Schnelle Gaming-Monitore: Wer braucht Displays mit bis zu 540 Hz? [Update: Alienware kostet 830 USD]
Jetzt aktualisiert: Auf der CES sind erwartungsgemäß auch ultraschnelle Gaming-Displays ein großes Thema. Alienware und Asus überbieten sich dabei mit ihren Refreshraten: Bis zu 540 Hertz werden dieses Jahr geboten.
Originalartikel vom 04.01.2023: Nicht nur OLED dürfte eines der großen Gaming-Monitor-Themen für 2023 werden, auch immer schnellere Displays für E-Sportler werden weiter vorangetrieben.
ROG Swift Pro PG248QP
Schon im Mai 2022 stellten Nvidia und Asus zusammen den "weltschnellsten" Monitor für Spieler vor. Das damals noch namenlose Produkt heißt nun ROG Swift Pro PG248QP und kommt nun mit bis zu 540 Hz Refreshrate (natürlich!) auf einem Full-HD-TN-Panel. Das nennt Asus formschön "E-Sport TN" (E-TN) und soll 60 Prozent schnellere Reaktionszeiten als Standard-TN-Panels liefern. Asus selbst spricht davon, dass man das 24,1-Zoll-Full-HD-Panel über die ursprünglichen Spezifikationen hinaus übertaktet habe. Mit dabei ist selbstverständlich G-Sync, um Ruckler und Tearing zu minimieren, der verbaute Reflex Analyzer soll die Systemlatenz optimieren. Der ESS-DAC Surround-Sound soll auch die Audiolatenz verringern und "kann virtuelle Surround-Effekte, Schüsse und Schritte verbessern".
Natürlich gibt es aktuell weder einen Release-Termin, noch einen Preis. Nvidia bezeichnete den ROG Swift Pro PG248QP im Mai 2022 als das "G-Sync-E-Sport-Display mit der "niedrigsten Latenz und der höchsten Bildwiederholrate, das jemals entwickelt wurde". Die Unterschiede zu 360 Hz dürften allerdings nicht mal eine Millisekunde betragen. Der Scaler-Lag ist schon bei 360 Hz geringstmöglich und zum Vergleich: Der Bildaufbau bei 360 Hz beträgt 2,78 ms und bei 500 Hz 2 ms - bei übertakteten 540 Hz sind es entsprechend 1,85 ms.
Alienware 500 Hz Gaming Monitor (AW2524H)
Schon im Vorfeld der CES berichtete PCGH über den 500-Hz-Gaming-Monitor Alienware AW2524H. Er wurde nun offiziell für die USA für das erste Quartal 2023 angekündigt, Preise gibt es ebenfalls noch nicht. Auch hier wird ein Full-HD-Panel eingesetzt, allerdings als Fast-IPS-Ausführung, das eine Diagonale von 24,5 Zoll aufweist. Nativ sind 480 Hz möglich, übertaktet dann 500 Hz. Das allerdings nur über den Displayport 1.4, denn nur dieser hat die nötige Bandbreite. Die laut Datenblatt vorhandenen HDMI-2.1-Anschlüsse schaffen nur 240 Hz. Als typische Helligkeit nennt Alienware 400 Candela pro Quadratmeter, die Reaktionszeit wird mit 0,5 bis 1 ms Grau-zu-Grau angegeben. Mit dabei sind G-Sync und der Nvidia Reflex Analyzer.
Der große Standfuß beherbergt insgesamt vier USB-"A"-Ports vorn und hinten. Laut Datenblatt gibt es viele Möglichkeiten zum Drehen, Neigen und Hoch- beziehungsweise Runterfahren. Die RGB-Beleuchtung kann der User nach eigenem Ermessen einstellen. Wer einen VESA-Mount nutzen möchte: Das Panel an sich wiegt 4,4 Kilogramm. Die maximale Leistungsaufnahme beziffert Alienware mit 86 Watt. Und wenn Sie sich fragen, an wen Alienware diesen Monitor adressiert: Der AW2524H "liefert die Weltklasse-Geschwindigkeit, die die Champions von heute verlangen".
Asus ROG Swift Pro PG248QP im CES-Video
Aktualisierung vom 16.01.2023: Ein wichtiger Hinweis in eigener Sache. Das PCGH-CES-Team konnte den Asus-540-Hz-Monitor auf der Messe einfangen. Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie die Ausschnitte dazu im Rahmen des CES-Highlight-Videos. Asus zeigte den neuen Pfeilschnell-Monitor im direkten Vergleich zu einem klassischen 144-Hz-Display.
829 US-Dollar für Alienware 500 Hz
Aktualisierung vom 21.03.2023: Zumindest in den USA hat Dell schon einen Preis für den Alienware 500 Hz Gaming Monitor (AW2524H) genannt. Auf der US-Seite werden 830 US-Dollar genannt, ein stattlicher Preis. Der Monitor lässt sich auch direkt kaufen. Im deutschen Dell-Store gibt es noch keinen Eintrag für den 500-Hz-Monitor. Auch vom Asus ROG Swift Pro PG248QP gibt es im deutschen Handel noch keine Spur. Preise Richtung 900 oder 1.000 Euro dürften aber nicht überraschen.

Maßgeblich für den Energieeffizienzindex ist die gemessene Leistungsaufnahme des Displays (Pmeasured) im Auslieferungszustand bei der Anzeige von Videos mit Standarddynamikumfang (SDR). Wobei die Helligkeit mindestens 65 Prozent der maximalen Helligkeit des Displays betragen und die automatische Helligkeitsregelung (Umgebungslichtsensor) deaktiviert sein muss.
Quasi das übliche schummeln.
Einfach den Standardmodus genau darauf anpassen und fertig.
Gerade hinsichtlich extrem hoher Bildwiederholraten und Bildschitmgrößen / Auflösungen gibt es aber ab März die Ökodesign-Verordnung. Sehr interessant, was dann nicht mehr gehen wird.
Ist wie mit den Leuten die auf der Couch Fussball gucken und auch alles besser können, Hauptsache irgend eine Grütze von sich geben mit irgend Aussagen die gar nicht stimmen
Ich denke mal das der Großteil der Forenteilnehmer hier schon deutlich mehr Ahnung hat, als du ihnen zutraust.
So nebenbei wäre dann noch die Frage, wie lösen die Hardware-Hersteller denn die Vorgaben für effiziente Energieausnutzung. Da gibt es in diesem Jahr einiges Neues.
Bei Bildwiederholraten ist noch sehr viel Spielraum nach oben, bis das menschliche Auge den Unterschied zwischen Bildschirm und Realität nicht mehr erkennt. Bei Auflösungen haben wir diesen Punkt spätestens mit 8k erreicht. Für die meisten hingegen, mich miteingeschlossen reicht bereits 4k.