Ryzen AI 9000G: Desktop-APUs mit Zen 5 und RDNA 3.5 für AM5
AMDs Mini-Refresh der Ryzen AI 300 ("Strix Point"), welches mobil als Ryzen AI 400 ("Grogon Point") an den Start gehen wird, soll auf der AM5-Plattform auch in den Desktop kommen. Dank der NPU ist eine Namensänderung sehr wahrscheinlich.
AMDs bevorstehendes Mini-Refresh der Ryzen AI 300 ("Strix Point"), welches mobil als Ryzen AI 400 ("Grogon Point") an den Start gehen wird, soll auf der AM5-Plattform auch in den Desktop kommen, wie die Website VideoCardz jetzt berichtet. Dank der integrierten NPU auf Basis der XDNA-2-Architektur ist eine Namensänderung sehr wahrscheinlich. Die nächsten Desktop-APUs, die wie ihre mobilen Geschwister entsprechend auf Zen 5, RDNA 3.5 und XDNA 2 setzen werden, erlauben Systemintegratoren und OEMs das Label Copilot+ PC zu nutzen.
Quelle: AMD
Es ist davon auszugehen, dass AMD der KI-Fähigkeit, die durch einen Neuralprozessor, der sogenannten NPU ("Neural Processing Unit"), mit einer Rechenleistung von mehr als 55 TOPS ermöglicht wird, auch mit einer neuen Nomenklatur bei den neuen Desktop-APUs Rechnung tragen wird. Ryzen AI dürfte hier gesetzt sein.
Mehr Prozessorkerne und Effizienz
Anders als die direkte Vorgängergeneration der Serie Ryzen 8000G ("Phoenix"), welche auf bis zu 8 Zen-4-Prozessorkerne setzen, werden die kommenden Desktop-APU der Serie Ryzen (AI) 9000G ("Grogon Point") wie die Ryzen AI 3000 ("Strix Point") stattdessen auf bis zu 4 Zen-5- und 8 Zen-5c-Prozessorkerne setzen.
| * | Codename | Prozessorkerne | Grafikeinheit | cTDP |
|---|---|---|---|---|
| Ryzen (AI) 9 | Gorgon Point | 4 × Zen 5 (Nivana) 8 × Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 16 Compute Units 1.024 Shader-Einheiten |
45 bis 65 Watt |
| Ryzen (AI) 7 | Gorgon Point | 3 × Zen 5 (Nivana) 5 × Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 12 Compute Units 768 Shader-Einheiten |
45 bis 65 Watt |
| Ryzen (AI) 5 | Gorgon Point | 2 × Zen 5 (Nivana) 4 × Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 8 Compute Units 512 Shader-Einheiten |
45 bis 65 Watt |
| Ryzen (AI) 3 | Gorgon Point | 1 × Zen 5 (Nivana) 3 × Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 4 Compute Units 256 Shader-Einheiten |
45 bis 65 Watt |
*) nicht offiziell bestätigt.
Die Modellbezeichnungen sind anders als die grundlegenden technischen Spezifikationen noch reine Spekulation. Einige Quellen gehen davon aus, dass das Topmodell Ryzen AI 9 9900G heißen wird, andere sprechen von einem Ryzen 7 9700G mit traditioneller Nomenklatur, wiederum andere gehen von einer dreistelligen Modellbezeichnung wie bei den mobilen APUs aus.
Als gesichert gilt allgemein lediglich, dass "Grogon Point" die Basis für die neuen Desktop-APUs darstellen und so bis zu insgesamt 12 Prozessorkerne auf Basis von Zen 5 und Zen 5c bieten wird. Auch RDNA 3.5 ist gesetzt und der Fokus auf die hohe KI-Leistungsfähigkeit liegt dank der NPU mit XDNA 2 ebenfalls auf der Hand.
Zuletzt hieß es, dass die neuen Desktop-APUs im 4. Quartal 2025 auf den Markt kommen sollen und dann die Ryzen 8000G ablösen werden. Dann ist auch mit ersten Copilot+ PCs von AMD im Desktop zu rechnen.
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Quelle: Olrak29, InstLaX64 via VideoCardz

Ja, aber nein. Strix Halo hat ein 256bit Speicherinterface (= "Quad Channel RAM"). Würde man das in den Desktop bringen wollen, müsste man auf den Threadripper-Sockel zurückgreifen - oder einen neuen konstruieren, was noch unwahrscheinlicher ist.
Zudem gab es für Strix Halo die Direktive, dass der RAM nur verlötet werden soll (wegen Performance). Selbst bei Framework hat man daher den RAM im MiniPC verlötet. Die einzige andere Möglickeit wäre LPCAMM(2), aber das ist noch Zukunftsmusik.
Für Halo gilt auf alle Fälle: Wenn dann komplett neue Sockel-Specs; aufgrund der Abmessungen ist nicht einmal eine Übernahme des mechanischen Packages empfehlenswert. FP11 soll 2.077 Kontakte haben, da wäre also was in der (wesentlich handlicheren) Größenordnung von Intels alten R-Sockeln angemessen. Leider halt mit dem Haken, dass die schlechtere Signalqualität in einem Sockel vermutlich eine deutliche Absenkung des RAM-Taktes und/oder gegebenenfalls eine Neukonstruktion des Speichercontrollers für non-LP-RAM erfordern würde.
tl;dr: So ein Produkt wäre noch unattraktiver als die Halo-Mini-PCs und somit vermutlich unrentabel.
Auch gibt es Probleme mit der signalqualität mit gesockelten RAM laut Framework die es mit AMD probiert haben wollen, laut einen techniker von Framework
...passt das in AM5? Nein.