New World Closed Beta in der Technik-Vorschau - Grafik und Performance der MMORPG-Hoffnung
Bereits in der Closed Beta sorgt New World für großes Interesse. Das neue Online-Rollenspiel mischt das MMORPG-Gameplay mit Sandbox-Elementen und würzt die Melange mit Action-Kämpfen gegen Fantasy-Kreaturen oder verfeindete Spieler. New World basiert auf Amazons Lumberyard-Engine, die wiederum der Cryengine entstammt. Auch wenn die Beta noch nicht den finalen Stand erreicht hat, laden wir Sie zum technischen Preview samt Benchmarks ein.
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New World vermengt klassische Online-Rollenspiel- mit modernen Sandbox- und Crafting-Mechaniken und setzt auf ein aktives Kampfsystem, das auch MMORPG-fremde und eher casualorientierte Spieler ansprechen soll. Das Szenario ist an die Entdeckerjahre des 16. und 17. Jahrhunderts angelehnt und mischt dieses recht unverbrauchte Setting mit einer tüchtigen Portion (Dark) Fantasy. Das vom Online-Riesen Amazon Games entwickelte und vertriebene MMORPG samt Sandbox-Anleihen weckt das Interesse der Spieler und Hardware-Nerds. Erstere kommen bereits in der Closed Beta des unter anderem via der Online-Plattform Steam erhältlichen Mehrspieler-Rollenspiels in beträchtlichen Zahlen zusammen, zu Spitzenzeiten tummelten sich bis zu 200.000 Abenteurer gleichzeitig auf den Servern, um vorab in die wilden Lande der Fantasy-Welt von Aeternum abzutauchen und einen neuen Kontinent zu erkunden. Technikinteressierte Leser stießen eventuell auf Berichte von zerstörten RTX 3090 GPUs, auch auf unserer Website, welche die Schäden mit New World in Verbindung brachten. Amazon Games hat mittlerweile eine Bildratenbegrenzung für das Menü eingebaut, um unnötig hohe Last durch ebenso überflüssig hohe Fps und damit eine starke Belastung der Hardware zu vermeiden - eine sinnvolle Maßnahme, auch wenn dadurch potenzielle Schwächen der Hardware nicht beseitigt sind. Wir können indes beruhigend versichern: Während unseres Anspielens und des Testens der New World Closed Beta wurden keine Grafikkarten verletzt.
Insbesondere Hardware- und Technik-Nerds sind aber eventuell auch auf andere Weise an New World interessiert, denn das MMORPG nutzt die Lumberyard-Engine, die von der legendären Cryengine abstammt und außerdem für Chris Roberts räumlich wie zeitlich geradezu universal anmutendem Mega-Projekt Star Citizen eingesetzt wird. Die Lumberyard-Engine ist obendrein gerade in einer Übergangsphase und wird in Zukunft in der Open-Source-Engine Open 3D Engine (O3DE) aufgehen. Dieser Grafikmotor könnte demnach in näherer Zukunft einige Verbreitung finden. Optisch ist New World obendrein für ein MMORPG hübsch und verglichen mit vielen aktuellen Konkurrenten technisch recht fortgeschritten, auch wenn aktuell und zumindest in der Beta noch die Direct-X-11-Schnittstelle zum Einsatz kommt und Next-Gen-Features wie Raytracing (zumindest bislang) fehlen.
Natürlich ist ein Massively Online Muliplayer Roleplaying Game für große Spielerzahlen ausgelegt und soll auch jene Gamer inkludieren, die weniger potente oder schon etwas veraltete Hardware nutzen. Die Hardware-Anforderungen dürfen daher nicht allzu hart ausfallen, und der Support für weitverbreitete Hardware könnte auch die Erklärung für die aktuell in der Closed Beta zum Einsatz kommende Direct-X-11-API darstellen, obwohl die Lumberyard-Engine zumindest rudimentär auch Direct X 12 unterstützt und das Spiel in Vergangenheit von mehreren Seiten als "Direct-X-12-Titel" bezeichnet wurde. Interessant und beachtenswert: Die Systemanforderungen listen Direct X 12 als Voraussetzung, obwohl die akutelle Closed Beta noch die ältere Direct-X-11-Schnittstelle nutzt. Genauere Details waren zum momentanen Zeitpunkt nicht zu erfahren, es steht indes zur Vermutung, dass New World entweder mit Direct-X-12-Support am 31. August launchen oder die API mittels zukünftigen Updates Einzug in das Spiel erhalten wird. Es wäre begrüßenswert.
