Platin oder Gold? Platinierte Leistung - 6 Platin-Netzteile im Test
PCGH Plus: Die nächsthöhere Einstufung nach Gold ist Platinum. PC Games Hardware hat für Sie sechs platin-eingestufte Netzteile getestet und mit dem Gold-Standard verglichen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2018.
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Der Name Platinum leitet sich vom spanischen Wort "platina" ab, einer Verkleinerungsform von Silber. Aber Platin ist alles andere als ein verniedlichtes Stück Silber, sondern ein kostbares und dichtes Edelmetall, welches nicht nur in Schmuck verarbeitet wird, sondern auch Anwendung in Katalysatoren und sogar Krebsmedikamenten findet.
Test: Platinisierte Leistung (1)
Bei Netzteilen dagegen stellt es die nächsthöhere Einstufung nach Gold durch die 80-Plus-Initiative dar und signalisiert dem potenziellen Käufer einen höheren Wirkungsgrad. Dieser muss beispielsweise bei Halblast 94 Prozent betragen, ganze zwei Prozentpunkte mehr als bei Gold. Wir haben im Folgenden deswegen nicht nur die Platinum-Netzteile unter die Lupe genommen und die ermittelten Ergebnisse analysiert, sondern wollen auch den Vergleich zu Gold-Netzteilen wagen.
Dreifach platiniert
Insgesamt haben sich in den letzten Wochen sechs Netzteile mit Platinum-Zertifikat in die Redaktion verirrt. Ganze drei Wattklassen von 550 bis 750 Watt konnten wir so über den Testpacours schicken, die ein Preissegment von 90 bis 170 Euro abdecken: So sollte auch wirklich für jeden Gaming-Aspekt etwas dabei sein. Aber stellen wir uns zunächst die Frage, wer eigentlich ein Platin-Netzteil benötigt. Platinum ist innerhalb der 80-Plus-Initiative die zweithöchste Zertifizierung, direkt hinter Titanium. Durch den hohen Wirkungsgrad von 94 respektive 90 Prozent bei Halb- und Volllast sind diese Netzteile für durchgängig hohe Leistung ausgelegt und wurden deshalb auch mit hochwertigen Baugruppen ausgestattet, was die meisten Hersteller durch lange Garantiezeiten zu unterstreichen versuchen.
Goldnetzteile zeigen im Wirkungsgrad ähnlich hohe Werte, 92 bei Halb- und 89 Prozent bei Volllast und könnten deshalb für bestimte Gebrauchssituationen besser geeignet sein, schließlich sollte sich das Netzteil spätestens nach 12 bis 18 Monaten amortisiert haben.
Den Anfang unserer Tests machen wir mit der niedrigsten Wattklasse und steigen bei 550 Watt ein.
Seasonic Focus+ 550 Watt Platinum
Ein interessantes Feature bei Seasonics Focus+-Platinum ist die kabellose Verbindung zwischen Netzteil und Anschluss-Interface.
Gutes Einsteiger-Netzteil im Platinbereich. Seasonic bringt ein weiteres Modell aus der Focus+-Serie - nur dieses Mal in der Platinum-Ausführung. Zuvor haben wir bereits das 550 Watt Focus+-Netzteil mit Gold-Einstufung getestet. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein Single-Rail-Netzteil mit 540 Watt beziehungsweise 45 Ampere auf der 12-Volt-Leitung. Mit sechs SATA- und drei PATA-Anschlüssen kann es jeden peripheren Wunsch für Mittelklasse-Systeme befriedigen. Die Anforderungen an den Wirkungsgrad und den Leistungsfaktorkorrekturfilter werden auch in einem 230-Volt-Netz erfüllt. Daneben verbaut Seasonic alle gängigen Schutzschaltungen und das Geräte erreicht eine Stützzeit von 18,6 ms.
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Folgende Produkte finden Sie im Test:
- Corsair HX 750
- Seasonic Focus+-Platinum 550 Watt
- Enermax Platimax D.F. 750W
- Silverstone Strider Platinum 650 Watt
- EVGA Supernova P2
- LC Power LC 550 V2.31
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