Lian Li Edge: Besonderes Netzteil kombiniert L-Form mit integriertem USB-Hub
Mit dem Edge hat Lian Li ein neues Netzteil vorgestellt, mit dem der Hersteller einen ungewöhnlichen Weg einschlägt. Das Gehäuse ist nicht quaderförmig und zudem sind mehrere USB-2.0-Header integriert.
Die meisten Netzteile konzentrieren sich auf ihre Kernaufgaben: eine stabile und sichere Energieversorgung, ein leises Betriebsgeräusch und Möglichkeiten für ein vernünftiges Kabelmanagement. Zuweilen wagt ein Hersteller aber auch Neues - wie aktuell am Beispiel von Lian Li zu sehen ist. Dort wurde jüngst die neue Netzteil-Reihe Edge angekündigt, für die einige ungewöhnliche Entscheidungen getroffen wurden.
Zwei Besonderheiten
Im Gegensatz zu normalen ATX-Netzteilen ist das Lian Li Edge nämlich nicht wie ein Quader aufgebaut. Stattdessen gibt es an der Unterseite eine flache Verlängerung des Gehäuses, in die sämtliche Stromanschlüsse verlegt wurden. Die durch diese L-Form frei gewordene Seitenfläche nutzt das Unternehmen für eine zweite Besonderheit: Einen integrierten USB-Hub für eine interne USB-2.0-Verbindung.
Die ungewöhnliche Gehäuseform soll laut Lian Li das Kabelmanagement und den Airflow verbessern, wobei besonders auf Zweikammer-Gehäuse wie das Lian Li O11 verwiesen wird. Ob die anders herausgeführten Anschlüsse tatsächlich einen Vorteil bringen, dürfte aber stark vom konkreten Gehäuse- und Hardware-Aufbau abhängen. Ebenso nur manchmal nützlich dürfte zudem der integrierte USB-Hub sein. Lian Li wirbt damit, dass man so beispielsweise zusätzliche Lüftersteuerungen im Gehäuse verbauen kann. Dafür muss das Netzteil aber erst mit dem entsprechenden USB-Header auf dem Mainboard verbunden werden. Die Lösung sorgt also mitunter für zusätzlichen Verkabelungsaufwand.
Quelle: Lian Li
Die eigentlichen Anschlüsse des Lian Li Edge befinden sich in einer flachen Verlängerung des Gehäuses. Dort, wo normalerweise die Buchsen zu finden sind, ist der USB-Hub untergebracht.
Abseits der beiden Besonderheiten bewirbt Lian Li die Edge-Netzteile mit einem weitgehend üblichen Paket. Sie sollen den ATX-3.1-Standard und die Anforderungen an 80 Plus Platinum erfüllen. An Schutzschaltungen werden OCP, OVP, SCP, OPP, UVP, OTP und ein Einschaltstrombegrenzer genannt. Anstatt der oft genannten japanischen Kondensatoren ist zudem die Rede von deutschen Kondensatoren der Firma EPCOS - die eigentlich schon seit sechs Jahren TDK Electronics heißt.
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Das Lian Li Edge gibt es in den Farben Schwarz und Weiß sowie mit 850, 1.000 und 1.200 Watt. Das erstgenannte Modell soll laut Hersteller mit maximal 25,96 dB(A) laufen; für die beiden stärkeren Varianten werden 33,6 dB(A) genannt. Fünf der sechs geplanten Netzteile sind bereits bei Caseking gelistet und kosten dort zwischen 150 und 240 Euro. Verfügbar sollen sie aber erst ab Ende Juli werden. Ab dann darf man wohl auch erste Erfahrungsberichte zur L-Form, dem USB-Hub und den übrigen Eigenschaften des Netzteils erwarten.
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Quelle: Lian Li (Produktseite) via Caseking