Bei der grafischen Darstellung ist ebenfalls eine gewisse Zurückhaltung offenkundig, an aktuelle Triple-A-Grafikkracher mit Einzelspieler-Fokus oder auch einige Online-Titel mit kleinerem Maßstab und geringerer Spielerdichte kommt New World nicht ganz heran. Auf der anderen Seite sind die offiziellen Hardware-Anforderungen auf der gemäßigten Seite. Wir würden nach unseren Erfahrungen mit der Closed Beta indes zu geringfügig potenterer Hardware raten, insbesondere die CPU hat einen großen Einfluss auf die Performance in von Spielern dichter besiedelten Gebieten. Wir ergänzen daher eine weitere, etwas potentere Empfehlung für 1080p bei rund 60 Fps.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | PCGH-Empfehlung (1080p sehr hohe Details, 1440p hohe Details, ~60 Fps) | |
|---|---|---|---|
| Windows | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 |
| CPU | Intel Core i5-2400/AMD CPU mit 4 physischen Kernen @ 3 GHz | Intel Core i7-2600K/AMD Ryzen 5 1400 | Intel Core i5-10400F/AMD Ryzen 5 3600 |
| RAM | 8 GB RAM | 16 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce GTX 670 2GB/AMD Radeon R9 280 oder besser | Nvidia Geforce GTX 970/AMD Radeon R9 390X oder besser | Nvidia Geforce GTX 1070/AMD Radeon Vega 56/8G |
| Festplatte | 50 GiByte freier Festplattenspeicher | 50 GiByte freier Festplattenspeicher | 50 GiByte freier Festplattenspeicher |
| Direct X | Direct X 12 | Direct X 12 | Direct X 12 |
New World Closed Beta - Technik und grafische Eindrücke
Auch wenn es sich noch um eine geschlossene Beta des Spiels handelt, was spätestens beim Betrachten der vielen Platzhaltertexte für User Interface, Items und Quest-Aufträge ins Auge springt und der Entwickler bereits angekündigt hat, in Zukunft neben neuen Inhalten auch neue Features zu ergänzen und die von uns angespielte und getestete Version noch nicht der Launch-Version entspricht: Grafisch und technisch macht die Closed Beta von New World bereits eine gute Figur - zumindest unter Berücksichtigung, dass es sich um ein Online-Rollenspiel mit einer großen Spielerzahl handelt. Das Grafikmenü bietet eine ganze Reihe Einstellungsmöglichkeiten samt praktischen Presets, einen Überblick der relevanten Einstellungen bietet der folgende Bildvergleich. Beliebte Bildschirmverhältnisse, darunter 16:9, 21:9, 16:10 und 4:3, werden bereits in der Closed Beta unterstützt.
Die stimmungsvoll gestalteten Umgebungen präsentieren hochauflösende Texturen, die dank des genutzten physikbasierten Renderers überzeugend mit der Beleuchtung interagieren. Für Atmosphäre sorgen hübsche volumetrische Effekte, die wiederum schick Licht und Schatten aufnehmen und etwa in lauschig güldenen Wäldern ansehnliche Godrays durchs Geäst werfen. Dichte Vegetation wiegt sich leicht im Wind, größere Büsche und Sträucher verfügen obendrein über ein rudimentäres Physiksystem, welches - offenbar Client-seitig - auf Ihre Spielfigur reagiert. Die Blätter erhalten durch den Einsatz von Subsurface-Scattering einen ansehnlichen Durchscheineffekt und sorgen insbesondere in tropischen Umgebungen für den Eindruck einer gleißend-warmen Sonne. Bodentexturen werden mit netten Details ausstaffiert, feinerer Bewuchs, Spuren im Schlamm oder Geröll erhalten etwa durch den Einsatz von Parallax-Occlusion-Mapping (POM) zusätzliche Tiefe. Spiegelungen setzt New World via Screen Space Reflections um, die generell recht schick und hochauflösend ausfallen, neben typischen Problemen von Screen-Space-Effekten aber zusätzlich durch den Umstand auffallen, dass einige zwischen Kamera und spiegelnder Fläche befindliche Objekte nicht wie in anderen Spielen ausgeschnitten werden, sondern optisch inkorrekt mit in die Spiegelung geraten können - ein Nachbessern und Unterbinden dieses etwas unschönen Nebeneffekts wäre aber wohl keine allzu große Sache.
