Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Gaming-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr

Die Hardware-Highlights der CES Anfang Januar beschränken sich nicht nur auf neue größere Displays und smartere selbstfahrende Autos oder kuriose Erfindungen, wie etwa den smarten Klostein, der den Urin analysiert. Nein, auch für uns PC-Spieler gab es zahlreiche Leckerbissen, auf die wir uns im Laufe des Jahres freuen dürfen. Die stellen wir kurz und knapp vor.

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Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Gaming-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr
Quelle: CES

Die spannendste Neuheit ist wohl AMDs Ankündigung neuer Ryzen-7000-CPUs mit 3D V-Cache. Die haben wir schon in einem extra Video gepackt. Deswegen hier nur das Wichtigste:

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Es wird insgesamt drei neue CPUs geben mit dem X3D-Zusatz. Also nicht mehr nur einen Nachfolger zum bisherigen Ryzen 7 5800X3D, sondern auch zwei Ryzen-9-Modelle. Ja, richtig gehört: der 3D V-Cache kommt auf den Zwölf- und Sechzehnkerner, also Ryzen 9 7900X3D und 7950X3D. Die letzteren beiden auch ohne niedrigeren Takt, wie noch beim Ryzen 7, weil bei den Neunern der 3D V-Cache nur auf einem der beiden Chiplets sitzt. Ob diese wirklich die eierlegende Wollmilchsau sowohl fürs Gaming als auch fürs Arbeiten werden, werden wir natürlich testen.

E-Sport-Monitore mit 540 Hz

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (7) Quelle: Asus Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (7) Schon im Mai 2022 stellten Nvidia und Asus zusammen den "weltschnellsten" Monitor für Spieler vor. Das damals noch namenlose Produkt heißt nun ROG Swift Pro PG248QP und kommt nun mit bis zu 540 Hz Refreshrate (natürlich!) auf einem Full-HD-TN-Panel. Das nennt Asus formschön "E-Sport TN" (E-TN) und soll 60 Prozent schnellere Reaktionszeiten als Standard-TN-Panels liefern. Asus selbst spricht davon, dass man das 24,1-Zoll-Full-HD-Panel über die ursprünglichen Spezifikationen hinaus übertaktet habe. Wer braucht sowas? Wohl kaum jemand von uns Otto Normal-Gamern. Hier handelt es sich wieder um ein Nischengerät für den E-Sport. Natürlich gibt es aktuell weder einen Release-Termin, noch einen Preis.


Odyssey Neo G9: Doppeltes 4K in 32:9

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (6) Quelle: Samsung Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (6) Schon deutlich massentauglicher sind da die neuen Samsung-Monitore: Samsung möchte mit dem Neo G9 die Kategorie Ultrawide "revolutionieren". Er bietet zum ersten Mal eine Auflösung von 7.680 × 2.160 Pixeln und ein Seitenverhältnis von 32:9 mit 240 Hz in einem Bildschirm. Hier gibt es also ein Auflösungs-Upgrade zum bisherigen G9, der mit 1440p auflöst. Schon der hat gut über 1.000 Euro gekostet, sodass das neue Modell mit doppeltem 4K nochmal etwas teurer werden dürfte. Einen genauen Preis oder Termin zum Marktstart gibt es noch nicht.

Lediglich die 1440p-Auflösung, dafür aber ein OLED-Panel hat das ähnliche Modell Odyssey OLED G9: Das 49 Zoll große Display ist mit 1800R gekrümmt und bietet ein Ultrawide-Seitenverhältnis von 32:9. Während das Neo G9 auf Mini LED setzt, nutzt das namensgebende OLED G9 ein OLED-Panel mit Quantum-Dot-Technologie. Details zur Helligkeit nennt Samsung nicht, aber QD-OLED soll höhere Spitzenhelligkeiten ermöglichen, das unter anderem bei HDR-Content helfen soll. Samsung führt aus, dass jeder Pixel einzeln beleuchtet wird, eine Hintergrundbeleuchtung ist technikbedingt nicht nötig.

