N64: Entwickler zeigt nahtlose, riesige Welt ohne Ladezeiten auf 30 Jahre alter Hardware
Ein Entwickler demonstriert eine ungewöhnlich große, zusammenhängende Spielwelt auf dem Nintendo 64. Die Demo soll ohne Ladezeiten auskommen und setzt auf mehrere technische Tricks.
Ein Entwickler zeigt auf Youtube aktuell, was auf rund 30 Jahre alter Hardware noch möglich sein könnte. In einer Demo zum Projekt "Junkrunner 64" präsentiert James Lambert eine zusammenhängende Open World auf dem Nintendo 64, die ohne den klassischen Ladebildschirm auskommen soll. Die Spielwelt fällt dabei vor allem durch ihre große Sichtweite auf. In der Demonstration ist es möglich, von einem Punkt der Karte aus weite Teile der Umgebung gleichzeitig zu sehen.
Die gezeigten Szenen laufen laut Entwickler in Echtzeit auf originaler Hardware. Damit adressiert das Projekt ein bekanntes Problem der Konsole. Der N64 ist für die sonst eher begrenzte Sichtweite in Spielen bekannt, die häufig durch Nebel oder abruptes Nachladen von Objekten kaschiert wurde, was unter anderem an den Speicherlimits und dem vergleichsweise kleinen Z-Buffer liegt.
Um diese Einschränkungen zu umgehen, setzt der Entwickler auf mehrere kombinierte Techniken. Eine zentrale Methode besteht darin, die Spielwelt in zwei Durchläufen zu rendern. Zunächst werden entfernte Objekte stark verkleinert dargestellt. Anschließend folgt ein zweiter Render-Pass für nahe Objekte mit höherem Detailgrad. Auf diese Weise lassen sich sowohl große Sichtweiten als auch detaillierte Nahdarstellungen kombinieren.
Zusätzlich nutzt die Demo ein mehrstufiges Level-of-Detail-System. So ist die Spielwelt in verschiedene Kacheln unterteilt, die je nach Entfernung unterschiedlich detailliert dargestellt werden. Entfernte Bereiche werden mit vereinfachten Modellen und Texturen berechnet, während nahe Objekte detailliert erscheinen. Teilweise ersetzt eine einzelne Kachel mehrere höher aufgelöste Varianten, um Rechenleistung zu sparen. Auch bei der Texturierung kommen angepasste Verfahren zum Einsatz. Details wie Beleuchtung werden direkt in Texturen integriert.
Der Entwickler kündigt an, die gezeigten Technologien in ein vollständiges Spiel überführen zu wollen. Dieses soll auf originaler Nintendo-64-Hardware sowie kompatiblen Plattformen laufen. Eine frei verfügbare Demo inklusive Quellcode steht bereits zur Verfügung.
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Quelle: James Lambert via Tom's Hardware

MfG
Raff
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Wenn die Qualität stimmt, würde ich nicht mal was sagen. Doch das? Einen derart verunstalteten N64 ins Newsbild zu packen und sagen "passt so", ist ziemlich daneben.