Quelle: PC Games Hardware
Quelle: PC Games Hardware
Für die Umgebungsverdeckung wird SSDO genutzt, die aus der Cryengine abstammende Screen Space Directional Occlusion, welche die Richtung des einfallenden Lichts berücksichtigt sowie die Normal Maps der Texturen abtastet, um auch kleine, darin enthaltene Elemente wie Spuren und Geröll verschatten zu können. Auf scharfe Kontaktschatten, wie sie etwa häufig in aktuellen Spielen wie etwa Days Gone oder Red Dead Redemption 2 genutzt werden, um feine Objekte und/oder Vegetation wie Gras und kleine Sträucher zu verschatten, verzichtet New World zum aktuellen Zeitpunkt. Für die Kantenglättung kommt ein Temporal-Anti-Aliasing zum Einsatz, dieses arbeitet ordentlich, erfasst neben den Kanten viele feine Objekte wie etwa das Gras und unterdrückt Pixelflimmern bei diesen Elementen gut, es unterdrückt Aliasing insbesondere bei der Vegetation in größerer Entfernung allerdings nicht vollständig. Das TAA sorgt obendrein für eine relativ ausgeprägte Unschärfe, welche durch den Einsatz des bei Gesprächen und Objekten am Bildrand genutzte Depth-of-Field nochmals stärker betont wird. Der im Hintergrund applizierte Blur-Filter verstärkt den etwas unscharfen Eindruck der Grafik nochmals. Einen Schärferegler vermissen wir im Optionsmenü dagegen ebenso wie einen Skalierungs-Slider beziehungsweise eine Option für Upscaling oder Supersampling oder gar ein Upsampling-Verfahren wie DLSS oder FSR.
Quelle: PC Games Hardware
New World Closed Beta - Die Bodentexturen erhalten via Parallax-Occlusion-Mapping optische Tiefe.
New World nutzt des Weiteren eine Globale Beleuchtung, die für zusätzliche Stimmung sorgt und die Glaubwürdigkeit der Umgebungen erhöht und diesen - insbesondere verglichen mit anderen MMORPGs - einen modernen Look verleiht. Die dafür zum Einsatz kommende Technik ist indes nicht das von Crytek stammende und auch in der Lumberyard Engine enthaltene SVOGI (Sparse Voxel Global Illumination), welche etwa in dem Cryengine-befeuerten Kingdom Come Deliverance, dem Online-Shooter Hunt Showdown oder auch in Form der Lumberyard Engine in Star Citizen genutzt wird, sondern basiert offenbar auf Environment Light Probes, eine Technik, die auch einige andere Titel auf Basis der Cryengine nutzen und in ähnlicher Form auch in vielen anderen Spielen zum Einsatz kommt. Das Ergebnis ist zwar weniger ansehnlich und nicht so technisch fortschrittlich wie die schicke Voxel-GI, allerdings kann sich der GI-Ansatz in New World durchaus sehen lassen und obendrein könnte SVOGI in Zukunft noch implementiert werden - und dessen Voxelansatz theoretisch gar als Beschleunigungsstruktur für Raytracing genutzt werden, wie etwa Crytek bereits mit dem Crysis-Remaster demonstriert hat. Unterm Strich ist die Optik hübsch, wenn auch nicht auf dem Niveau eines aktuellen Grafikkrachers, technisch wäre das MMORPG in Zukunft allerdings auch noch ausbaufähig, die Engine gäbe es her.
