PCGH-Plus Label [PLUS] Wissen: Verschlüsselung und Kryptographie verständlich und im Detail erklärt

PCGH Plus: Ohne kryptographische Verfahren wäre die moderne Welt undenkbar, trotzdem bleiben sie für Endanwender meist unsichtbar. Wir geben einen Einblick in die Welt der Verschlüsselung. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2024.

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 Wissen: Verschlüsselung und Kryptographie verständlich und im Detail erklärt
Quelle: Neural.love/Stable Diffusion

Ein sicheres Geheimnis

Die nur einen Mausklick von uns entfernt liegende Datenmenge ist unvorstellbar. Online kann man Bilder und Videos ansehen, Dinge bestellen, Bankgeschäfte erledigen und in manchen Ländern sogar heiraten oder wählen. All das im Vertrauen, dass unser Handeln privat bleibt. Gleichzeitig endet unsere Kontrolle über das Internet spätestens am Hausanschluss. Mobilfunk übermittelt die Daten sogar direkt auch an alle umliegenden Geräte. Eigentlich könnten diese also mitlesen. Damit genau das - zumindest laut aktuellem Kenntnisstand - nicht möglich ist, sind starke kryptografische Verfahren notwendig. Sie sichern unsere Kommunikation ab und ermöglichen vieles, das früher mühsam per Papier oder gar persönlich erledigt werden musste.

In Kontakt treten

Bevor es an die gesicherte Kommunikation geht, gibt es aber ein Problem: Verschlüsselungen erfordern passend zum Namen einen Schlüssel, der geheim sein sollte. Im Internet können gesendete Daten aber potenziell von jedem mitgelesen werden. Wie einigen sich ein Sender und ein Empfänger - in der Kryptografie oft "Alice" und "Bob" genannt, also auf einen gemeinsamen Code, wenn man sich nicht zuvor im Geheimen austauschen konnte?

Gelöst wird dieses Problem durch Verfahren wie beispielsweise den Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch. Sinnbildlich kann man sich diesen wie im Mittelalter vorstellen: Man möchte eine Truhe verschicken und sicher sein, dass nur der Empfänger sie öffnen kann. Dazu versieht man sie mit einem Schloss, das der Empfänger ohne Schlüssel natürlich nicht öffnen kann. Er selbst hängt stattdessen sein eigenes Schloss an die Truhe und schickt sie zurück. Dort - beim ursprünglichen Sender - ist der Schlüssel vorhanden und das erste Schloss wird entfernt. Anschließend geht die Truhe wieder an den Empfänger, der jetzt sein eigenes Schloss entfernen kann. Der Bote, der die Truhe transportiert hat, kann den Inhalt nie sehen. Vorausgesetzt natürlich, dass sich die Schlösser nicht knacken lassen.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 

  • In Kontakt treten: Wie geht das?
  • Texte verschlüsseln
  • Blockweise arbeiten
  • Asymmetrische Schlüssel
  • Hashes erklärt
  • Passwörter speichern - und knacken
  • Selbst aktiv werden
     
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