Asus TUF VG27AQL1A im Test: Bewegtbild, Input-Lag, Fazit
Auf Seite 2 des Tests des Asus TUF VG27AQL1A geht es um die Qualität des Bewegtbildes, den Input-Lag und wir ziehen ein Fazit.
Auf dieser Seite
Gute Bewegtbildqualität
Vor allem für den Gamer interessant: Wie verhält sich der Monitor bei schnellen Bewegungen in Spielen. Die Schärfe des Bewegtbilds hängt von der Bildfrequenz ab, während die Bewegungsschlieren ein Effekt der (zu hohen) Pixel-Reaktionszeit ist. IPS-Panels haben hier selten Probleme und liegen erfahrungsgemäß im Mittelfeld um die drei bis fünf Millisekunden. Die Herstellerangabe dazu ist übrigens reines Marketing, weil sie keine Aussagekraft hat.
Quelle: PC Games Hardware
Asus TUF VG27AQL1A: Kaum Schlieren dank IPS-Panel
Die Qualität des Bewegtbildes testen wir unter anderem mithilfe mehrerer Verfahren: Wir beginnen mit dem klassischen Sichttest auf www.testufo.com/ghosting und schießen davon ein Foto. Schliert der Monitor oder hat Ghosting, lässt sich das hier deutlich erkennen. Im Falle des Asus-Monitors sehen wir minimale Schlieren, wie von einem IPS-Panel üblich. Um die optimale Leistung hier erreichen zu können, stehen dem Monitor fünf Overdrive-Stufen zur Verfügung. Wir stellen die Funktion im OSD so ein, dass so wenig wie möglich Schlieren auf dem Bild zu sehen sind, dabei aber noch kein Ghosting entsteht. Asus stuft das Overdrive üblicherweise fünffach ab und auf nativer Frequenz bietet die vierte der fünf den besten Kompromiss aus etwas reduzierten Schlieren und kaum sichtbaren Ghosting.
Das Foto des Testufos entsteht in Bewegung mit festem Fokus in der Kamera, sodass das Bild die Schlieren so abbildet, wie man sie mit dem Auge wahrnehmen würde. Wie erwartet sind sie auch bei diesem IPS-Panel kaum vorhanden, auch wenn es das etwas unscharfe Bild vermuten lässt.
Um die Pixel-Reaktionszeit zusätzlich objektiv bestimmen zu können, kommt das Oszilloskop zum Einsatz. Dieses misst mithilfe von Gif-Bildern mit wechselnden Farben, wie schnell die Pixel umschalten. Wir messen einen Wert von durchschnittlich sechs Millisekunden. Dieser Wert ist etwas höher als bei der Konkurrenz und eher durchschnittlich. Mittlerweile gibt es etwas schnellere IPS-Panels, etwa solche mit einem Panel von LG. Dass der Monitor aufgrund der etwas längeren Reaktionszeit minimal stärkere Schlieren hat, ist damit bestätigt. Im Vergleich zu Monitoren mit einem LG-Panel sind das aber wirklich nur minimale Nuancen, die, wenn überhaupt, nur im direkten Vergleich auffallen und sich mit dem Foto kaum darstellen lassen. Hier unterscheidet sich der Monitor kaum vom Vorgänger und auch von vielen ähnlichen IPS-Panels ebenso wenig.
Variable Bildwiederholrate mit LMB-Unschärfereduzierung
G- und Freesync funktionieren an sich tadellos auf voller Frequenzspanne bis 170 Hz. Der VG27AQ war der erste Monitor, der die variable Bildwiederholrate zusammen mit ELMB erlaubt. Bislang schlossen sich beide Funktionen gegenseitig aus. Vom Vorgänger VG27AQ unterscheidet er sich hier in einigen Details: Zum einen ist Ghosting erst ab circa 165 Fps/Hz sichtbar und nicht schon ab 144 Hz, zum anderen ist dafür das Minimum dieses Features mit 120 Hz höher als noch beim Vorgänger. Mit niedrigeren Bildraten ist die LMB-Funktion ohnehin nicht brauchbar: Je niedriger die Bildfrequenz, umso störender das Bildflimmern.