New World Closed Beta - Performance mit ausgewählten Grafikkarten
Wir haben uns bei den Grafikkarten-Benchmarks ein wenig beschränkt, da es sich beim aktuellen Stand des Spiels noch um eine Beta-Version handelt, die Closed Beta zudem in einigen Tagen beendet wird. Da Online-Multiplayer-Titel häufig auch mit schwächerer und älterer Hardware gespielt werden, haben wir den Fokus weniger auf aktuelle High-End-Boliden gelegt, sondern eine Mischung aus modernen und älteren Mittel- und Oberklasse-Grafikkarten gewählt, um Ihnen einen weitreichenden Überblick zu geben. Die obere Leistungsgrenze markieren RTX 3080 sowie RX 6800 XT, welche indes zu weiten Teilen von der CPU und/oder der Server-Performance ausgebremst werden. Wir ergänzen die Grafikkarten-Messungen mit einer Auswahl CPU-Benchmarks, die Sie im Anschluss finden.
Beachten Sie: Die von uns in der Closed Beta ermittelte Performance spiegelt noch nicht das finale Produkt zum Release wider und könnte sich noch recht deutlich verbessern, insbesondere falls beim fertigen Spiel tatsächlich die Direct-X-12-Schnittstelle zum Einsatz käme und obendrein zusätzliche Server Lags und kleine Ruckler minimieren, die aktuell in der Closed Beta insbesondere in Städten auftreten.
Für unsere GPU-Benchmarks nutzten wir im Gegensatz zu den CPU-Messungen in der Stadt eine grafisch anspruchsvolle Szene auf weiter Flur, um den potenteren Pixelschubsern auch bei niedriger Auflösung etwas Raum zur Entfaltung zu gewähren. Die Grafiklast ist hier relativ hoch, begünstigt durch dichte volumetrische Effekte, um ein grafisches Worst-Case-Szenario handelt es sich allerdings nicht.
Quelle: PC Games Hardware
New World Closed Beta - Der Startpunkt unserer Grafikkarten-Benchmarks
Auf die Grafikkarte bezogen und mit anderen aktuellen Spielen ins Verhältnis gesetzt, ist New World kein sehr anspruchsvolles Spiel. Prinzipiell können Sie bereits mit einer RX 570/8G oder GTX 1060 gut in Full HD und hohen Details spielen, für eine runde Performance in Full HD würden wir eine Grafikkarte vom Schlage einer GTX 1070 oder RX Vega 56 empfehlen - die genannten Grafikkarten sind mit kleineren Abstrichen auch für WQHD geeignet. Auf weiter Flur steht die Grafiklast im Vordergrund, allerdings nimmt die Auslastung trotz prinzipiell guter CPU- und Kern-Nutzung mit starken Grafikkarten ab, was entweder auf eine noch verbesserungsfähige Prozessor-Optimierung oder auf die Hardware ausbremsende Server zurückfallen kann. Geforce-GPUs sind wie gewohnt unter Verwendung der DX11-API in einem solchen Szenario ein wenig flotter als vergleichbare AMD-Grafikkarten, liegt die Grafiklast indes hoch, wie etwa bei der Vega 56 und der GTX 1070 oder auch RX 570 und GTX 1060, so rückt sich das Bild zurecht.
Ein relativ wichtiger Punkt ist der Grafikspeicher, die Closed Beta genehmigt sich relativ viel des kostbaren Siliziums, in Full HD werden über 5 GiByte belegt, in UHD sind es knapp unter 10 GiByte. Größere Aussetzer konnten wir bei knappem Speicher nicht beobachten, einige Texturen neigen in einem solchen Fall allerdings zu verspätetem Nachladen, das LoD zeigt einige Auffälligkeiten insbesondere bei Charakteren und ihrer Bekleidung und es mehren sich kleinere Ruckler und Stocker, wenn der Grafikspeicher knapp ausfällt, wie etwa bei der GTX 1050 Ti in Full HD oder der GTX 1060 ab WQHD. Generell ist die Grafikperformance unauffällig, die Perzentile werden vom Prozessor und/oder den Servern auf ein verhältnismäßig niedriges Level gedrückt.