Nvidia Geforce RTX 4090 bis 4050 in Notebooks

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (5) Quelle: PC Games Hardware Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (5) Nvidia bringt Ada Lovelace wie erwartet auch für Notebooks. Viele schon bekannte Desktop-Features sind mit dabei, aber auch Max-Q wurde renoviert, um die Effizienz noch weiter zu verbessern, wie im Livestream betont wird. Dabei soll es nicht nur die bekannten Notebook-Bezeichnungen RTX 4080 bis hinunter zu RTX 4050 geben, sondern auch eine RTX 4090. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Nvidia nicht unbedingt immer die gleichen GPU-Bezeichnungen für Desktop- und Notebooks verwendet. Die RTX 3080 Laptop GPU beispielsweise besteht aus dem GA103-Chip, der in Desktop-Grafikkarten gar nicht zum Einsatz kommt. Daher verwendet Nvidia für die RTX 4090 Laptop GPU auch nicht den AD102, wie in der stromhungrigen RTX-4090-Desktop-Grafikkarte, sondern das nächstkleinere Modell im Line-up.

  RTX 4090 Laptop GPU RTX 4080 Laptop GPU RTX 4070 Laptop GPU RTX 4060 Laptop GPU RTX 4050 Laptop GPU
CUDA-Kerne 9728 7424 4608 3072 2560
Boost Takt (MHz) 1455 - 2040 MHz 1350 - 2280 MHz 1230 - 2175 MHz 1470 - 2370 MHz 1605 - 2370 MHz
GPU Subsystem Power (W) 80 - 150 W 60 - 150 W 35 - 115 W 35 - 115 W 35 - 115 W
Standard-RAM 16 GB GDDR6 12 GB GDDR6 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6 6 GB GDDR6
Speicherbus 256-bit 192-bit 128-bit 128-bit 96-bit

Die neuen Laptops der GeForce RTX 40 Serie sollen bis zu dreimal stromsparender als die vorherige Generation sein. Sie bringen die Ada-Architektur, Nvidia DLSS 3 und Max-Q-Technologien der fünften Generation zum ersten Mal in Laptops. Für Gamer bieten die Laptops der RTX 40 Serie eine bis zu viermal höhere Leistung in Triple-A-Spielen wie Cyberpunk 2077 mit vollem Raytracing und dem neuen RT Overdrive Mode, so Nvidia. Die neuen RTX 4070-, 4060- und 4050-Notebooks sollen schneller als die Flaggschiff-Modelle der vorherigen Generation sein und benötigen dabei nur ein Drittel der GPU-Leistungsaufnahme, so Nvidia. Sie liefern 80 Fps, 1440p-Gaming und verwandeln beispielsweise Rendern von Szenen in Blender, die früher zweieinhalb Stunden dauerten, in nur 10 Minuten. Die RTX 4050-Laptops beginnen bei 1.000 US-Dollar und sollen ab dem 22. Februar erhältlich sein.

Klapp- und faltbare OLED-Notebooks

Natürlich aktualisiert jeder Hersteller seine Gaming-Notebooks mit den neuen Chips, also RTX 4000, 13. Intel-Core-Generation und irgendwann später im Jahr auch mit Ryzen 7000. Die Modelle zählen wir jetzt hier aber nicht auf, sondern vielmehr interessante Notebook-Kuriositäten. Bei Asus haben wir etwa eins mit 3D-Display entdeckt, nur leider lässt sich das nicht mit der Kamera festhalten. Wohl aber das faltbare OLED-Display des neuen Zenbook mit separater Tastatureinheit. Die 17 Zoll lassen sich also zu 12,5 Zoll zusammenfalten und die Tastatur optional auch einfach auf den unteren Teil des Notebooks auflegen.

