[PLUS] Vergleichstest: 6 OLED-Displays fürs Gaming - Monitore gegen Fernseher
PCGH Plus: Seit Jahren schon warten wir PC-Spieler auf OLED-Displays in Gaming-Monitoren. Nun sind sie endlich da, wenn auch nur in wenigen, teuren Modellen. Ein Überblick. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2023.
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Olé, OLED!
Warum kommen sie erst jetzt, die OLED-Monitore? In TVs und Smartphones ist diese Displaytechnik schon seit vielen Jahren verbreitet, unter PC-Monitoren tummelten sich kaum Modelle, was unterschiedliche Gründe hat. Hauptsächlich den, dass Monitore für den Betrieb von acht Stunden pro Tag an sechs Tagen die Woche ausgelegt sein muss. Wegen des Problems des Einbrennens von statischen Elementen waren OLED-Displays das schlicht nicht. Fernseher und Smartphones haben da eine deutlich geringere Betriebsdauer am Tag von nur wenigen Stunden - dort war das nie ein Problem. Das wurde seitens der Hersteller, allen voran LG Display, natürlich so direkt nie bestätigt, aber allein die Tatsache, dass kaum ein OLED-Display in Monitor-Modellen verbaut wurde, sprach schon ziemlich dafür.
Und das Problem des Einbrennens soll jetzt plötzlich verschwunden sein? Jetzt, wo mehrere Gaming-Monitore auf den Markt kamen, die mehr sind als ein verkappter Fernseher? Das haben wir die Verantwortlichen auf dem LG Summit im Frühjahr gefragt, aber keine konkrete Antwort darauf bekommen. Die Technik und der Markt sei nun einfach reif dafür. Ja, das Einbrennen ist oder war ein technisches Problem, aber die wirtschaftliche Seite spielte hier vermutlich auch mit, möchte man so manchen Analysten glauben, die sich damit befassen: Man konzentriere sich einfach auf Märkte mit größeren Volumen. Und die der Fernseher und Smartphones sind nun mal um einiges größer als der Markt der Gaming-Monitore, der hauptsächlich von günstig(er)en LCD-Displays gesättigt ist. Die High-End-Nische an guten, teuren Gaming-Monitoren ist schon ziemlich klein und teure Neuheiten überleben hier nicht unbedingt lange. Man denke hier nur an die TV-großen BFGD's (Big Format(!) Gaming Displays), die wie ein 65 Zoll großer TV aussahen, mit 4K, 144 Hz und G-Sync-Modul aber fürs PC-Gaming gedacht waren. Spätestens seit mit HDMI 2.1 in TVs ebenfalls 4K und 120 Hz möglich wurde, sind diese 4.000 Euro teuren Monster-Monitore obsolet geworden, von vier angekündigten BFGD-Modellen kamen ohnehin nur zwei auf den Markt. Ähnlich kurzlebig waren die ersten 27-Zöller mit Ultra HD und 144 Hz, die zusammen mit 1000er HDR zwar das aktuelle Nonplusultra darstellten, aber die 2.500 Euro im Grunde auch nicht wert waren. Gaming-Displays mit diesen Eigenschaften gibt es schon mittlerweile knapp unter 1.000 Euro.
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