New World Closed Beta - CPU-Performance
Wer schon einmal ein MMORPG oder einen anderen Online-Titel mit vielen Mitspielern und dynamischen Objekten wie etwa von Spielern errichteten Gebäuden gespielt hat, weiß, dass die CPU oft einen großen Einfluss auf die Spielbarkeit hat. So ist es offenbar auch in New World, auch wenn wir abermals ausdrücklich auf die noch nicht finale Entwicklung hinweisen wollen. Insbesondere in Städten oder Siedlungen, wo sich viele Spieler gehäuft herumtreiben, untereinander und mit Shops, Aufgabengebern und Schließfächern interagieren und die jeweiligen Rechner viele Daten über die Server hin- und herschieben müssen, bricht die Performance oft merklich ein. Dabei spielt allerdings auch die Server-Belastung und das generelle Spieleraufkommen eine Rolle. Während unseres Testens hatten wir etwa vormittags und am frühen Nachmittag sowohl höhere als auch stabilere Bildraten als während den Abendstunden. Doch auch in den weniger stark frequentierten Stunden am Vor- und frühem Nachmittag ist die Prozessorleistung für ein flüssiges Spielen wichtig.
Quelle: PC Games Hardware
New World Closed Beta - Für unsere Prozessor-Benchmarks laufen wir durch diese von recht vielen Spielern bevölkerte Siedlung
Während Sie beim Erkunden von Wald und Wiese auch mit schwächeren CPUs gute Bildraten erzielen, bricht die Performance in belebten Gebieten deutlich ein. In diesem Video wollen wir diesen Umstand einmal anhand eines besonders heftigen Worst-Case-Beispiels mit einem Ryzen 5 1400 verdeutlichen, bei dem wir Multithreading deaktiviert haben. Der mit 3,2 GHz taktende AMD-Vierkerner entspricht also ziemlich genau den in den minimalen Systemanforderungen genannten "AMD-Prozessor mit 4 physischen Kernen @ 3 GHz", ist gar ein wenig schneller getaktet. Das Spielerlebnis ist allerdings alles andere als flüssig, der kleine Vierkerner kämpft zusehends, das Spielgefühl leidet merklich durch eine unsaubere Frameverteilung, zudem sind Aussetzer beim Streaming beziehungsweise beim LoD zu beobachten. Mit SMT bietet der kleine Ryzen-Vierkerner eine etwas bessere, wenn auch nicht komplett flüssige Darbietung. Mit nochmals potenteren Vierkern-Prozessoren wie dem Intel i7-4790K bessert sich die Performance nochmals merklich, das Spielgefühl ist mit dem alten Oberklasse-Prozessor gut, nach unseren Erfahrungen und Messungen in der Closed Beta würden wir einen flotten Sechskerner empfehlen - und obendrein auf eine Implementierung von Direct X 12 hoffen.
New World Closed Beta - Fazit des Previews
Die Closed Beta von New World machte beim Anspielen bereits einen erfreulich runden Eindruck, allerdings beschränken sich unsere Erfahrungen auf einige wenige Spielstunden und zwei Gebiete, wir haben uns weder mit groß angelegten Bauaktionen, umfangreichen PvP-Auseinandersetzungen, Raids oder Mehrspieler-Dungeons beschäftigt, die in Online-Rollenspielen erfahrungsgemäß zu den anspruchsvollsten Szenarien zählen und außerdem die Server besonders stark belasten. Während unseren mehrstündigen Streifzügen durch die lauschigen Umgebungen stießen wir erfreulicherweise nur auf wenige Fehler, Bugs oder Verbindungsprobleme, einzig beim Einwählen und der Charakterwahl kam es mehrfach zu gewissen Verzögerungen, die sich mit einer neuerlichen Anmeldung allerdings stets umgehen ließen. Von Abstürzen blieben wir ebenfalls weitestgehend verschont, der sich einmalig aufgehängte Grafikkartentreiber ging wohl auf ein etwas rabiates Zuschalten des MSI Afterburners beziehungsweise das RTSS-Overlay zurück.