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (4) Quelle: Lenovo Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (4) twas Ähnliches, nur eben nicht ein faltbares, sondern zwei separate OLED-Displays, hat Lenovo mit dem Yogabook 9i. Der Formfaktor ähnelt in gewisser Weise dem nie veröffentlichten Microsoft Surface Neo, aber Lenovos Notebook ist deutlich größer und verfügt über zwei 13,3-Zoll-Bildschirme im Vergleich zu den 9-Zoll-Displays des Neo. Außerdem gibt es hier eine magnetische Tastatur dazu. Die Falt-Hülle, welche um die Tastatur gewickelt werden kann, kann auch zum Display-Ständer gefaltet und die Tastatur kann magnetisch an der unteren Kante kleben oder eben kabellos separat verwendet werden. Dadurch ergeben sich mehrere Aufstellmöglichkeiten.

Notebook mit E-Ink auf der Rückseite

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (3) Quelle: PC Games Hardware Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (3) Genauso einzigartig ist das neue Lenovo Thinkbook Plus Twist mit zwei Bildschirmen: innen OLED und außen E-Ink. Der beidseitige Bildschirm ist mit einem Drehscharnier-Design versehen, das an die ersten Convertibles erinnert. Das 13,3-Zoll-OLED-Display innen hat eine native Auflösung von 2,8K und unterstützt eine Eingabe per Finger oder Stift. Auf der anderen Seite des OLED-Panels befindet sich ein weiteres Panel, ein 12-Zoll-Farb-E-Ink-Display, das sich auf dem typischen Deckel befindet. Das erinnert etwas an die allerersten LCDs in den ersten Notebooks: Es aktualisiert mit lediglich 10 Hz und zieht eine Mausspur hinter sich her - ist also nichts fürs Bewegtbild. Die Farbqualität ist auch eher mau, aber immerhin handelt es sich um ein farbiges E-Ink. Es eignet sich also zum Lesen, für Notizen mit dem Stylus oder einfach nur als schicken, individuellen Notebook-Rücken. An sich geht das alles auch mit dem OLED-Display, nur das E-Ink spart eben deutlich an Strom - das ist der entscheidende Unterschied.

Hai- und Schuh-PC in der Serienproduktion

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (2) Quelle: PC Games Hardware Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (2) Sind rechteckige Gehäuse zu langweilig? Wie wärs mit einem Hai oder einem Schuh? Sicher haben wir schon einige seltsame Gehäuse gesehen, die rund oder dreieckig waren, und es gab ein paar wilde Gehäuseformen. Oftmals handelt es sich dabei um Unikate von Casecons, die auf den Messen als Blickfang dienen. Aber noch nie hat eine große Marke ein Gehäuse auf den Markt gebracht, das so extravagant aussieht, wie der neue "Shark X" oder der "Sneaker X" von Cooler Master - und das es auch wirklich zu kaufen geben wird.

Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (1) Quelle: PC Games Hardware Hardware-Highlights 2023: Ryzen 7000X3D, OLED-Monitore, RTX 40 in Notebooks und mehr (1) Das Shark X basiert auf einem Mod namens Leviathan und sieht aus wie ein weißer Roboter-Hai, der aus dem Wasser springt. Er steht aufrecht und ist nach vorn gebogen, sodass ein sechseckiger RGB-Sockel im Stil von Cooler Master ihn an Ort und Stelle hält. Ein Mini-ITX-Mainboard und andere relativ kleine Komponenten befinden sich im Kopf des Hais, der mit drei RGB-Augen und riesigen RGB-Ringen beleuchtet wird, die seine vorderen Flossen in Position halten.

Basierend auf einem anderen früheren Mod sieht der Sneaker X genau so aus, wie sein Name andeutet: ein Turnschuh. Wie das Shark X wird auch das Sneaker X als komplettes System und nicht als reines Gehäuse verkauft werden. Wir wissen nicht viel über die technischen Daten, außer dass es ein SFX-Netzteil, ein Mini-ITX-Motherboard und einen 360-mm-Radiator verwenden wird. Es basiert auf der Arbeit des Modders JMDF, der das Design ursprünglich bei der Case Mod World Series 2020 der Marke eingereicht hatte. So wie abgebildet sollen beide Gehäuse inklusive Hardware "in ein paar Monaten" für um die 4.000 US-Dollar für jeden zu kaufen sein, je nach Ausstattung.

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