Free-/G-Sync, Input Lag und Fazit
In diesem Artikel
Freesync und G-Sync Compatible
Der Monitor wird im Nvidia-Treiber nicht direkt als G-Sync-kompatibel erkannt, was aber absolut kein Thema ist, da das lediglich einen Haken in einer Checkbox mehr bedeutet. Und davon abgesehen funktioniert G-Sync hier genauso gut wie Freesync, also auf voller Spanne von 240 Hz bis quasi 1 Hz hinab. Ob Adaptive Sync aktiv ist oder nicht, lässt sich auch ganz einfach an der Hz-Einblendung feststellen, wenn diese variiert. Der absolute Wert ist dort etwas ungenau, weil die Anzeige nicht schnell genug aktualisiert. Daher darf man sich hier nicht verwirren lassen und sich nicht unbedingt mit den Ingame-Fps gleichsetzen bzw. verwechseln. Auch wenn nahezu jeder Monitor es als Fps-Overlay bezeichnet, wird hier die Bildwiederholrate des Monitors und nicht die Bildrate der GPU angezeigt.
Input Lag: niedrig genug
Um den Input Lag eines Monitors zu messen, sind wir vom Nvidia LDAT (Latency Display Analysis Tool), das wir im Nvidia-Reflex-Test ausführlich behandelt haben, zum OSRTT Tool gewechselt. Das OSRTT-Tool und die dazugehörige Software ermöglichen es, die Frame-Zeit zu erfassen, wodurch es möglich wird, die Monitor-Latenz von anderen Faktoren zu isolieren, die bei der Verwendung der Klick-zu-Photon-Testmethode ins Spiel kommen, wie etwa der USB-Polling-Rate und der Renderzeit des Spiels. Davon abgesehen messen wir nach wie vor mit dem "alten" Leo-Bodnar-Tool, welches uns eine plattformübergreifende Vergleichbarkeit auch über Jahre hinweg bietet.
Mit beiden Messmethoden bleibt die Verzögerungen knapp unter zehn Millisekunden, sodass der Monitor auch hier keine Schwäche zeigt.
Fazit: Guter, günstiger, schneller OLED-Gamer
Der KTC OLED G27P6 bietet die Vorteile der an sich teuren OLED-Panels zum Mittelklasse-Preis. Auch wenn zum Testzeitpunkt das Gerät wieder über 700 Euro kostet, gab es schon Deals für um die 650 Euro - und das für einen OLED-Monitor!
Quelle: PCGH
KTC OLED G27P6 (3)
Nun gibt es schon große Fernseher-OLEDs zum knapp noch dreistelligen Preis. Aber nicht jeder möchte 48 Zoll auf dem Schreibtisch stehen haben. Mit dem 26,5 Zoll großem OLED-Panel werden die selbstleuchtenden Pixel nun endlich tauglich für Gaming-Monitore und bieten all das, was die Technik ausmacht: Hoher Kontrast durch absolutes Schwarz, richtig gutes HDR ohne leuchtende Kanten wegen pixelgenauer Ansteuerung und gestochen scharfes Bewegtbild mit kurzen Reaktionszeiten und hoher Bildwiederholrate von 240 Hz.
Dennoch: den perfekten Monitor gibt es nicht und wird es nie geben. Einige Kompromisse darf man auch hier eingehen: Die Farbsäume der OLEDs sind auf dem Windows-Desktop gelegentlich sichtbar und könnten alle stören, die mit dem Monitor nicht nur spielen, sondern genauso arbeiten möchten. Ebenso wie die automatische Helligkeitsanpassung, die leider nicht deaktivierbar ist wie in anderen Modellen mit gleichem Panel. Schnelle Kontrastwechsel sind zwar selten, aber die Helligkeitsdifferenz von 150 cd/m² bei vollflächigem Weiß und ca. 450 cd/m² bei einem 10 % großem Weißanteil sind massiv. Hier hätte KTC im OSD die Wahlfreiheit bieten sollen.
Musste man früher noch einen Tod sterben im magischen Dreieck aus Preis-Leistungs-Verhältnis, Farbqualität und Bewegtbildschärfe, entwickelt sich die Technik in allen drei Eigenschaften gleich gut, wie der KTC G27P6 beweist. Und der Kompromiss aus diesen Dreien fällt hier ziemlich gut aus.
Teststabelle
| Diagonale | 27 Zoll |
|---|---|
| Produktname | G27P6 |
| Hersteller | KTC |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 700,-/gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3065757 |
| Ausstattung (20 %) | 2,05 |
| Anschlüsse | 2 × HDMI 2.0, 1 × DP 1.4, 1 × USB-C, 2x USB-A 3.0 |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 2.560 × 1.440/108,8 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | OLED/68,6 cm |
| Netzteil/VESA-Halterung | Extern/75 × 75 |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 5,2 kg/61 cm × 43 cm × 21 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Ja/-5°, +20 °/13 cm |
| Garantie | 2 Jahre |
| Zubehör | HDMI-Kabel, Stromkabel, Werkskalibrierung, DP-Kabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,33 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1–240 Hz/Freesync (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 10 Bit/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | ∞/0,0 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 64 Watt/0,1 Watt |
| Farbraumvolumen | 144 %/99 % |
| Besonderheiten | Lautsprecher, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, KVM |
| Leistung (60 %) | 1,62 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 9,8 ms/9,6 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 4,2 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 4,2 ms (0–1,5 ms) |
| Min.-max. Helligkeit, Abweichungen | 26–444 cd/m², bis 30 % |
| VRR-Funktionalität | Voller Bereich |
| Schlieren-/Korona-Bildung | Nicht sichtbar |
| Endnote | 1,65 |
| + | Hervorragender Kontrast |
| + | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| - | ABL nicht deaktivierbar |

700€ ist noch ein ganzes Stück weit weg vom Mainstream.
Mit ~111DPI ist das Ding aber weder Fisch noch Fleisch.
Für einen Fernseher ist das Panel zu klein, für den Desktop ist die Auflösung zu gering.
Dann doch lieber den Asus XG27UQR mit UHD@27", was in einer Auflösung von ~163DPI mündet.
Für einen ähnlichen Preis bekommt man mit dem eine 45% höhere Pixeldichte.
Schade, dass der Desktop so stiefmütterlich behandelt wird.
Ich für meinen Teil möchte halt keinen Pseudo-Fernseher am Schreibtisch stehen haben, sondern einen Monitor.
Vielleicht bin ich einfach schon zu alt für den Schmarrn. (^^)