grafikleistung und mindestens 8 GiByte Grafik-RAM haben möchte, landet schnell bei der Geforce RTX 4060. Mit dem reduzierten Tulpar T5 V23.2.3 gibt es gerade ein besonders günstiges Notebook - wir haben es uns genauer angesehen.
Während es viele feine Gaming-Notebooks für mehrere tausend Euro gibt, sieht es im dreistelligen Preisbereich schon anders aus. Das knappe Budget zwingt zu Kompromissen und nicht immer treffen Hersteller dabei eine gute Wahl. Meistens fehlt es schlicht an GPU-Power, um für PC-Spieler ernsthaft interessant zu sein. Spannend ist aus Preis-Leistungs-Sicht derzeit das Tulpar T5 V23.2.3, denn in dem Gaming-Laptop der Firma mit Ladengeschäft in Berlin, steckt eine Geforce RTX 4060, während die Konkurrenz für rund 800 Euro lediglich eine Geforce RTX 4050 verbaut.
8 GiByte Grafik-RAM und 10 CPU-Kerne
Sowohl die Geforce RTX 4050 als auch RTX 4060 basieren auf der AD107-GPU, allerdings bietet das größere Modell mehr Recheneinheiten (3.072 vs. 2.560 ALUs), mehr Speicher (8 vs. 6 GiByte GDDR6) und eine bessere Speicheranbindung (128 vs. 96 Bit). Gerade der um ein Drittel größere Grafik-RAM ist selbst in Full HD bei aktuellen Spielen oft ein entscheidender Faktor, ob (sehr) hohe Grafikdetails noch vernünftig laufen oder stattdessen Ruckler und nachladebedingt verwaschene Texturen auftreten. Die MGCP beider GPUs lässt sich zwischen 35 und 115 Watt konfigurieren, Tulpar reizt die Möglichkeiten mit 75 + 25 Watt also nicht ganz aus.
Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den Core i7-12650H, der mit 6 P-Cores und 4 E-Cores antritt und daher bis zu 16 Threads parallel bewältigt. Taufrisch ist die CPU nicht, aber die Leistung ist in etwa vergleichbar mit der Desktop-CPU Ryzen 5 5600X, einer beliebten Wahl für günstige Gaming-PCs. Dazu kommen 16 GiByte DDR4-3200-RAM und eine 1 TByte große NVME-SSD. Der RAM liegt für Dual Channel in der Form 2× 8 GiByte vor und kann bei Bedarf auf 64 GiByte aufgerüstet werden, zusätzlich lässt sich neben der verbauten M.2-2280-SSD ein zweites Exemplar verbauen, um den Speicher einfach zu erweitern. Während 16 GiByte RAM für Gaming-Laptops in diesem Preisbereich üblich sind (weniger ist Gift für Spiele!), setzen manche Hersteller noch auf SSDs mit 512 GB Kapazität.
Der Monitor bietet eine Full-HD-Auflösung (1.920 × 1.080), 144 Hz und 300 Nits Helligkeit. Das 15,6 Zoll große Panel nutzt IPS-Technologie. An Anschlüssen werden 2× USB-C 3.1, 1× USB-A 3.0, 1× USB-A 2.0, 1× Mini DisplayPort 1.4, 1× HDMI 1.4b, 2× 3,5 mnm Klinke, 1× RJ-45 Gigabit-LAN und eine Netzteilbuchse geboten, dazu gibt es einen microSD-Kartenleser. Während gerade ein Mini-DisplayPort zusätzlich zu einer HDMI-Buchse sowie ein zweiter 3,5-mm-Anschluss Seltenheitswert haben, ist es auf jeden Fall schade, dass noch eine USB-2.0-Buchse und keine schnellere Alternative verbaut wird. Immerhin gibt es mehrere Alternativen, da an Anschlüssen generell nicht gegeizt wird. Wer nicht über Kabel-LAN, sondern drahtlos ins Internet gehen möchte, kann dafür Wi-Fi 6E (Intel AX211) nutzen. Zudem ist Bluetooth 5.3 vorhanden. Die verbaute Tastatur bietet eine einzonige, konfigurierbare RGB-Beleuchtung.
Vor- und Nachteile des Tulpar T5 V23.2.3
Grundsätzlich ist es durchaus subjektiv, welche Produkteigenschaften als Vor- oder Nachteil einzuschätzen sind. Ein PC-Spieler, der beispielsweise einen Gaming-Laptop fast immer zu Hause im Netzbetrieb nutzt, dürfte viel weniger Wert auf eine lange Akku-Laufzeit erpicht sein als ein Gamer, der mit dem Gerät auf Reisen zocken möchte und dafür eher auf Rechenleistung verzichten würde. Dem vorausgesagt scheint uns der Tulpar T5 V23.2.3 auf der Basis der Spezifikation und Erfahrungsberichten folgende Vor- und Nachteile zu bieten:
+ Sehr schnelle GPU für den Preis
+ Viel CPU-Leistung für den Preis
+ SSD mit 1 TB Speicherplatz
+ RAM aufrüstbar, SSD erweiterbar
- Kein Betriebssystem enthalten (nur FreeDOS)
- Eher kurze Akku-Laufzeit (54 Wh)
- Laut unter Last (aber: Lüfterkurve ist konfigurierbar)
- Schwache Webcam (720p)
Gerade für PC-Spieler aus Berlin spannend, wo Tulpar seinen Sitz hat: Der Hersteller bietet die Möglichkeit, das Gerät einmal jährlich kostenlos warten zu lassen, etwa einen Wechsel der Wärmeleitpaste vornehmen oder das Gerät reinigen und entstauben zu lassen. Wer nicht die Möglichkeit hat, den Gaming-Laptop vorbeizubringen, kann das Gerät kostenlos einschicken.
Check: Wie gut ist der Preis?
Derzeit ist ist der Tulpar T5 V23.2.3 bei Amazon für 806 Euro im Angebot. Dabei handelt es sich gemäß des PCGH-Preisvergleichs um das günstigste Notebook, in dem diese Nvidia-GPU verbaut ist. Andere Gaming-Laptops um 800 Euro setzen bestenfalls auf die schwächere RTX 4050, selbst Geräte mit GPUs aus der früheren Generation, etwa mit RTX 3060 oder RTX 3070 kosten mehr. Bis rund 800 Euro ist uns daher kein Gerät bekannt, welches eine höhere Grafikleistung für PC-Spiele bietet. Wer mit den Schwächen des Geräts wie der eher mauen Akku-Laufzeit leben kann, erhält hier viel Leistung pro Euro.
Die besten Deals
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