Miyamoto: Nintendo-Legende setzt auf Gameplay statt Hardware

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Miyamoto: Nintendo-Legende setzt auf Gameplay statt Hardware
Quelle: Nintendo, Montage PCG

Grafikleistung und Hardware stehen laut Shigeru Miyamoto für viele Spieler nicht mehr an erster Stelle. Der Nintendo-Veteran erklärt, weshalb das Unternehmen lieber auf ein anderes Konzept setzt und welche Rolle die Switch dabei spielt.

Nintendo verfolgt seit Jahren eine andere Strategie als viele Konkurrenten. Statt den Wettlauf um die leistungsstärkste Hardware anzuführen, setzt das Unternehmen auf eigene Spielideen und ein geschlossenes Ökosystem. In einem Interview mit dem japanischen Magazin Famitsu erläuterte Shigeru Miyamoto, warum technische Daten seiner Ansicht nach heute nicht mehr die wichtigste Rolle spielen.

Miyamoto über Hardware und Spielspaß

Mit Blick auf die inzwischen eingestellte erste Switch-Generation zog Miyamoto ein positives Fazit: "Ich habe mich gefreut, dass die Switch acht bis neun Jahre lang Bestand hatte", erklärte der Nintendo-Veteran. Gleichzeitig sei aus seiner Sicht ein Wandel bei den Erwartungen der Spieler zu beobachten. "Ich glaube, dass Kunden nicht mehr nur nach technischen Spezifikationen suchen. Ideal ist es, wenn man eine Software kauft und sie auf dem Gerät zu Hause einfach spielen kann."

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Nach Ansicht Miyamotos liegt Nintendos Stärke deshalb nicht in möglichst hoher Rechenleistung, sondern in eigenen Spielkonzepten. Das Unternehmen biete "Gameplay, das nur wir erschaffen können". Zudem profitiere der Hersteller davon, seine Spiele für eine gemeinsame Hardwarebasis entwickeln zu können. Dadurch lasse sich der Entwicklungsaufwand besser kontrollieren als bei mehreren unterschiedlichen Plattformen.

Einheitliche Hardware als Vorteil

Im Gespräch ging Miyamoto auch auf Smartphones ein. Zwar seien diese Geräte heute nahezu überall verbreitet, aus Entwicklersicht bringe die große Vielfalt an Ausstattungsmerkmalen und Leistungsstufen jedoch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Auch die internen Entwicklungsprozesse sprach Miyamoto an. Mit einem Augenzwinkern sagte er: "Wir möchten alle mit möglichst wenig Aufwand unseren Lebensunterhalt verdienen und leben, ohne zu arbeiten." Dahinter stehe jedoch ein ernst gemeinter Gedanke. Weniger Aufwand bedeute effizientere Abläufe und damit mehr Zeit für die eigentliche Spieleentwicklung.

Nintendo verfolgt diesen Ansatz bereits seit der Wii und dem Nintendo DS. Mit der Switch etablierte das Unternehmen anschließend das Hybridkonzept aus Handheld und Heimkonsole, das inzwischen mit der Switch 2 fortgeführt wird.

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Quelle: via Nintendo Everything

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Klingt nach einem typischen "Raff und Dave haben drei Wochen durchgebencht und erst danach über die Zahl verfügbarer Seiten nachgedacht"-Artikel.^^

        Zitat von Incredible Alk
        Was er schon immer gemacht hatte und womit er einfach Recht hat.

        DIe Playstaion8 und XBox1440Grad können so viel Teraflops und Pixel rausballern wie sie wollen, das kann den Spielspaß eines Super Mario World oder Zelda3 auf einem 4 MHz-SNES nicht ersetzen.
        Das bedeutet natürlich nicht dass solche modernen schnellen Konsolen nicht genauso hervorragende Spiele beheimaten können, aber reine Grafikperformance kann einfach Gameplay nicht ersetzen - andersherum geht das dagegen durchaus.
        Keins kann das andere ersetzen. Hardware ermöglicht Gameplay. Je komplexer und/oder schneller das Gameplay ist und je wichtiger Immersion für den Spielspaß, desto mehr Hardware braucht man.

