[PLUS] Lärm unter Lupe: Deshalb sind (korrekte) Lautheitsmessungen so wichtig
PCGH Plus: Lautheitsmessungen sind wichtig für Kaufentscheidungen - egal ob Lüfter, Grafikkarte oder Wasserkühlung. Aber was ist so ein "Sone" eigentlich? Wie interpretiert man Testergebnisse richtig? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2019.
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Lärm unter der Lupe
Kühlleistung erklärt sich von selbst: Kälter ist besser. Das gilt für CPU-Kühler genauso wie für Premium-Versionen von Grafikkarten, die saftige Preisaufschläge oft mit besonders üppigen Kühllösungen und einhergehenden höheren Taktraten oder zumindest längeren Boostphasen rechtfertigen. Der Kühlleistung steht immer eine zweite, deutlich schwieriger zu fassende Größe gegenüber: die Lautheit! Oder der Lärm. Das Geräusch? Die Lautstärke?? Schon bei den Bezeichnungen herrscht Chaos, dabei erscheint die Aufgabe banal: Bewegende Objekte, inbesondere auch schnell rotierende Lüfter und starke Luftströme, erzeugen Schallwellen, die ab einer gewissen Grenze stören. Um also eine gute, effiziente Kühllösung von minderwertigen Produkten zu trennen, die Kühlpotenzial mit extra starken, unerträglichen Lüftern vortäuschen, muss man nur diese Luftbewegungen erfassen und bewerten.
Schall und Schallmessung
Rein physikalisch ist dies einfach. Schall bezeichnet mechanische Schwingungen, entweder elastische Stöße in einem Feststoff oder Druckschwankungen in der Luft. Erstgenannte interessieren uns im PC-Bereich nur indirekt, wenn Vibrationen über Resonanzeffekte hörbar werden. Für die direkte Wahrnehmung von Körperschall müsste man den Schädel gegen das Gehäuse drücken - und dann bitte die LAN-Party für eine dringend nötige Schlafpause unterbrechen.
Luftschall dagegen breitet sich im ganzen Raum aus, denn Luft setzt keine Grenzen. Ein punktuell hoher Luftdruck, beispielsweise durch eine nach vorn schnellende Lautsprechermembran verursacht, führt zu kleinräumigen Luftbewegungen und damit einem Anstieg des Drucks in der Nachbarschaft, welcher sich seinerseits fortpflanzt, während am Ausgangsort der Druck unter das Ausgangsniveau absinkt. Letztere erfolgt entweder passiv durch den Schwung der sich kurzseitig wegbewegenden Luft oder aktiv, wenn beispielsweise die Lautsprechermembran in Gegenrichtung hinter ihre Ruheposition ausgelenkt wird. Das Resultat bleibt das Gleiche: Die Luftmoleküle, die sich eben noch von der Schallquelle wegbewegten, drehen wieder um und strömen zurück, nur der angestoßene Impuls, auf andere Moleküle übertragen, wird in den Raum hinein weitergegeben.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
- Schall und Schallmessung
- Ton und Geräusch
- Die Rolle der Messumgebung
- Die Auswertung: dB(A)
- Die Schwächen der Schalldruckpegel
- Lautstärkepegel & Lautheit
- Zusammenhang Sone und dB(A)
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