Samsung Odyssey Neo G8 im Test: 4K-UHD, 240 Hz und noch immer überragende Reaktionszeiten
Der Odyssey Neo G8 ist der erste 4K-Monitor mit 240 Hz. Das an sich ist schon ein Highlight des Samsung-Monitors, aber er trumpft noch mit weiteren Highlights auf, etwa mit gutem HDR mit Mini LEDs und einem sensationell reaktionsschnellen VA-Panel, das außerdem kontrastreich und schlierenarm gleichermaßen ist. Der Preis klingt ziemlich fair bei diesem Feature-Blumenstrauß, sodass der Monitor doch einige Haken haben muss. Im Test haben wir neben der guten Bildqualität auch einige gefunden.
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Vor etwas mehr als zwei Jahren brachte Samsung die neue Odyssey-Reihe von Gaming-Monitoren auf den Markt, von denen wir damals den 27-Zöller C27G75T, oder einfach "Odyssey G7" genannt, getestet haben. Dieses Modell markierten einen Meilenstein unter den Gaming-Monitoren und bot einige beeindruckende Spezifikationen und Leistungen, darunter eine 1440p-Auflösung bei 240 Hz Bildwiederholfrequenz und die Integration von HDR 600. Die Odyssey-G7-Modelle verfügten über eine starke 1000R-Krümmung, die manche Leute mochten, andere wiederum fanden sie zu "krumm".
Damals waren wir in unserem Testbericht besonders von den Verbesserungen beeindruckt, die Samsung bei den Reaktionszeiten erzielt hatte. Denn es war das erste VA-Panel, das wir gesehen haben, bei denen lästige schwarze Schlieren des Bewegtbildes aller VA-Panels erfolgreich beseitigt wurde. Mehr noch: Die Reaktionszeiten waren im Durchschnitt auch fast so niedrig wie die von TN-Panels und schlugen die von vergleichbaren IPS-Panels. Dies machte VA endlich zu einer brauchbaren Option für High-End-Gaming und eröffnete mehr Spielern die Vorteile dieser Panel-Technologie, wie z. B. das hohe Kontrastverhältnis.
Umso enttäuschter waren wir, als dann die 2021er-Odyssey-Modelle wieder über ein VA-Panel mit sichtbar schwarzen Schlieren verfügte - bis jetzt. Denn der Neo G8 verfügt über ein ähnlich schnelles VA-Panel wie der gute alte G7 von 2020, den wir noch immer als hervorragendes WQHD-Modell anpreisen, obwohl er seitdem nur um circa 100 Euro im Preis gefallen ist.
Individuelles Design, durchschnittliche Ausstattung
Samsung-typisch ist das Design etwas eigen: Vorn sieht man lediglich schwarze Elemente, wie den Displayrahmen oder den Standfuß, während an der Rückseite hauptsächlich weiß dominiert. Wie schon bei anderen Odyssey-Modellen leuchtet der Ring um die Vesa-Halterung.
Der Bildschirm hat eine aggressive 1000R-Krümmung, die ein "Reality-Bending"-Erlebnis bietet, wie Samsung es auf seiner Website beschreibt. Ob ein Monitor "curved" sein muss oder nicht, ist und bleibt einfach Geschmackssache. Bei einem großen Ultrawide-Bildschirm wie dem Odyssey Neo G9 (49 Zoll) ist das sinnvoll und angemessen, aber bei einem Bildschirm im 16:9-Format würden wir ein flaches Panel bevorzugen. Oder wenn es schon gebogen sein muss, dann etwas weniger drastisch. Die Krümmung des Bildschirms verzerrt die Sicht sehr stark, und während sie bei Spielen aus nächster Nähe vielleicht für mehr Immersion sorgt, ist sie für allgemeine und Büroarbeiten weniger geeignet - und ganz sicher nicht für die Nutzung durch mehrere Personen aus verschiedenen Blickwinkeln.
An der Rückseite des Ständers befindet sich eine Kabelaufbewahrungsklammer. Das gebogene Format verleiht ihm ein ziemlich dickes Seitenprofil. Der Bildschirm verfügt über eine ganze Reihe von ergonomischen Verstellungen wie Neigung, Höhe, Schwenken und Drehen. Alle diese Einstellungen sind ziemlich leichtgängig und einfach zu bedienen, obwohl der Bildschirm etwas wackelt, wenn man ihn neu positioniert oder die OSD-Steuertasten am unteren Rand benutzt.
Auf der Rückseite des Bildschirms hingegen befinden sich alle üblichen Anschlussmöglichkeiten mit zwei HDMI-2.1-Anschlüssen, 1x DisplayPort 1.4 (mit DSC), zwei USB-3-Datenanschlüsse (+1 Upstream) und ein Kopfhöreranschluss. Auf dem Foto oben sehen Sie auch die OSD-Steuertasten, die sich am unteren Rand des Bildschirms befinden. Es handelt sich um drückbare Soft-Touch-Tasten, die aber etwas fummelig zu bedienen sind.
OSD: Übersichtlich, aber per Tasten etwas umständlich zu bedienen
Es gibt eine ordentliche Auswahl an Optionen, und die Navigation mit den verfügbaren Tasten war ziemlich intuitiv, wenn auch ein wenig schwerfällig und langsam. Wir hätten wahrscheinlich eine einfache Joystick-Steuerung für eine schnelle Nutzung bevorzugt. Die Software wird jedem vertraut sein, der in den vergangenen Jahren einen Odyssey-Bildschirm benutzt hat. Einige der Abschnitte enthalten mehr Optionen, als auf der rechten Seite zunächst sichtbar sind, und es gibt keinen wirklichen Hinweis darauf, dass die Liste weiter nach unten gescrollt werden kann, als man zunächst sieht, was ein wenig ärgerlich ist. Es ist auch ärgerlich, dass viele der Einstellungen nicht zusammen mit anderen funktionieren. So muss man z. B. für den Modus zur Reduzierung der Bewegungsunschärfe (später getestet) zuerst sowohl die adaptive Synchronisation als auch die lokale Dimmung deaktivieren, bevor man ihn verwenden kann. Wenn man dann damit fertig ist, muss man zurückgehen und diese Dinge wieder einschalten, wenn man sie vorher benutzt hat. Das ist alles etwas umständlich.

Die scann Lines treten lustigerweise bei mir mal auf und mal nicht auf gerade Unter Windows sind sie nur da beim Starten nach ca 30minuten verschwinden sie bei mir fast ganz und nach ca 1 Stunde muss man sie schon aktive suchen um sie zu Erkennen.
Was aber wirklich nicht gut funktioniert ist 30FPS caps und Dunkle Szenen die Cutscens von RE6 waren die Hölle, mit aktiviertem Local Diming (Auto) und VRR on. Zum glück ist dies bei ca 60FPS nicht mehr der fall (bzw weniger stark)
Zumindest in der Tabelle am Ende MUSS das stehen imo, wieso fehlt sowas? Und nein, ich will nicht erst anhand der Abmessungen den Wert selber ausrechnen, das gehört einfach dazu.
Was mir bei meinem Samsung nicht gefällt, ist das der automatische Input-Wechsel nicht funktioniert. Da ich hier 2 Arbeitsrechner plus meinen privaten dran habe, ist das doch sehr nervig. An die Krümmung habe ich mich sehr schnell gewöhnt und möchte sie nicht mehr missen und der Kontrast ist fantastisch. OLED ist da zwar noch geiler, aber erstens gibt es keinen bezahlbaren OLED in 32" und zweitens sind die nicht wirklich für Home Office geeignet, mit 8+ Stunden statischer Taskleiste...
Kostet etwa das gleiche.