Input Lag: erfreulicherweise nicht vorhanden
Beim Input Lag kann der Asus TUF-Monitor besonders punkten. Den Input Lag messen wir mit zwei Methoden, dem synthetischen Leo-Bodnar-Tool und dem praxisnahen Nvidia LDAT. Das Leo Bodnar Tool, ein kleiner Kasten der über HDMI am Bildschirm verbunden wird und per Sensor die Reaktionszeit des Bildschirms auf ein Testmuster misst, zeigt einen äußerst niedrigen Wert von 1,3 ms, am oberen Rand des Bildschirms, an. Dabei wird nur die Zeit gemessen, die das Signal vom Eingang des Monitors, bis zum sichtbaren Bild braucht. Mit dem LDAT messen wir praxisnah im Spiel Overwatch nach. Das Tool misst die vollständige Latenz des Systems, vom Klick auf der Maus bis zum ausgegebenen Bild. Auch hier ist die Latenz mit durchschnittlich 21,2 ms auf einem sehr guten Wert. Vergleiche mit anderen Monitoren zeigen, dass circa 20 ms. Wer im E-Sport aktiv oder einfach nur ambitionierter Shooter-Spieler ist, der könnte mit diesem Display glücklich werden. Hier hat der Vorgänger VG27AQ übrigens gleich gut abgeschnitten.
Fazit: Gutes Allround-Paket
Ein grundsolider Monitor zum fairen Preis ohne Schönheitsfehler. Sowohl Stand- als auch Bewegtbildqualität überzeugen und sprechen für einen guten Monitor. Der niedrige Input Lag ist in dieser Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich und daher einer der Glanzpunkte des Monitors. Manche ähnlichen Modelle erlauben sich hier gut 10 bis 20 ms länger an Verzögerung, was fürs gemächliche Online-Gaming noch immer akzeptabel und noch weit weg vom spürbaren Niveau ist.
Die aktuell aufgerufenen 430 Euro klingen nach einem fairen Preis für ein 27 Zoll großen IPS-Monitor mit WQHD-Auflösung und 165 Hz. Aber die Konkurrenz ist mittlerweile deutlich günstiger: Eine derartige Qualität bekommt man mittlerweile schon für circa 300 Euro. Features wie ELMB Sync finden auch wir zwar richtig gut, ist aber nicht unbedingt jedem die gut Hundert Euro Aufpreis wert. Der Vorgänger VG27AQ ist für ca. Hundert Euro weniger noch immer auf dem Markt und bietet die nahezu gleiche Qualität mit 5 Hz weniger und 8 statt 10 Bit. Daher wird es der Nachfolger zurzeit schwer haben.
| Diagonale | 27 Zoll |
|---|---|
| Produktname | TUF VG27AQL1A |
| Hersteller | Asus |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 430,-/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2340547 |
| Ausstattung (20 %) | 1,78 |
| Anschlüsse | 2× HDMI 2.0, 1× DisplayPort 1.2, 2× USB-A 3.0, 1× USB-B 3.0, 1× Line Out |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 2.560 × 1.440/108,8 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | IPS/68,6 cm |
| Netzteil/Vesa-Halterung | Extern/100×100 (belegt) |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 6,6 kg/61,5 cm × 40,5 cm × 21,5 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | ja/-5°, +20°/13 |
| Garantie | 3 Jahre |
| Sonstiges/Zubehör | Mechanische Tasten mit Steuerkreuz, Sicherheitsschloss (Kensington) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,84 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1-170 (OC) Hz/FreeSync Premium (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 8 Bit+FRC/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | 988:1/0,4 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 46,3 Watt/0,3 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,50 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 8,8 ms/21,2 ms |
| Farbabweichungen (ø Delta E 2000) | 2,8 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 6 ms (4,9-7,4 ms) |
| Max. Helligkeit, Abweichungen | 409,1 cd/m², Bis 12 % |
| Schlieren-/Korona-Bildung | wenig/keine |
| Endnote | 1,62 |
| + | Gute Werkskalibrierung |
| + | Geringer Input Lag |
| - | Mittelmäßige Reaktionszeiten |
Deswegen die links.
Ich freu' mich jetzt schon wahnsinnig!
Ein ausführlicher Testbericht auch mit Beleuchtung der BFI sync Funktion und im Vergleich zu ASUS wäre super.
Danke!
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Ist ausführlicher.
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