        Aber ein gutes Gameplay muss man trotzdem noch liefen und die meisten Genres sind schon seit 20 Jahren an einem Punkt, wo fehlende Ideen der Designer (oder fehlendes Budget/Arbeitszeit) die Möglichkeiten beschränken, nicht die benötigte Hardware. Früher war das anders – Point & Click Adventures waren schon Anfang der 90er nicht mehr durch die Rechenhardware limitiert und mit Verbreitung der CD auch nicht mehr durch das Speichermedium, aber an Arena-Shooter war erst kurz vor der Jahrtausendwende zu denken. Aber seit Mitte der 2010er Jahre müssen selbst Open-World-Action-Titel kaum noch leistungsbedingte Abstriche machen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Klingt nach einem typischen "Raff und Dave haben drei Wochen durchgebencht und erst danach über die Zahl verfügbarer Seiten nachgedacht"-Artikel.^^

        Zitat von Incredible Alk
        Was er schon immer gemacht hatte und womit er einfach Recht hat.

        DIe Playstaion8 und XBox1440Grad können so viel Teraflops und Pixel rausballern wie sie wollen, das kann den Spielspaß eines Super Mario World oder Zelda3 auf einem 4 MHz-SNES nicht ersetzen.
        Das bedeutet natürlich nicht dass solche modernen schnellen Konsolen nicht genauso hervorragende Spiele beheimaten können, aber reine Grafikperformance kann einfach Gameplay nicht ersetzen - andersherum geht das dagegen durchaus.
        Keins kann das andere ersetzen. Hardware ermöglicht Gameplay. Je komplexer und/oder schneller das Gameplay ist und je wichtiger Immersion für den Spielspaß, desto mehr Hardware braucht man.

        Aber ein gutes Gameplay muss man trotzdem noch liefen und die meisten Genres sind schon seit 20 Jahren an einem Punkt, wo fehlende Ideen der Designer (oder fehlendes Budget/Arbeitszeit) die Möglichkeiten beschränken, nicht die benötigte Hardware. Früher war das anders – Point & Click Adventures waren schon Anfang der 90er nicht mehr durch die Rechenhardware limitiert und mit Verbreitung der CD auch nicht mehr durch das Speichermedium, aber an Arena-Shooter war erst kurz vor der Jahrtausendwende zu denken. Aber seit Mitte der 2010er Jahre müssen selbst Open-World-Action-Titel kaum noch leistungsbedingte Abstriche machen.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Die Sache ist die: Gutes Gameplay und gute Grafik schließen sich nicht aus. In einer perfekten Welt hätten wir immer beides. Gutes Gameplay ist relativ "günstig" (wenn man es drauf hat), gute Grafik in jeder Hinsicht teuer. Daher ist das auch nur eine Ausrede für "Wenn wir auch noch gute Grafik machen sollen, müsste unsere Hardware um Faktoren besser werden und wir bräuchten viel mehr Leute -> massive Preiserhöhungen".

        Stellt euch mal vor, ihr würdet bei PCGH nur Stichpunkte und Zahlen sehen. Die gleichen gewissenhaft erstellten Benchmarks, aber in pixeliger Schwarz-Weiß-Darstellung ohne dynamische Prozente, Sachen zum Dazu- oder Wegklicken und auch keine blumigen Erklärungen und Klickkästen drumherum: Ist die fortschrittliche Darstellung nicht erstrebenswert?

        MfG
        Raff
      • Von Gerwald Freizeitschrauber(in)
        Da hat er Recht und die haben die Spiel die das bieten.
        Im Vergleich aus meiner Zeit am Amiga, den ich heute noch haben. Viele Spiel können dort mehr Spielspaß bieten.
      • Von wanderfalke1988 PC-Selbstbauer(in)
        Ich habe inzwischen mein SNES und PS1 wieder rausgekramt und eine neue Röhren gekauft. So viel Freude am Spielen hatte ich schon lange nicht mehr.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Da hat der Mann einfach recht. Übrigens mit ein Grund, warum meine Hardware immer recht moderat ausfällt. Software ist wichtiger als Hardware (für mich)
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