Technisch macht das MMORPG bereits in der Closed Beta einen recht soliden Eindruck, auch wenn hier und dort noch einige Verbesserungen einfließen könnten und eine Unterstützung für die Direct-X-12-Schnittstelle willkommen wäre. Die Performance im GPU-Limit ist gut, der Bedarf an Grafikspeicher wirkt der heutigen Zeit angemessen. Unser 32 GiByte fassender Hauptspeicher wurde jedoch beachtenswerter Weise zu jedem Zeitpunkt zu mehr als 50 Prozent belegt, beim Einsatz der GTX 1050 Ti stieg diese Marke aufgrund des knappen VRAMs und der nötigen Auslagerung des Grafikspeichers in den System-RAM gar auf knapp über 18 GiByte an. Das ist reichlich und selbst für die heutige Zeit ein wenig viel, insbesondere wenn wir berücksichtigen, dass die Online-Rollenspiel-Sandbox auch Spieler mit weniger gut ausgestatteten Systemen ansprechen soll. Ob 8 GiByte zum Spielen ausreichen oder ob New World auch nach dem Release erst mit 16 GiByte Hauptspeicher oder mehr rund und vor allem stabil läuft, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt analysieren müssen - und bis zum Release ist ja auch noch ein wenig Zeit, einige Optimierungen zu implementieren.
Grafisch setzt New World zwar keine Maßstäbe, insbesondere vergleichen mit aktuellen Grafikknallern und Raytracing-Spektakeln, doch zeichnet die Lumberyard-Engine ein gefälliges Gesamtbild auf den Schirm. Verwöhnte Augen könnten sich ein wenig an dem recht aggressiven LoD stören, viele die Umgebungen schmückenden Elemente blenden beim Entfernen frühzeitig aus, darunter neben Zierobjekten auch Lichtquellen und von Objekten geworfene Schatten. Letztere haben verglichen mit den weitreichenden Landschaftsschatten eine besonders auffällig niedrige Sichtweite, in Bewegung schieben Sie daher oft eine optisch störende "Bugwelle" aus von Bäumen, Häusern oder anderen großen Objekten geworfenen Schatten vor sich her - hier wäre noch ein wenig mehr drin, insbesondere unter Berücksichtigung der relativ geringen Grafiklast. Doch für ein MMORPG ist die grafische Darbietung gelungen und lässt uns bereits freudig auf weitere Abenteuer in der hübschen Welt von Aeternum warten - was meinen Sie, sagen Ihnen Optik und Setting von New World zu?

Konnte es nun selbst testen, 32:9 wird auch in der Closed Beta unterstützt.
... bei Bedenken bzgl. 3090, sie explodiert nicht, sondern läuft konstant mit 60 bzw. 63 fps im Menu.
Hab noch zwei Ingame Screenshots drangehangen (50% verkleinert, da die Upload Limits mit über 6MB pro .png das sonst nicht zulassen),
Das klingt nicht so geil, auf jeden Fall nicht für einen Technik-Test
Ich hatte erwartet PCGH investiert die Zeit in The Ascent oder sollten da erst ein zwei Patches und neue Treiber abgewartet werden?
Nein, mal ehrlich, wir haben Sommer, Kollegen sind im Urlaub oder anderweitig involviert und wenn der CPU-Fachredakteur keine CPU-Benchmarks zu bestimmten Spielen erstellt, dann liegt das in der Regel daran, dass dieser gerade mit etwas noch wichtigerem betraut wurde.
F1 2021 sowie Ascent haben wir auf dem Schirm, keine Sorge, aber wenn ihr Qualität wollt, dann übt euch bitte in etwas Geduld, sonst endet das wie dieser Test hier, wo alle nur etwas auszusetzen haben, obwohl da auch sehr viele Arbeitsstunden investiert wurden